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Begeisterndes Akademiekonzert #### Gregor Sauer und Martina Vormann-Sauer musizieren in der Musikakademie MuSAH Sauer begann mit der Uraufführung eines eigenen Klavierwerkes, welches drei historischen Jahrestagen gewidmet war: 30 Jahre friedliche Revolution in Deutschland, 80 Jahre Beginn des 2. Weltkrieges, 70 Jahre Grundgesetz. So lautete denn auch der Titel des Werkes. Eröffnend und abschließend erklangen - als den Rahmen bildende Originalzitate - die Revolutionsetüden Chopins op. 10 Nr. 12 und op.25 Nr. 12, während der Mittelteil aus verschlungenen Bearbeitungen verschiedener Nationalhymnen gebildet wurde. Sauer gelang damit ein über bloße Virtuosität hinausweisendes ergreifendes Werk. Beethovens Sonate op. 57 f-moll, Nr. 23 (Appassionata) eröffnete Sauer mit dem rhythmisch aufgeladenen Allegro assai, welches schließlich in dem ruhigen Dahinströmen des zweiten Satzes (Andante con moto) mündete. Das Feuerwerk des Allegro ma non troppo im dritten Satz bildete den beeindruckenden Abschluss des großartigen und souverän dargebotenen Werkes. Zwei Werke von Féderic Chopin beschlossen das Klavierprogramm: Ballade g-moll, op. 23, Nr. 1 und Scherzo b-moll, op. 31, Nr. 2. Sauer überzeugte sowohl in den lyrisch-besinnlichen Passagen als auch im brillanten Laufwerk und klarer Phrasierung. Zum 200. Geburtstag Jaques Offenbachs sang Martina Vormann-Sauer die Barkarole aus Hoffmanns Erzählungen, eines seiner bekanntesten und beliebtesten Werke. In dem hochemotionalen Prière von Gounod beeindruckte M. Vormann-Sauer mit ihrem tiefgründigen Vortrag und warmen Timbre. In der Arie Quel passagier son io von Vivaldi gefiel die Sängerin besonders mit ihrer klagschönen Stimme, durchdachten Phrasengestaltung und virtuosen Verzierungskunst. Sauer agierte am Flügel als versierter und einfühlsamer Begleiter. Mit dem festlichen Praeludium und Fuge G-Dur, BWV 541 von Joh. Seb. Bach setzte Sauer an der Konzertorgel den krönenden Abschluss des Konzertes. Das begeisterte Publikum applaudierte anhaltend.
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