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Gehrden: „Kunst wohin man schaut

Gehrden: "Kunst wohin man schaut"

Zum Jubiläum "1150 Jahre Gehrden" wird ein großes Spektrum an Kunst zu entdecken sein. Der Ort präsentiert sich den Besuchern mit drei verschiedenen Ausstellungen. Als kleines idyllisches Dorf hat Gehrden noch viele Grünanlagen mit hochwertigem Baumbestand zu bieten. In diesem lebenswerten Fleckchen Erde haben sich in den vergangenen Jahren viele Künstler niedergelassen. Einige der Akteure haben zum Thema: "Unsere Baumriesen - zwischen Heute und Morgen" interessante Kunstwerke geschaffen, die in einer Freiluftausstellung rund um Kirche und Schloss gezeigt werden.

Die Initiatorin Renate Judith hat eine "begehbare Rauminstallation" geschaffen. "Christo hat mich inspiriert", sagt die Gehrdenerin. Farbige Segel werden hierbei um ein Baum gespannt und damit ein magischer Kreis geschaffen.

Ein besonderes Augenmerk legen die Gehrdener auch auf die kleinen Kinder als Künstler. Die Kindertagesstätten Gehrden und Frohnhausen, sowie die Grundschule Dringenberg haben sich mit Feuereifer an der Ausstellung beteiligt.

Der zweite künstlerische Höhepunkt wird in der St. Peter und Paul Kirche sein. Die Kirchengemeinde verfügt über einen reichhaltigen Kunstbesitz, Schätze sakraler Kunst, die zum großen Teil aus der Zeit des Benediktinerklosters stammen, das im Jahr 1142 in Gehrden gegründet wurde. Neben der imposanten Architektur und der prächtigen Ausstattung der Kirche, wird in einer eigenen Präsentation anlässlich des Jubiläums Sakrale Kunst gezeigt.

Aus der Sakristei und aus dem Archiv und Depot des Erzbistums werden unter anderem zu sehen sein: Liturgische Gefäße wie Monstranzen, Reliquiare und Kelche, Paramente, kostbare Messgewänder, aber auch Figuren, die manch einem Besucher vielleicht noch Erinnerung an frühere Zeiten bringen.

Eine weitere Ausstellung der besonderen Art wird im Schloss und der Orangerie zu finden sein. Hier stellt der in Gehrden aufgewachse Künstler Thomas Jessen seine Werke aus. Der Maler (*1958 in Lübbecke, Westfalen), zählt zu den sehr bekannten Künstlern unserer Zeit.

Er hat 1980-86 an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Gerhard Richter und als Meisterschüler von Alfonso Hüppi studiert. Seine Werke befinden sich in etlichen Sammlungen, er hat sich u. a. einen Namen mit kirchlichen Auftragsarbeiten gemacht und ist in München mit seiner umfassenden Portraitreihe von Erzbischöfen und kirchlichen Würdenträger für das erzbischöfliche Palais, die auch Papst Benedikt XVI und Kardinal Marx zeigen, bekannt geworden.

Sein malerisches Werk zeichnet sich durch ein hohes Maß an Dynamik, mystischer Bestimmtheit und Unmittelbarkeit aus. Seine Spannweite ist breit, sie geht über fotorealistische Portraits, abstrakte Gemälde sowie monumentale Pflanzenbilder. Im Schloss Gehrden/Orangerie werden vorwiegend großformatige Pflanzenbilder, sowie abstrakte Malerei und zu sehen sein, die mit sakralen Skulpturen in einen Dialog treten.

Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, den 17. August, um 18 Uhr in der Kirche St. Peter und Paul in Gehrden statt. Hierzu sind alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Brakel, umliegender Ortschaften sowie Kunstinteressierte herzlich eingeladen.

Die Ausstellungen können weiterhin besichtigt werden in der Zeit vom

17. August bis 16. September.

Die Öffnungszeiten der Kirche, des Kreuzgangs sowie der Orangerie sind Samstags und Sonntags. Auf Anfrage, zum Beispiel für Gruppen, sind Besichtigungen auch werktags möglich (Pfarrbüro Gehrden, 05648/380). Der Freiluft-Kunstpfad kann jederzeit besichtigt werden.

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Veröffentlicht
10. August 2018, 06:36
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