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Gute Leistung - am Ende verloren

Dragons Rhöndorf - Hamburg Towers 65:92 (28:13, 11:30, 19:30, 7:19)

(Text und Fotos Marion Cramer) Erneut müssen die Dragons Rhöndorf gegen die Hamburg Towers eine weitere Heimniederlage hinnehmen. Mit der Niederlage gegen Hamburg ist der Abstieg der Drachen auch rechnerisch besiegelt. Dennoch konnten die Männer von Trainer Christian Mehrens hoch erhobenen Hauptes die Sporthalle an der Menzenberger Straße verlassen. Kämpferisch zeigte das Rumpfteam eine glanzvolle Leistung. So rieb sich fast jeder der gut 500 Besucher ungläubig die Augen, als nach den ersten 10 Minuten eine 28:13-Führung für die gastgebenden Dragons Rhöndorf auf der Anzeigentafel aufleuchtete. Angeführt wurde das junge Team von Kapitän Viktor Frankl-Maus, der sicher Regie führte und seine Mitstreiter vor allem unter den Körben mit traumhaften Pässen in Szene setzte. Allen voran einen wie entfesselt aufspielenden Florian Wendeler. Der zuletzt manchmal etwas gehemmt wirkende Center wirkte völlig befreit und setzte sich immer wieder mit technisch guten Aktionen in Szene. In der ProA legte er gegen keineswegs schlechte Gegner seinen besten Auftritt hin. Und dann gab es da noch einen Alex Angerer. Er war in langen Abschnitten von der gegnerischen Abwehr kaum zu stoppen und sammelte auch in der Defense Pluspunkte. Unvergleichlich aber die Art und Weise wie er die Taktik von Gästecoach Hamed Atarbashi aushebelte. Der setzte auf aggressiven Druck beim Einwurf auf die jeweils auf dem Feld befindlichen Aufbauspieler. Kurzerhand übernahm der technisch auf hohem Niveau agierende Angerer das Kommando und brachte den Ball sicher über die Mittellinie. Mit der Nummer 20 reift in Reihen der Drachen ein großes Talent heran, dass auf allen Positionen einsetzbar ist. In den Schlussminuten kam dann auch Anton Geretzky zum Einsatz. Nach vielen Verletzungspausen fügte er sich sofort wieder nahtlos ins Spiel und überzeugte mit hoher Intensität, exzellenter Technik und großer Spielübersicht. Um die Zukunft der Dragons braucht man sich angesichts solcher Talente keine Sorgen zu machen. Die Jungs sind mehr als bereit für die ProB. Ein Sonderlob sollte sich mal wieder Bastian Winterhalter verdient haben. Bei relativ kurzen Einsatzzeiten ist er immer hellwach und sofort im Spiel. Sein physical game wird im Gegensatz zu dem der routinierteren Gegnerspieler von den Referees immer gnadenlos geahndet. Dazu übernimmt er immer die Hilfen in der Defense und kassiert deshalb meist schnelle Fouls. Wie immer eine Bank El Pistolero Tim Schönborn. Aber die Hamburger hatten auf den Scharfschützen ebenso wie auf Jordan Hamilton ein besonderes Augenmerk gelegt. Auch in den hohen Norden hatten sich die 20 Punkte des US-Amerikaners aus der Partie gegen Trier herumgesprochen. Auch die anderen Bankspieler überzeugten durch Einsatz. Daurauf lässt sich für die kommende Saison aufbauen, das sahen auch die trotz der erneuten Niederlage zufriedenen Zuschauer. Erst im letzten Viertel lief schließlich bei den Dragons nicht mehr viel zusammen und lediglich sieben erzielte Punkte waren ein deutliches Indiz für den aufkommenden Verschleiß an Kraft und Konzentration gegen die starken Towers. Fazit: Hut ab! Der Abstieg ist besiegelt und trotzdem holt das junge Team alles aus sich heraus. Wie sagte es ein Dauerkartenbesitzer so schön: "Wenn die Jungs so kämpfen, ist mir der Ausgang des Spiels egal!"Am Samstag absolvieren die Dragons um 19 Uhr (Halle an der Menzenberger Straße) ihr letztes Heimspiel im Lokalderby gegen die Rheinstars Köln und hoffen noch einmal auf Unterstützung durch die Fans.Rhöndorf: Hamilton (7/1-3er), Frankl-Maus (11/1, 12 Assists), Schönborn (15/3), Winterhalter (3/1), Wendeler (12, 12 Rebounds), Milovic (2), Angerer (11), Möller, Tratnjek (4), Falkenstein, Michel, Geretzki

(MC) Alex Angerer wie entfesselt

(MC) Florian Wendeler mit bester Saisonleistung

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
19. März 2016, 00:00