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Zum 38. mal lud der Schachverein Erftstadt zum jährlichen Brötchenturnier ein, einem Highlight im Vereinsleben. Und 61 Mannschaften fanden sich am 9.11. 2018 in der Aula des Lechenicher Gymnasiums ein. Sie reisten aus allen Himmelsrichtungen an, Münchener waren vertreten, ebenso wie ein Deutscher, der in Dänemark lebt und in jedem Jahr wegen des Brötchenturniers einreist. Und auch die aktuellen Sperrungen der Autobahnauffahrt konnten niemanden abhalten. So versammelten sich etwa 300 aktive Schachspieler und Schachspielerinnen, um nach einem Jahr ein Wiedersehen zu feiern und um sich am Brett zu duellieren. Ausgetragen wird ein 15-rundiges Blitzturnier, d.h. in einer Partie hat jeder maximal 5 Minuten Bedenkzeit. Eine Mannschaft besteht aus vier Aktiven, allerdings hatten die meisten Teams einen Auswechselspieler in petto. Nach etwa 5 Stunden stand der Sieger fest: Wie im Vorjahr holte sich der SV Koblenz Revival den Titel. Neben einem Geldpreis überreichte der Vorsitzende des SV Erftstadt, Peter Kirst, als Ehrenpreis der Stadt Erftstadt einen Wappenteller. Das Brötchenturnier ist in dieser Form einzigartig in Deutschland. Im Vordergrund steht neben dem Schachspiel die Geselligkeit und der Spaß. Man trifft wieder Bekannte aus dem Vorjahr, trinkt ein Bier zusammen und plaudert ein wenig, und das sogar während der Partien. Eine Klasseneinteilung nach Spielstärke gibt es nicht. Jeder kann nach Auslosung auf jeden treffen, sogar ein Anfänger auf einen Profi. Viele Mannschaften treten unter kreativen Fantasienamen auf. So nannte sich der Zweite „Bier für Trier“, andere hießen „Mambo No. 5“, „Empor Maulwurf“, „Mathe machen“ usw. Und das Wichtigste: Etwa zur Halbzeit, nach der 8. Runde, gab es eine Pause, denn das Büffet wurde eröffnet. 2.100 Brötchenhälften, belegt mit Mett, Käse, Wurst und Nutella, warteten auf Abnehmer. Die Begeisterung der Teilnehmer zeigte sich auch darin, dass eine Mannschaft sich schon für das Turnier im nächsten Jahr am 8.11.2019 anmeldete und das Startgeld zahlte. Eingeleitet wurde das Turnier durch eine kurze Ansprache von Peter Kirst. Er erinnerte daran, dass das erste Brötchenturnier 1981 stattfand, damals noch in kleinerem Rahmen mit 15 Mannschaften aus der näheren Umgebung. Es war eine Idee des damaligen Vorsitzenden Helmut Nerstheimer. Ohne Helmut Nerstheimer gäbe es dieses beliebte Brötchenturnier vermutlich nicht. Leider ist Helmut Nerstheimer im August diesen Jahres verstorben. Daher erhoben sich alle Anwesenden zu einem Augenblick des Gedenkens und zollten anschließend respektvoll Beifall. Zum Abschluss, weit nach Mitternacht, dankte Peter Kirst den 54 Helfern, Vereinsmitgliedern und Eltern der Kinder und Jugendlichen. Ohne deren ehrenamtlichen Einsatz könnte das Brötchenturnier nicht organisiert werden. Das nächste Highlight steht unmittelbar bevor: Der Deutsche Schachbund würdigt die Jugendarbeit des Erftstädter Schachvereins und verleiht diesem zum siebten Mal das Qualitätssiegel „Deutscher Top-Schachverein“ für hervorragende Leistungen in der Kinder- und Jugendarbeit. Die Ehrung findet Anfang Dezember im Rahmen der Weihnachtsfeier statt. Schachinteressierte sind an den Spielabenden des Schachvereins Erftstadt herzlich willkommen: Jeweils freitags ab 17 Uhr für Kinder und Jugendliche, ab 19:30 Uhr für Erwachsene. Homepage: www.schachverein-erftstadt.de
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