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Einen mehr als gebrauchten Nachmittag erlebten die Sechtem Toros am 19. Spieltag der 2. Regionalliga West bei ihrer deutlichen 47:83-Niederlage beim souveränen Tabellenführer TSV Bayer 04 Leverkusen 2, der damit nicht nur bittere Revanche für die Hinspiel-Niederlage in Bornheim nahm sondern gleichzeitig auch die Meisterschaft und den Aufstieg in die vierthöchste Klasse perfekt machte. Spielverlauf Die Bornheimer, bei denen Marcus McLaurin und Patrick Höhfeld fehlten, fanden zunächst gut in die Begegnung und lagen in der 2. Spielminute nach Körben von Miguel Iglesias Fernandez und Christoph Molitor überraschend mit 0:4 in Front. Allerdings hatten die Zuschauer in der Herbert-Grunewald-Halle in Leverkusen damit bereits die stärkste Sechtemer Phase erlebt, da sich nun mit rapide ansteigender Frequenz Ballverluste und ausgelassene Wurfchancen ins Spiel der Vorgebirgler einschlichen. Absolut konträr dazu steigerten die Gastgeber ihre Intensität und bestimmten das Geschehen fortan an beiden Enden des Feldes beinahe nach Belieben. Die Folge war ein Leverkusener 25:4-Lauf bis zum Ende des 1. Viertels, das sich schließlich mit 25:8 auf dem Spielberichtsbogen wiederfand. Selbst wenn man den Gästen das Bemühen nicht absprechen konnte, änderten sich die Kräfteverhältnisse auch im 2. Abschnitt nicht. Die Farbenstädter präsentierten sich in allen Belangen überlegen und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus, zumal die Toros im Verlauf der Partie rund ein halbes Dutzend Mal keinen Wurf vor Ablauf der Shot-Clock zustande brachten und auch ihre gewohnte Trefferquote aus der Distanz vermissen ließen. Entsprechend war die Partie schon lange vor der Halbzeitpause, die beim Stande von 47:22 für Hausherren begann, entschieden. Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Toros weiterhin indiskutabel und fanden nicht einmal ansatzweise in die Spur. Zwar verbuchte Henning Bromberg den ersten Dreipunktwurf für seine Farben. Das Team von Bayer-Trainer Jacques Schneider konterte jedoch mit einem 11:0-Run, so dass spätestens nach 27 Minuten beim Stande 62:25 ein Klassenunterschied nicht länger zu leugnen war. Auch wenn den Gästen in den folgenden Minuten geringfügige Ergebniskosmetik gelang, stand die Leverkusener Zweitvertretung am Ende des 3. Spielperiode bei einer 66:32-Führung vor einem Kantersieg. Zu Beginn des finalen Abschnitts kamen die Hausherren zu weiteren 12 Punkten, unterbrochen nur von Christoph Molitor und Arne Tigges, die per Korbleger bzw. Dreier wenigstens vereinzelte Lebenszeichen für die Toros gaben. Trotzdem konnte Sechtem sich nun sogar noch glücklich schätzen, dass die Farbenstädter im Bewusstsein ihrer deutlichen Führung und der bevorstehenden Sektdusche, mit der Meisterschaft und Aufstieg ausgelassen gefeiert werden sollten, mehr als einen Gang zurückschalteten. Die Niederlage wäre nämlich ansonsten sogar noch deutlicher ausgefallen. Stattdessen konnten die Bornheimer in der Schlussphase mit 8 aufeinander folgenden Zählern den klaren Rückstand wenigstens geringfügig verkürzen. So galt es bei Spielschluss einen mehr als deutlichen 83:47-Erfolg des TSV Bayer 04 Leverkusen über die Sechtem Toros zu vermelden, mit dem die Gastgeber ihre herausragende Saison mit Meisterschaft und Aufstieg in die 1. Regionalliga West krönten. Stimme von Head-Coach Meik Bassen "Glückwunsch an Leverkusen zum heutigen Sieg sowie zur Meisterschaft und Aufstieg. Mein Trainer-Kollege Jacques Schneider hat über die gesamte Saison sein Konzept hervorragend umgesetzt, während wir davon immer wieder abgewichen sind. Mit Ausnahme von Daniel Bartel war meine Mannschaft heute weder läuferisch noch mental auf der Höhe, was ich mir als Coach natürlich auch selbst ankreiden muss. Das war heute ein Klassenunterschied und indiskutabler Auftritt meiner Mannschaft, der einer genauen Nachbetrachtung bedarf.“ Statistik Paul Hörschler (3 Punkte/1 Dreier), Stefan Hahn, Christoph Molitor (8), Arne Tigges (8/1), Henning Bromberg (5/1), Joel Lukeba (4), Daniel Bartel (7), Lars Terlecki, Magnus Arens, Richie Muke, Niklas Weise (3), Miguel Iglesias Fernandez (9) Freiwurfquote: 73,9 % (17 von 23) Der Tabellenstand Nach der heutigen Niederlage werden die Sechtem Toros im Klassement der 2. Regionalliga West ihren bisherigen 3. Tabellenplatz mit hoher Wahrscheinlichkeit einbüßen. Allerdings waren zum Redaktionsschluss dieses Berichts noch nicht alle Begegnungen des Abends beendet. Außerdem spielt die DJK Adler Frintrop erst Morgen, so dass die genaue Position der Toros erst am frühen Sonntagabend feststehen wird. Blick voraus Am Samstag, 30.03.2019 18:15 Uhr steht für die Sechtem Toros das dann bereits vorletzte Heimspiel der Saison 2018/19 gegen die Zweite Mannschaft des ETB Schwarz-Weiß Essen auf dem Programm. Das Team aus dem Ruhrgebiet kam am Nachmittag zu einem 85:75-Heimsieg gegen die Zweitvertretung der RheinStars Köln und nimmt aktuell unabhängig von den noch ausstehenden Ergebnissen den 7. Tabellenplatz ein. Fotos zum Spiel von Helmut Eversmann Ergebnisse der restlichen Spiele 2\. Regionalliga West 1
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„Totgesagte leben länger.“ Vor einigen Monaten noch wäre es nicht vermessen gewesen, den TSV Havelse als heißen Abstiegskandidaten zu bezeichnen. Der ehemalige Zweitligist der Saison 1990/91 hatte sich bis Ende letzten Jahres in einem beständigen sportlichen Sinkflug befunden, ehe am 22. Spieltag mit einem Sieg gegen den VfL Oldenburg eine kleine Trendwende eingeleitet werden konnte. Aus dem tragischen Helden wird der Phönix aus der Asche Vor einem halben Jahr noch hatten wir an selber Stelle – nicht ganz frei von Süffisanz – den Werdegang der Havelser mit dem Verlauf einer griechischen Tragödie verglichen: Ein Held, der den besten gesellschaftlichen Kreisen entstammt, stürzt vom höchsten Glück ins tiefste Unglück. Indes vergaßen wir seinerzeit, dass jedes antike Trauerspiel auch von einem retardierenden Element lebt, das das Unglück zeitweise hinauszögert. Blöd nur, dass dieses sich aus Lübecker Sicht ausgerechnet am 10. Spieltag manifestieren musste, als die Grün-Weißen völlig überraschend mit 1:2 in Havelse unterlagen. Eine dauerhafte Trendwende bewirkte dies indes nicht. Der taktischen Meisterleistung gegen die Aufstiegsaspiranten von der Trave folgten bis zum 21. Spieltag sieben Niederlagen, drei Unentschieden und ein einziger Sieg. Erst mit dem neuen Jahr kehrte der sportliche Erfolg zurück und mit ihm die Hoffnung, am Ende dieser Spielzeit doch noch die Klasse halten zu können. Derzeit trennt nur ein Punkt die Havelser vom rettenden Ufer. Mehr noch! Durch den 2:1-Erfolg beim FC Eintracht Norderstedt haben die Niedersachsen gleich fünf Mannschaften (Rehden, Jeddloh II, St. Pauli II, Lüneburg und Norderstedt) in den Abstiegskampf hineingezogen. Erhebt sich hier der Phönix aus der Asche? In jedem Falle gibt es einen Aufwärtstrend, der mit einem Namen verbunden ist: Jan Zimmermann. Ein neuer Trainer, zwei Rückkehrer und eine Ausleihe Obwohl der selbsternannte „Familien-Klub“ Ende Oktober 2018 noch ein emotionales Treuebekenntnis zum damaligen Trainer Christian Benbennek abgegeben hatte, erfolgte am 26. November die brüske Kehrtwende. Um „die bestmögliche sportliche Ausgangsposition“ zu schaffen, so Vereinsmanager Stefan Pralle, wurde schließlich der 39jährige Zimmermann als Nachfolger verpflichtet. Zimmermann, der einen Monat zuvor überraschend als Übungsleiter beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder hingeworfen hatte, konnte die angeschlagenen Havelser wieder in die Erfolgsspur bringen; auch wenn noch nicht alles zum Besten steht. „Aufschwung trotz Stagnation“ titelte denn auch der Kicker in seiner Online-Ausgabe. Und auch der neue Trainer sieht seine Mannschaft noch nicht am Ende des Weges: „Wir haben noch viel Potenzial. Also wollen wir uns von Woche zu Woche steigern. Die Mannschaft ist ja noch jung, und deshalb müssen wir immer ruhig arbeiten“, ordnet Zimmermann die Möglichkeiten seiner Mannschaft für die letzten Partien der laufenden Saison ein.” Begünstigt werden könnte diese positive Entwicklung durch den Umstand, dass mit Noah Plume, einem defensiven Mittelfeldspieler, und Niklas Tasky, einem gelernten Innenverteidiger, gleich zwei ehemalige Leistungsträger zum TSV Havelse zumindest vorläufig zurückgekehrt sind. Denn ähnlich wie Besfort Kolgeci, der leihweise von Eintracht Braunschweigs U23 zu den Rot-Weißen gestoßen ist, könnte auch Plume gegebenenfalls wieder zum Drittligisten SF Lotte zurückkommandiert werden. Trainer Jan Zimmermann setzt in jedem Falle auf den Rückkehrer-Effekt. Besonders mit Blick auf Niklas Tasky geriet Havelses neuer Übungsleiter regelrecht ins Schwärmen: „Niklas ist sowohl sportlich als auch als Persönlichkeit eine absolute Bereicherung. \…\] Und wenn man sich seine Bilanz der vergangenen zwei Jahre beim TSV anschaut, fällt eines auf: Die Erfolgs- und Punktequote in den Spielen, in denen er mitspielte, war höher als in den Partien, in denen er nicht dabei war.“ Was bedeutet dies für den VfB Lübeck? Die Grün-Weißen werden am kommenden Montagabend auf eine Mannschaft treffen, die sich wieder im Aufwind befindet und darüber hinaus durch die Neuzugänge sportlich wie moralisch stabilisiert sein dürfte. Dass die Partie zudem auf Sport1 zur besten Sendezeit live übertragen wird, dürfte für die Havelser ein weiterer Ansporn sein, sich besonders teuer zu verkaufen. Zur Erinnerung: Die letzte Abendbegegnung zwischen dem VfB Lübeck und dem TSV endete am 30. April 2018 auf der Lohmühle mit 1:1. (Quelle: VfB Lübeck) [www.unserort.de/Luebeck
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