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Brandursache geklärt: Kinder hatten mit Feuer gespielt

(ots) - Die polizeilichen Ermittlungen im Brandfall Lütticher Straße sind heute nach erfolgter Spurensicherung und Befragung der überlebenden Angehörigen abgeschlossen. Die Untersuchung der Brandstelle durch Ermittler und einen Brandsachverständigen hat ergeben, dass der Brand im Kinderzimmer des ersten Obergeschosses ausgebrochen war. Da ein technischer Defekt an dieser Stelle sicher ausgeschlossen werden kann, deutet alles darauf hin, dass die drei Kinder dort mit Feuer gespielt und das Unglück ausgelöst haben. Zum Zeitpunkt der Brandentstehung befanden sich die zwei-, vier-und fünfjährigen Jungen allein in ihrem Kinderzimmer. Die Eltern und ein einjähriger Junge waren zu dieser Zeit im Erdgeschoss. Das Feuer entstand für die Eltern zunächst unbemerkt in der Nähe eines der Kinderbetten. Es griff auf das Mobiliar über und entfachte sich so zu einem Zimmerbrand. Die Kinder flüchteten über einen kleinen Flur und eine Treppe nach oben in ein weiteres Kinderzimmer im Spitzdach, wo sie später tot geborgen wurden. Als die Eltern das Feuer in der oberen Etage bemerkten, hatte sich bereits dichter Rauch im Flur ausgebreitet. Der 27- jährige Vater der Kinder versuchte noch verzweifelt, sich mit einem Feuerlöscher einen Weg durch die giftigen Rauchwolken nach oben zu bahnen. Er hatte allerdings keine Chance mehr, nach oben zu gelangen. Er konnte sich schließlich mit der Mutter und dem Kleinkind nur noch leicht verletzt nach draußen retten. Obwohl Feuerwehr und Polizei schnell am Ort eingetroffen waren, kam für die Kinder im Dachgeschoss leider jede Hilfe zu spät. Gestern hatten die Ermittler mit dem Sachverständigen das Haus auf Spuren untersucht. Hierbei unterstützte die Aachener Feuerwehr die Beamten tatkräftig, indem sie mit half, Brandschutt aus dem Haus zu tragen. Dieser wurde akribisch nach Hinweisen durchsucht. Es konnten aber keine Rückstände gefunden werden, die Aussagen dazu zu lassen, womit die Kinder gezündelt haben oder was sie angezündet haben. Die Aachener Polizei ist immer noch sehr erschüttert und traurig, dass es zu diesem tragi-schen Unglück gekommen ist. Sie wünscht der Familie, den Angehörigen und Nachbarn und auch den eingesetzten Rettungskräften nun alle Kraft, die nötig ist, dieses schreckliche Ereignis zu verarbeiten.

Für den Fall, dass es weitere Personen gibt, die seelsorgerische Betreuung wünschen, kann die Polizei diese Unterstützung veranlassen. Wir bitten in dem Fall um Kontaktaufnahme mit der sachbearbeitenden Dienststelle der Kriminalpolizei Aachen unter der Rufnummer 0241-9577-31101.

-- Sandra Schmitz --

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Veröffentlicht
20. Januar 2012, 11:17
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