Sag uns, was los ist:

  • 0Likes
  • 0Shares

Der fotografische Sprachraum als Expression

whatsapp shareWhatsApp

Der fotografische Sprachraum als Expression

Uwe Nölke stellt das Thema "Raum" in der Meerkatze aus

(bk) Königswinter. Wenn Axel Wendelberger zu einer Ausstellung in die Meerkatze einlädt, dann sind es nicht nur die Werke, die anziehen, es ist auch die Atmosphäre, die sich in den Räumen breit macht. Es ist stets ein schönes Gefühl, die Ausstellungsstücke in dem Kleinod, der Meerkatze, auf sich wirken zu lassen. Dieses Mal war ein Künstler zu Gast, der sein Fotografie-Projekt zum Thema "Raum" vorstellte. Uwe Nölke wurde eigentlich in der klassischen Fotografie, ehemals analog und nun digital, ausgebildet. Er gehört damit zu dem Kreis der Fotografen, die seit einiger Zeit beginnen, sich die Fotoplattform nutzbar zu machen und gleichzeitig mit den dort vorhandenen Limitierungen zu arbeiten. Der Grundidee von Instagramm folgend sind seine Aufnahmen allesamt mit dem Smartphone entstanden, in diesem Fall ein iPhone, und Nölke hat die Bilder mit dem iPad bearbeitet. Die äußere Struktur für die Serie bilden somit die technischen Möglichkeiten der Geräte, die zur Verfügung stehenden Bearbeitungsmöglichkeiten und die Präsentationsmöglichkeiten in der App. Ihnen folgend steht bei einer Serie nicht nur das Foto, sondern auch das Kuratieren des Gesamtprojektes im Mittelpunkt. "Bisher haben sich Künstler und Kritiker vor allem mit dem Spannungsfeld von Narzissmus, Realität, Spontanität, Fotografie und Kunst bei Instagramm beschäftigt", so der Kunsthistoriker Pascal Heß, "Trotz aller technischen Möglichkeiten müssen die Fotografien aber immer noch mit Hashtags verschlagwortet werden. Der Zugang zum Sehen ist bei Instagramm die Sprache. Just auf diese kaum beachtete Limitierung hat sich Nölke konzentriert, in dem er den Sprachraum zum Grundkonzept für seine Serie macht. Zwei Kriterien sind für seine Fotografien maßgebend. Die Motive mussten ihm zufällig begegnen, er ist ihnen nicht nachgereist, und das Motiv musste einen Sprachbezug zum Thema "Raum" entwickeln. Dabei hat er durchaus nichtarchtektonische Begriffe wie "Hubraum" mit architektonischen Räumen illustriert." Die angebliche Spontanität und Geschwindigkeit des geposteten Fotos hat Uwe Nölke beispielsweise durch unterschiedliche und wiederkehrende zeitaufwendige Gestaltungen hinterfragt. Alle Bilder sind stets aus einer strengen Zentralperspektive aufgenommen worden. "Durch die Bearbeitung der Bilder lenke ich die Blicke und interpretiere die Wahrnehmungen des Betrachters", so Uwe Nölke. Die Ausstellung ist im Atelier Meerkatze, Meerkatzstraße 2 in Königswinter-Altstadt noch bis zum 24. September zu sehen. Terminvereinbarungen sind über Axel Wendelberger, 02223/2958600 oder meerkatze@wendelberger.com

möglich.

Ort
Veröffentlicht
13. September 2019, 04:31
Autor
whatsapp shareWhatsApp

KOMMENTARE

Melde dich an, um dich zu beteiligen. Du hast noch kein Konto? Registriere dich jetzt!