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Circonflex - Livemalerei im Eiltempo

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Marc Westermann war in der Talstation der Drachenfelsbahn zu sehen

(ik) Königswinter. Drei Leinwände - 30 Bilder malen und dazu ein Künstler, der ständig in Bewegung war. Dies mutete an wie mit einem Cello Gitarre zu spielen. Dazu ein Schlagzeug und es trifft das Trommelfell ohne Verspätung, derart fahrplanmäßig wie eine Drum-Maschine. Doch es waren keine Maschinen, es waren Menschen am Werk in der Halle der Talstation der Drachenfelsbahn in Königswinter. Aus Deutschlands derzeit heißesten kulturellen melting-pots - dem Ruhrgebiet und Berlin - kamen der Livemaler pinx, von circonflex und die Band „Guts Pie Earshot" zum Drachenfels, um die Gäste an diesem Abend, mit auf die Reise zu nehmen. Und es durften alle mit! Guts Pie Earshot versöhnen Weltmusik - Anhänger und Punks, begeistern Metal-Fans wie Dupstop - oder Techno-Liebhaber. Der Minimalismus der Besetzung war kaum zu glauben - hörte man die dichten, hypnotischen Sounds des Duos. Auch der Livemaler Marc Westermann multiplizierte sich selbst. Eine Leinwand reichte ihm nicht, er malte auf drei Großformaten gleichzeitig. Dabei malte er eine kurze Passage, wechslte zur nächsten, malte dort, wechselte abermals, bis letztendlich alle Bilder vollendet waren. Der Betrachter hatte jederzeit die Wahl, sich an den jeweiligen Zwischenergebnissen ohne das der Maler vor der jeweiligen Leinwand stand, zu erfreuen oder aber den aktuellen Malprozess zu verfolgen. Die Besucher hatten das Gefühl, sich an einer ästhetischen Nachsucht kaum sattsehen zu können - je später der Abend desto wirrer die Geschichten. Kaum zu glauben, was der Maler zeigte, nicht zu fassen, wie! Angesichts der Kürze der Zeit und der Größe der Leinwände, immerhin jeweils 200x240 cm, erwartet man allenfalls skizzenhafte Strichzeichnungen - doch weit gefehlt, pinx hütete jede Form, hätschelte jede Schattierung. Die Zuschauer bestaunten aus nächster Nähe die rasante Entwicklung einer sich wieder und wieder wandelnden Bilderwelt, die normalerweise in tage-, wochen- gar monatelanger Arbeit hinter verschlossenen Ateliertüren entsteht. Dazu die Lichteffekte, die der Wagenhalle eine ganz besondere Atmosphäre verliehen. „Wir wollen mit diesen Events der Talstation der Drachenfelsbahn ein neues kulturelles Leben einhauchen", so Martin Singer, Veranstalter dieses Abends, „Es soll ein Angebot für Jung und Alt sein, die Wagenhalle als kulturelle Anlaufstelle, die Talstation als Konzertsaal". Seine Planungen für das Jahr 2016 laufen bereits auf Hochtouren. „Kultur am Drachenfels" - eine Bereicherung für Königswinter.

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Veröffentlicht
02. Januar 2016, 00:00
Autor
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