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Wegweiser für Flüchtlinge in Altenbeken

Website und Broschüren informieren

Knapp drei Monate ist es her, dass sich rund 80 interessierte Bürgerinnen und Bürger im Rathaus trafen, um sich über die Flüchtlingssituation in ihrer Gemeinde zu informieren. Seither kommen viele von ihnen regelmäßig zusammen, um aktiv zu helfen. In verschiedenen Arbeitsgruppen bereiten sie Wohnungen vor, organisieren Möbel- und Kleiderspenden, helfen bei Behördengängen, geben Deutschkurse und veranstalten Familien- und Spielenachmittage.

Inzwischen haben die Helfer auch eine eigene Website freigeschaltet. Ideengeber und verantwortlicher Webmaster ist Simon Atzbach. Mitgewirkt haben Freunde von München, Bonn und Kalifornien aus. "Wir wollten eine Plattform zum Informationsaustausch zwischen Bürgern und Geflüchteten schaffen", erzählt Christina Böddeker, eine der Koordinatorinnen des Unterstützerkreises. Unter http://www.asyl-altenbeken.de finden Flüchtlinge eine Menge wertvolle Informationen. "Sachen finden" und "Deutsch lernen" heißen die Rubriken oder "Von A nach B kommen" und "Aktivitäten". Auch für Bürger ist die Seite interessant, betont Christina Böddeker. "Wenn Sie Wohnungen vermieten oder Möbel und Kleidung abgeben wollen, erfahren Sie hier, wie das am besten geht". Einen Deutschkurs oder eine Mitfahrgelegenheit anbieten, die Website zeigt auf, wie"s geht. Aktuell werden die Infos in deutscher und englischer Sprache angeboten.

"Der Unterstützerkreis für Flüchtlinge in der Gemeinde Altenbeken ist inzwischen zu einer wertvollen Hilfe geworden, auch für die Gemeindeverwaltung", betont Bürgermeister Hans Jürgen Wessels. Der Rathauschef zeigt sich beeindruckt von dem vielfältigen Engagement der ehrenamtlichen Helfer. "Wir erleben eine außerordentliche Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung. Und die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Unterstützerkreis klappt ebenfalls bestens". Ein Beleg sei auch die neue Willkommensbroschüre, so Wessels. Die ist in enger Kooperation zwischen Helfern und Verwaltung entstanden. Das 20-Seiten-Heft liegt in deutscher, englischer und in wenigen Tagen auch in arabischer Sprache vor. Eine französische Version erscheint in Kürze.

Die Koordination des Unterstützerkreises erfolgt durch Dietlinde Stach (Sprachunterricht/Dolmetscherdienste) und Christina Böddeker (Willkommenskultur). Sprecher der Arbeitsgruppen sind Simon Atzbach (Website), Hans-Reiner Knoke (Behörden), Stefan Moock (Sachspenden), Anne Planz (internationales Familiencafè), Brigitte Striewe (Begegnungscafè), Barbara Hartmann (soziale Projekte), Elisabeth Micus (Schulpflicht) und Michaela Zelfo (Kleiderspenden).

Wegweiser-Vorstellung im Begegnungscafè: Dietlinde Stach mit Lucrecia aus Ghana, Mani aus Afghanistan, Elisabeth Micus, Christina Böddeker, Bürgermeister Hans Jürgen Wessels, Anne Planz mit Tochter und Barbara Hartmann (sitzend von links)

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Veröffentlicht
11. Dezember 2015, 00:00
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