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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

der Herbst hat zwischenzeitlich mit riesen Schritten Einzug gehalten und zeigt sowohl seine trüben als auch seine wunderschönen Seiten. Diese findet man insbesondere in unseren Wäldern, denn nie ist ein Wald bunter und schöner und duftet angenehmer, als im Herbst. Die zahlreichen Staus auf den Straßen hingegen zeigen, dass den Autofahrern durch den Wetterwechsel und das Laub auf den Straßen einiges abverlangt wird.

Die Verkehrssituation in der Alten Turmstraße bis in die Markfeststraße beschäftigt seit einiger Zeit viele Mitbürgerinnen und Mitbürger, ggf. auch Sie. Die Verwaltung hatte in den zurückliegenden Monaten zahlreiche Hinweise auf ständige Geschwindigkeitsübertretungen erhalten und auf Initiative des Ortsbürgermeisters eine Fußgängerzählung durchgeführt, um insbesondere die Nutzungsfrequenz durch Fußgänger an der Querungsstelle am Alten Turm zu erheben. Wie zu erwarten war, nutzen zahlreiche Fußgänger, darunter viele Schulkinder, täglich gerade diesen Bereich zum Überqueren der Straße. Obwohl in diesem Bereich eine Tempo 30-Zone eingerichtet ist, haben unsere Geschwindigkeitsmessungen Spitzenwerte jenseits der 65 km/h ergeben. Und: Wenige Meter die Straße herunter wurde jüngst unser Bezirkspolizist auf seinem Dienstroller durch ein auf die Gegenfahrbahn geratenes Fahrzeug angefahren und schwer verletzt.

Um die Verkehrssicherheit gerade für ältere Menschen und Schulkinder an dieser Stelle zu erhöhen, hat sich die Verwaltung im Sommer nach Prüfung mehrerer Optionen zur Installation so genannter Kölner Teller zur Geschwindigkeitsregulierung entschieden. Da die Installation erstmals im Gemeindegebiet erfolgte, stand sie unter dem Vorbehalt einer Piloteinrichtung. Um eine potenzielle Geräuschbelästigung für Anwohner möglichst gering zu halten, wurde im Rahmen einer Testinstallation die für eine Tempo 30- Zone empfohlenen Teller beschafft und angebracht sowie in Abstimmung mit dem Straßenverkehrsamt des Kreises mit der erforderlichen bzw. vorgegebenen Beschilderung versehen. Wichtig zu wissen ist, dass Verkehrszeichen und -einrichtungen grundsätzlich nur bei zwingendem Erfordernis und durch das Kreisstraßenverkehrsamt angeordnet werden dürfen. Die Gemeinde kann Anträge stellen, ist hier aber am Ende nur ausführendes Organ.

Da es in der Folge gleichwohl zur Kritik an der Geräuschentwicklung durch Anwohner kam, hat die Verwaltung gemeinsam mit der Bezirkspolizei und dem Straßenverkehrsamt nach einer alternativen Lösungsmöglichkeit gesucht, die dem Sicherheitsbedürfnis der Fußgänger und dem Ruhebedürfnis der Anwohner gleichermaßen entspricht. Es wird daher zeitnah zu einer Änderung der Installation in diesem Bereich kommen, die dann ihre Eignung unter Beweis stellen muss. Ziel ist die dauerhafte Reduzierung der Durchfahrtgeschwindigkeit im gesamten Bereich Alte Turmstraße bis hoch in die Markfeststraße. Die Kölner Teller als grundsätzlich sinnvolle Einrichtung zur Geschwindigkeitsreduzierung sollen an anderer Stelle im Gemeindegebiet eingesetzt und weiter verwendet werden.

Man muss sich immer wieder vergegenwärtigen, dass das Problem nicht die geschwindigkeitsregulierenden Maßnahmen sind. Das Problem stellen die rücksichtslosen Verkehrsteilnehmer dar, die die Straßenverkehrsordnung und Geschwindigkeitsbegrenzungen verletzen und dabei wissentlich das Leben und die Gesundheit der übrigen Verkehrsteilnehmer aufs Spiel setzen.

Erfreulich ist, dass zwischenzeitlich mit den zurzeit laufenden Erdarbeiten nun auch erste Bautätigkeiten auf dem Gelände der Firma GETEC auf dem Campus Aldenhoven festzustellen sind. Der noch unter Siegburger Adresse firmierende Getriebeentwickler investiert in Aldenhoven rund 3,2 Mio. Euro und wird demnächst auf knapp 17.000 Quadratmetern sein neues Produktions-, Büro- und Entwicklungszentrum mit mehreren Dutzend neuen Arbeitsplätzen betreiben.

Das Wohnbauprojekt der gemeindeeigenen WOGA in der Frauenrather Straße wird in Kürze ebenfalls Fahrt aufnehmen. Die Baugenehmigungen liegen vor und ich gehe davon aus, dass der erste Spatenstich gegen Ende November erfolgen wird. Viele Interessierte haben sich bereits auf die bei der WOGA geführte Warteliste eintragen lassen und schauen sicherlich genauso gespannt wie ich darauf, wann es endlich losgeht.

Mit Spannung warten auch viele Engelsdorfer auf den anstehenden Anschluss an das Glasfasernetz. Das erforderliche Leerrohr wurde zwischenzeitlich nach Engelsdorf gelegt, so dass der Netzbetreiber in Kürze mit der Verlegung der Glasfaserleitung und der Installation der entsprechenden Anschlussschränke beginnen kann. Die Kabelverlegung soll dann bis Ende November abgeschlossen sein. Mitte November wird der Netzbetreiber die Engelsdorfer Bürgerinnen und Bürger in einer Informationsveranstaltung vor Ort über seine Aktivitäten und die zukünftigen Angebote informieren. Eine Einladung dazu folgt in Kürze.

Ich freue mich darüber, dass sich langsam aber zunehmend wieder ein umfangreicheres Kulturangebot in Aldenhoven etabliert. Ergänzend zu den traditionellen Vereinsveranstaltungen und dem Oster- und Weihnachtsmarkt werden wir versuchen, regelmäßig weitere Veranstaltungen in unsere Gemeinde zu holen bzw. anzuregen. Im musikalischen Bereich konnte mit dem Konzert des Original Don Kosaken Chors Serge Jaroff am 14. Oktober ein erster Akzent gesetzt werden. Kunst hingegen können wir in unserer Gemeinde auch selbst - und das auf hohem Niveau. Das zeigt nicht nur die erfolgreiche Weltpremiere und „Schilderwald"-Ausstellung unserer Schulen und Kindergärten auf dem Kunstfeld des Aldenhovener Römerparks in Zusammenarbeit mit dem Aldenhovener Künstler Karl Heinz Schumacher. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler haben sich im letzten Winter zudem an einer gemeinsamen Ausstellung beteiligt. Dieser Zusammenschluss Aldenhovener Künstler wird seine gemeinsamen Aktivitäten ab sofort unter dem Namen „Kunstgipfel Aldenhoven" gestalten. Darauf haben sich die Beteiligten bei unserer letzten gemeinsamen Sitzung im Rathaus geeinigt. Gleichzeitig hat man u. a. entschieden, auch im nächsten Jahr erneut eine gemeinsame Ausstellung im Ludwig Gall Haus zu veranstalten.

Wussten Sie übrigens, dass es auch alljährliche Theateraufführungen in unserer Gemeinde gibt? Mit dem Theaterverein „Einigkeit" in Siersdorf verfügt die Gemeinde Aldenhoven über eine regionale Bühne, die u. a. Lustspiele und Kindertheater (Weihnachtsmärchen) aufführt und sich über neue Mitspieler sehr freut. Ende November ist es im Saal Thoma in Siersdorf wieder soweit: Dann wird das Märchen Frau Holle hoffentlich viele Kinder und Familien erfreuen.

Fest etabliert hat sich auch unser Aldenhovener Jugendrat, der in diesen Tagen seinen ersten Geburtstag feiert und sich in diesem Jahr auch erstmals an der Sammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. beteiligen wird. Ich gratuliere den jungen Leuten herzlich zu ihrem ersten Geburtstag, freue mich über ihre Motivation und bin gespannt darauf, welche Projekte sie in diesem Jahr angehen werden.

Über seine verschiedenen Aktivitäten berichtet der Jugendrat in einem gesonderten Artikel in diesem Heft.

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Herbst. Vielleicht nutzen auch Sie die nächsten Wochen zu einem Waldspaziergang und genießen den Reiz und die entspannende Wirkung der Natur. Und wie immer gilt Ihnen allen mein Wunsch: Bleiben Sie gesund!

Herzlichst, Ihr

Ralf Claßen

Bürgermeister

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Veröffentlicht
04. November 2016, 00:00
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