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Nach Wintergrau kommt Frühblüher-Farbrausch

Saisonstart im Gräflichen Park

Bad Driburg. Zehntausende Tulpen, Narzissen und Krokusse - in wochenlanger Feinarbeit haben Chefgärtner Heinz-Josef Bickmann und sein Team den Grundstein für die diesjährige Frühblühershow im Gräflichen Park gelegt. Von Ende März bis Anfang Juni verwandeln 286 verschiedene Sorten der Zwiebelpflanzen den englischen Landschaftspark wieder in ein holländisches Farbenmeer à la Mini-Keukenhof.

Historische Kirschallee wiederhergestellt

Neben den Tulpen und vielen weiteren frühblühenden Zwiebelpflanzen, die den Frühling hauptsächlich im Piet-Oudolf-Garten und den Beeten an den Tennisplätzen begrüßen, wird in diesem Jahr auch die Kirschblüte zu einer Attraktion im 64 Hektar großen englischen Landschaftsgarten der Grafen von Oeynhausen-Sierstorpff. Mit 49 neu gepflanzten Kirschbäumen hat das Gärtnerteam die historische Kirschallee zwischen Gräfin-Margarethe-Allee und Golfplatz sowie zwischen Moritz-Allee und der Gräflichen Gärtnerei wiederhergestellt. Circa Mitte April werden die Steinobstbäume in voller Blüte stehen und die Allee, die dem Gräflichen Park zusammen mit der Moritz Allee als Eichenallee, der Birkenallee am ehemaligen Clubhaus und der Lindenallee an den Moorteichen einen ganz eigenen Alleecharakter verleiht, in eine duftend-weiße Promenade verwandeln.

Tulpenattraktion

28.600 Exemplare der Liliengewächse recken sich allein in 286 Beeten an den Tennisplätzen an der Gräfin-Margarethe-Allee aus der Erde. Weitere 30.000 Tulpen erwachen an den Logierhäusern und hinter den Brunnenarkaden aus ihrem Winterschlaf und erfüllen damit aufs Neue Heinz-Josef Bickmanns größten Gärtner-Traum. „Ich wollte hier schon immer eine Tulpenshow mit besonderen und seltenen Tulpensorten machen", so der Direktor der Gräflichen Parks und Gärten. Umso mehr freut es ihn, dass sich die Tulpenshow nach ihrer Premiere vor vier Jahren als Attraktion im Gräflichen Park etablieren konnte. Das sei vor allem der engen Zusammenarbeit mit der niederländischen Firma „Verver" zu verdanken. „Nur hier bekommen wir zum Beispiel große Zwiebeln, die sogar etwas mehr als zwölf Zentimeter Umfang haben und für eine entsprechend große Blüte sorgen", sagt Heinz-Josef Bickmann.

Neben der außergewöhnlichen Größe sind es vor allem exotische und sehr seltene Sorten, wie die schwarz blühende Black Parrot, die grün blühende Green Star oder die bereits vor 1900 gezüchtete Acuminata, welche die Zahl der Bewunderer seit 2012 stetig anwachsen ließen. „Einige Besucher schauen während der Blütezeit regelmäßig im Gräflichen Park vorbei", so Heinz-Josef Bickmann. Denn manche Tulpensorten verändern über die Zeit ihre Farbe und hüllen das 64 Hektar große Areal von Woche zu Woche in ein neues Gewand. Daneben ergänzen duftende, lilienblütige, gefranste und besonders spät blühende Greigii Tulpen die botanische Vielfalt im Gräflichen Park.

Langjährigen Besuchern mag zudem auffallen, dass das mittlere Stauden-Beet im Piet-Oudolf-Garten ergänzt wurde. „An Stelle von 76.000 Frühblühern, wie noch im Jahr 2012, finden dort nun 120.000 Stück ihren Platz", betont der Direktor der Gräflichen Parks und Gärten. Von einem kräftigen Rot steigern sich diese zu satten dunklen Farben. Dabei folgt die Bepflanzung erneut der Komposition von ‚Tulpenqueen' Jacqueline van der Kloet und wird ab Mai von Piet-Oudolfs bunter Staudenkreation abgelöst. Die Zwiebeln zu den verschiedenen Tulpensorten können direkt bei „Verver" oder über Heinz-Josef Bickmann erworben werden.

Bäume gegen Verkehrsgeräusche gepflanzt

Um den Gräflichen Park entlang der Brunnenstraße noch stärker gegen Verkehrsgeräusche abzuschotten, wurden außerdem 50 Säulenbuchen, Riesenthujen und Libanon-Zedern gepflanzt. „Mit einer finalen Höhe von 15 bis 20 Metern erzeugen die Bäume bei den Besuchern das Gefühl, mit dem Betreten des Parks in eine andere Welt einzutauchen", sagt Heinz-Josef Bickmann. „Draußen bleibt auch draußen, sozusagen."

Bad Hermannsborn

Auch im Park in Bad Hermannsborn ist der Frühling bunt: Der Mammutbaum ragt nun aus einem bläulich-violetten Kranz von 20.000 botanischen Krokussen (Ruby Giant). Der Pavillon am Silberberg wurde gründlich renoviert und ist mit seinem Blick auf den Teich zum kleinen Schmuckstück avanciert.

Neu: Eine Karte, viele Parks

Ab diesem Frühjahr ist der Gräfliche Park außerdem Teil einer Kooperation, in deren Rahmen sich Gärten und Parks in ganz Deutschland zusammengeschlossen haben. Wer eine Dauerkarte für eine der Grünanlagen besitzt, hat mit dieser auch eine Eintrittskarte für alle anderen Gärten und Parks, die sich an der Initiative beteiligen. Mitglieder sind in Berlin der Britzer Garten, die „Gärten der Welt", der Botanische Volkspark Blankenfelde Pankow und der Natur-Park Schöneberger Südgelände. In Cottbus nimmt der CMT teil, in Niedersachsen das Gartenkulturzentrum und darüber hinaus sind der Gartenschaupark Rietberg, der Maximilianpark Hamm, der Palmengarten in Frankfurt sowie der Schloßpark Lichtenwalde beteiligt. Auch im Stadtpark Lahr, dem Brückenkopf-Park Jülich, dem Sauerlandpark Hemer und der Landesgartenschau Zülpich gelten die Dauerkarten aller teilnehmenden Gärten und Parks.

Details:

Park - Öffnungszeiten

April bis Oktober täglich 8 bis 18 Uhr

Park - Preise

Tageskarten inkl. 50% Gutschein

Erwachsene 5 Euro

Kinder bis 14 Jahre frei

Sonderregelungen:

Besucher Piet Oudolf Garten frei

bis 30 Min. (nur über Südkasse)

Jahreskarten inkl. 100% Gutschein

Erwachsene 19,50 Euro

Schüler/Stud. (ab 14 J.) 15 Euro

Familien (2 Erw. + 30 Euro

Minderjährige Kinder)

Jahreskarten für Bürger umliegender Städte ohne Gutschein

Erwachsene 25 Euro

Schüler/Studenten 15 Euro

Familien 40 Euro

Parkführungen

• Allg. Führung: jeden Dienstag, 14.30 Uhr, 3 Euro/Person

Garten: Tulpenattraktion

Gärtnerteam mit Krischbaum: Historische Kirschbaumallee wiederhergestellt.

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
07. April 2016, 00:00