Sag uns, was los ist:

44 Schüler und Schülerinnen vertreten die GAL bei Schwimmwettkämpfen Sportprofil der Gesamtschule Aldenhoven-Linnich weiter geschärft Nass und um eine Wettkampferfahrung reicher kehrten am 26. Februar gleich 44 GALlier der Gesamtschule Aldenhoven-Linnich von den Kreismeisterschaften im Schwimmen, zurück. In den Wettkampfklassen II und IV waren 5 Mannschaften aus den Stufen 6 bis 9 gemeldet und nahmen an den unterschiedlichen Wettbewerben teil. Vor allem die geforderten Lagen Delfin und Schmetterling stellten die GALlier im Training vor große Herausforderungen, die auch mit der engagierten Unterstützung der Linnicher Schwimmmeister und durch Sondertrainingseinheiten überwunden wurden. Zudem wurde im Sportunterricht und im Ergänzungsunterricht (ERMO) Schwimmen mit den Schülerinnen und Schülern trainiert. Der Baustein Schwimmen zählt zu einem wichtigen Bestandteil des Sportprofils der GAL. Unterstützt und motiviert wurden die Schülerinnen und Schüler während des Wettkampfs durch die Lehrkräfte Petra Wellmann, Miriam Waldau, Norbert Stupp sowie einem Elternteil und einer Schwimmmeisterin des Linnicher Hallenbades. Ein Ziel des Sportprofils der Gesamtschule Aldenhoven-Linnich ist es, möglichst viele Schülerinnen und Schüler an das Schwimmen und den Schwimmsport heranzuführen. Dabei übernimmt die Teilnahme an Wettkämpfen einen Teil der Wettkampferfahrung und der Persönlichkeitsentwicklung auf sportlicher Ebene. Zum Abschluss der Wettkampfphase werden die schwimmenden GALlier mit einem Ausflug ins Spaßbad belohnt, was den Teamgeist der Schwimmgruppe sicherlich weiter stärken wird. Die Schwimmer und Schwimmerinnen danken dafür dem Förderverein der GAL, der sich entschloss, diesen Ausflug finanziell zu unterstützen und somit auf seine Art sowohl das Sportprofil als auch den Teamgeist der Gesamtschule Aldenhoven-Linnich zu fördern.
mehr 
Aldenhoven Stadt oder doch nur Marktflecken? Wie sah es in Aldenhoven, einem "Marktflecken" unweit der Stadt Jülich, in französischer und den ersten Jahren der preußischen Zeit zwischen 1798/1814 und um 1830 aus? Diesen Fragen geht eine neue Veröffentlichung der Joseph-Kuhl-Gesellschaft in der Reihe "Forum Jülicher Geschichte" nach. Unter dem Titel "Aldenhoven: Eine rheinische Ortschaft zwischen Dorf und Stadt in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts" erfährt man vieles über die Aldenhovener Historie aus bisher unbekannter Archivmaterialien. Am 25.4.2019 wurde der neue Band durch den Mitherausgeber und Mitautor Prof. Dr. Günter Bers im traditionsreichen Aldenhovener Ludwig-Gall-Haus in Anwesenheit von Bürgermeister Ralf Claßen sowie zahlreicher weiterer Gäste vorgestellt. Seinerzeit gehörte Aldenhoven zum französischen Roerdepartement und im Anschluss zur preußischen Rheinprovinz. Zunächst werden die Verwaltungsstrukturen in der Franzosenzeit untersucht. Bemühungen Aldenhovens, in den Rang eines so genannten Kantonshauptortes erhoben zu werden, scheiterten. Dennoch erlangte Aldenhoven vor allem im Bereich der Justiz überörtliche Bedeutung und war im Finanzwesen in ein überraschend kantonsübergreifendes Administrationsnetz eingespannt. Eine möglichst große Effizienz der Verwaltung war jeweils oberstes Gebot. Die in der Franzosenzeit geschaffenen Strukturen hatten lange Bestand und schlugen auch unter der anschließenden preußischen Herrschaft zu Buche. Aldenhoven entwickelte sich zu einem von zahlreichen Gewerben geprägten Ort. Es lassen sich mindestens 65 verschiedene Berufe nachweisen und die Biografien etlicher Gewerbetreibender nachzeichnen. Es herrschten dort ein lebhafter Durchgangsverkehr und ein reges Marktgeschehen mit großem Publikum. Damit hob sich Aldenhoven deutlich von den übrigen ländlichen Ortschaften der Region ab und besaß das Format einer Kleinstadt. Dennoch wurde der Ort - auch nicht mit dem zuletzt in den 1970er Jahren unternommenen Versuch - nie Stadt im eigentlichen Sinne. Das Buch kann wie alle übrigen Publikationen bezogen werden durch den Buchhandel oder direkt bei der Geschäftsstelle der Joseph-Kuhl-Gesellschaft in Jülich, Dr.-Weyer-Straße 4. E-Mail-Anfragen richten Sie bitte an: Aldenhoven, zwischen Stadt und Landgemeinde,eine Betrachtung aus der Historie heraus "Eine rheinische Ortschaft zwischen Dorf und Stadt". So lautet der Titel der jüngsten Veröffentlichung der Joseph-Kuhl-Gesellschaft im Forum Jülicher Geschichte. Das von Professor Günter Bers und Dr. Sabine Graumann bearbeitete Thema bezieht sich auf den Ort Aldenhoven in der Zeit der französischen Besetzung in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Professor Bers stellte das Buch kürzlich vor einem interessierten Publikum in Aldenhovens "guter Stube", der ehemaligen Peter-Paul-Kapelle im Ludwig-Gall-Haus vor. Aldenhoven war damals ganz kurze Zeit von den Franzosen zur Kantons-Hauptstadt innerhalb des Roer-Departements erkoren worden. Jülich wollte man nicht, weil es hier zu viele feudalistische Strukturen gab. Also wählte man Aldenhoven, nicht zuletzt weil hier die beiden Jakobiner-Brüder Wilhelm und Franz-Theodor Biergans lebten, die von den Ideen der französischen Revolution angetan waren und eine Art Plebiszit für eine Reunion mit Frankreich unterzeichnet hatten. Die Bestellung des Kantons Aldenhoven erfolgte am 18. Mai 1798 mit 27 Orten zwischen Baesweiler und Lohn. Das war zur damaligen Zeit gleichbedeutend mit der "Stadtwerdung". Der Kanton Aldenhoven hatte aber nur eine kurze Lebensdauer von einem knappen Monat. Man hatte Aldenhoven als "religiös-motivierten Ort" ausgemacht, was auch nicht den Gedanken der Revolution entsprach. Also wurde der Hauptort des Kantons nach Linnich verlegt. Da Linnich zu dieser Zeit durch die Kriegsereignisse sehr zerstört war, musste die Kantonsverwaltung zunächst weiter in Aldenhoven bleiben. In der Preußenzeit nach 1815 konnte Aldenhoven den Wunsch nach dem Sitz eines Friedensgerichtes realisieren. Seine städtischen Strukturen verbesserten sich. Noch deutlicher wird das in den weiteren Untersuchungen von Prof. Bers, das "Jahrmarktgeschehen und die Sozialstruktur" betreffend. Schon im Mittelalter unterschied sich Aldenhoven von den übrigen Bauerndörfern durch ein reges Wirtschaftsleben, angeregt durch fünfmal jährliche Markttermine. Eine Privilegierung, die nur größeren Städten gewährt wurde. Aldenhoven war begünstigt durch seine Lage an seit der Römerzeit bestehenden Fernstraßen und auch durch seine Entwicklung als Marienwallfahrtsort ab dem Jahre 1654. Es waren Märkte zwischen einem und 8 Tagen, die von weit her kommenden Anbietern beschickt wurden. Die von diesen zu zahlenden Markt- oder Standgelder waren eine beträchtliche Einnahmequelle für die kommunalen Finanzen. Hieraus entwickelte sich auch eine Sozialstruktur mit vielen nur in Städten üblichen Handwerksbetrieben und Handelsgeschäften. Diese Entwicklung dauerte bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, dem Anschluss Aldenhovens an die Eisenbahnlinie und der Gründung von Kaufhäusern, welche die Märkte allgemein in den Hintergrund rückten. Aus den gleichen Gründen scheiterte auch der Versuch, einen Wochenmarkt zu installieren, obwohl es zum Leidwesen der Region die unmittelbare Eisenbahnverbindung zwischen Jülich und Aachen über Aldenhoven seit dem 30. Mai 1980 nicht mehr gibt. Gelungen ist dagegen das Wiederaufleben des Weihnachtsmarktes. So sehr der städtische Charakter des Ortes durch die Bedeutung der Märkte für Aldenhoven und die Umgebung sowie Vielfalt und Vielzahl der Gewerbetreibenden bestätigt wird, so überwog doch damals die ländliche Struktur, die Prof. Bers an der Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und der Vielzahl an landwirtschaftlichem Vieh festmachte. Damals 1897 wurden zum Beispiel 357 Stück Rindvieh, 201 Schweine, 105 Ziegen und 1.811 Hühner gezählt. Das erste Exemplar seines neuen Werkes überreichte Professor Bers an Bürgermeister Ralf Claßen.
mehr