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(ots) /- Sonntagmittag verletzte sich ein Fallschirmspringer bei der Landung schwer. Sein Haupt- und sein Reserveschirm hatten sich während des Öffnungsvorgangs verdreht. Der 58-Jährige war zuvor vom Flughafen Holtenau mit drei weiteren Springern gestartet. Ein Rettungswagen brachte den Verletzten in ein Krankenhaus. Lebensgefahr bestand nicht. Gegen 10:15 Uhr absolvierte der als Gastspringer angereiste 58-Jährige zunächst einen Eingewöhnungssprung, um die Bedingungen des Flugplatzes in Holtenau kennenzulernen. Gegen 12:00 Uhr startete er gemeinsam mit drei weiteren Springern in einer Cessna 182 zu seinem zweiten Sprung. Im Gegensatz zum ersten Sprung trug er diesmal einen Wingsuit. Der 58-Jährige, der in Fachkreisen mit ca. 100 absolvierten Sprüngen noch als nicht so erfahren gilt, verließ in 3000 m Höhe als letzter Springer das Flugzeug. Nach jetzigem Ermittlungsstand, der sich auch aus einem Video ergibt, welches von dem Geschädigten mittels einer Helmkamera aufgenommen wurde, verdrehte sich beim Öffnen zunächst der Hauptschirm. Der Schirm wurde von dem Geschädigten abgeworfen und der Reserveschirm ausgelöst. Auch dieser verdrehte sich beim Öffnungsvorgang. Nach Aussage eines Zeugen sei das Verdrehen der Schirme auf eine instabile Lage des Springers zurückzuführen. Die instabile Lage sei vermutlich durch den vom Springer getragenen Wingsuit hervorgerufen worden. Die Kriminalpolizei schließen zurzeit einen technischen oder einen Materialfehler aus, da sich beide Schirme nach Zeugenaussagen schnell und vollständig geöffnet hätten. Es gelang dem 58-Jährigen noch während des Fluges die Leinen des Reserveschirms zu entwirren. Ein Flugfehler beim Landemanöver führte jedoch zu einem harten Aufprall auf einer Wiese im Tilsiter Weg in Altenholz, bei dem er sich schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen, zuzog. Ein Rettungswagen brachte den Verletzten in ein Krankenhaus. Matthias Felsch
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