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Öffentlicher Vortrag in Bad Münstereifel

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Öffentlicher Vortrag in Bad Münstereifel

Mittwoch, 23. Oktober, 19.30 Uhr

Im Rats- und Bürgersaal (im 1. Stock des Rathauses, Marktstr. 15)

Dr. Wolfgang Reich, Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Bonn

Kartierungen des Radiohimmels

Die ersten Radiowellen aus dem Weltall wurden in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts nachgewiesen. Ihr Ursprung war zunächst vollkommen unbekannt. Kartierungen des Radiohimmels wurden begonnen und zeigten die Milchstraße im Radiolicht. Die Himmelskarten wurden parallel zum technischen Fortschritt ständig verbessert. Man wollte verstehen, wo und wie die Radiowellen erzeugt werden. Das 25-m-Teleskop auf dem Stockert und das 100-m-Teleskop in Effelsberg haben wesentliche Beiträge dazu geliefert. Himmelskarten sind die Grundlage, um 3D-Modelle der Radiostrahlung aus der Milchstraße zu entwickeln. Die Karten zeigen aber auch eine Vielzahl von kompakten Quellen, die gezielt weiter untersucht werden um herauszufinden, ob es sich z.B. um Reste explodierter Sterne, heiße Gasnebel oder um Objekte außerhalb unserer Milchstraße handelt.

Biographische Angaben:

Dr. Wolfgang Reich hat an der Universität Bonn Physik, Mathematik und Astronomie studiert und im Jahr 1972 mit dem Diplom abgeschlossen. Im Jahr 1976 hat er an der Universität Bonn promoviert und war als wissenschaftlicher Assistent am Radioastronomischen Institut der Universität Bonn (1976 bis 1981) und am Max-Planck-Institut für Radioastronomie (seit 1981) tätig. Im Jahr 1987 hat er sich sieben Monate als Stipendiat der "Japan Society for the Promotion of Science" am Nobeyama Radio-Observatorium in Japan aufgehalten. In den Jahren 1994 bis 1997 war er Stationsleiter am Radio-Observatorium Effelsberg und Leiter der Teleskopabteilung des Instituts. Seit 2007 ist er Gastprofessor am National Astronomical Observatory (NAOC) in China. Seine Forschungsinteressen umfassen Radiokartierungen der Milchstraße, Magnetfelder in unserer Milchstraße, außerdem Untersuchungen von Supernova-Überresten und des Zentrums unserer Milchstraße.

Ort
Veröffentlicht
04. Oktober 2019, 04:09
Autor
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