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Historie, Gegenwart und Zukunft

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Historie, Gegenwart und Zukunft

Unser Dorf hat Zukunft: Dringenberg gewinnt den ersten Preis auf Kreisebene

In der Dringenberger Zehntscheune zeichnete Landrat Friedhelm Spieker die Siegerdörfer des diesjährigen "Unser Dorf hat Zukunft"-Kreiswettbewerbs aus. Das Burgdorf kann sich über den mit 2.000 Euro dotierten ersten Preis freuen. Aber auch alle anderen teilnehmenden Orte sind Gewinner. Denn die Menschen, die in ihnen leben, haben sich gemeinsam Gedanken gemacht und sich mit vereinten Kräften für die Zukunft ihres Ortes eingesetzt.

Für dieses Engagement erhielten die Nieheimer Ortschaften Eversen und Holzhausen jeweils einen 2. Preis in Höhe von 1.500 Euro. Die Dörfer Merlsheim, Oeynhausen (beide Stadt Nieheim) und Ottenhausen (Stadt Steinheim) wurden mit einem dritten Preis in Höhe von 1.000 Euro ausgezeichnet.

Sonderpreise (jeweils 500 Euro) für herausragende Leistungen im Bewertungsbereich soziales und kulturelles Leben erhielten Eichholz (Stadt Steinheim) und Istrup (Stadt Brakel). Außerhalb des Wettbewerbs wurde das Projekt "Evangelische Kapelle" des Nieheimer Dorfes Himmighausen mit einer Geldprämie in Höhe von 500 Euro gefördert.

Mit minutenlangen stehenden Ovationen und lautem Jubel feierten Schützen, Sportler, Musiker und die vielen weiteren Vertreter der insgesamt 36 Vereine und Gruppen im Burgdorf den ersten Preis ihres Heimatortes. Angesichts des großen Zusammenhalts der Menschen in der ehemaligen Titularstadt zeigte sich nicht nur Höxters Landrat Friedhelm Spieker von diesem Moment tief beeindruckt.

"Auf besonderen Wunsch: Freunde, Mitbürger, Römer", begrüßte Ingrid Pape vom Dringenberger "Unser Dorf hat Zukunft"-Team die Gäste in der Zehntscheune mit einem Augenzwinkern. "Ich bin ein Dorfkind und stolz darauf. Ich weiß, dass Kühe nicht lila sind, ich weiß, wie frisch gemähtes Gras riecht und wie wichtig der Zusammenhalt im Ort ist, um gemeinsam eine sichere Zukunft für kommende Generationen zu gestalten", betonte sie.

"Wir alle haben gewonnen", so Pape. Weil jeder Einzelne sich innerhalb der Dorfgemeinschaft einsetze, für ein lebens- und liebenswertes Dringenberg, mit viel Eigenverantwortung, Herzblut und Engagement. Diese Attribute seien ein Garant der hohen Lebensqualität im Burgdorf. "Unsere Vereine bilden das Rückgrat und den Motor des dörflichen Lebens. Ein großes Dankeschön an euch alle dafür", unterstrich die Dringenbergerin. Denn Dörfer seien ein gelungenes Beispiel für eine gelebte Mitmachgesellschaft und Basisdemokratie.

Dem schloss sich auch Landrat Friedhelm Spieker in seiner Laudatio für die Siegerdörfer an. "Für die Menschen in allen teilnehmenden Ortschaften gilt: Sie warten nicht auf andere, Sie handeln selbst", betonte er. Neben allen wirtschaftlichen und konzeptionellen Aspekten seien Dörfer vor allem eines - Heimat. Genau dies hätten alle Teilnehmer unter Beweis gestellt. "Unsere Dörfer haben trotz Abwanderung und Überalterung eine gute Zukunft, wenn sie sich auf ihre Stärken besinnen: Unternehmergeist und Gemeinsinn", unterstrich der Landrat.

"Dringenberg, die Titularstadt auf dem Berge, bietet einen ebenso gelungenen wie zukunftsweisenden Brückenschlag zwischen Historie, Gegenwart und Zukunft. Dies gilt in herausragender Weise für das Historische Rathaus, die Burg und die Zehntscheune als stimmiges Ensemble mit umfassenden Nutzungsfacetten und zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten für Vereine, Kultur und Geschichte", heißt es in der Begründung der Bewertungskommission.

Dringenberg punktet als Dorf mit einer kreisweit wohl einmaligen Vereinslandschaft, die fast alle Lebensbereiche und Sparten abdecke und so eine umfassende Selbst- und Eigenhilfe unter Beweis stelle. Besonders beeindruckt war die Kommission auch von der gelungenen Umsetzung des Genossenschafts-Projekts Dorfladen. Mit 20 ausgewiesenen Bauplätzen verfüge der Ort zudem über ein zukunftssicherndes Baugebiet.

"Es waren ihr Elan und Ihre mühevolle Arbeit, die Dringenberg diesen Erfolg beschert haben. Ich freue mich mit Ihnen, dass dieses Engagement nun mit dem 1. Platz belohnt wurde", gratulierte Bad Driburgs Bürgermeister Burkhard Deppe den Dringenbergern. Dorfentwicklung sei keine von oben verordnete Maßnahme - sie könne nur gelingen, wenn es Menschen gibt, die mit Freude und Kreativität ihre eigenen Ideen einbringen, die Überzeugungsarbeit leisten, in Disputen besonnen bleiben, ausgleichend und integrierend wirken, so Deppe. "Der bisherige Wettbewerb zeigt deutlich: Dringenberg, wie auch die weiteren Ortsteile, haben ganz im Sinne des Wettbewerbs-Mottos eine gute Zukunft vor sich", unterstrich der Bürgermeister. (SR)

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Veröffentlicht
12. Juli 2019, 03:57
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