Mit einem Mini-Kader in der Bezirksliga
26.07.10 : 13:38 : 283 mal gelesen : Verstoß melden
geschrieben von Lea Offermann
VfR Wipperfürth darf sich keine Verletzungen erlauben
Für Norbert Scheider ist wohl die schwerste Saison als Trainer des VfR Wipperfürth angebrochen. Er steht vor seiner elften Saison und die Zeiten werden hart, denn mit einem 17- Mann-Kader werden große Ziele in der Bezirksliga nicht so leicht erreichbar sein. Norbert Becker arbeitet seit vielen Jahren als Co- Trainer und Betreuer mit dem Trainer zusammen. Er hofft mit der Bestbesetzung so viele Punkte wie möglich machen zu können, um dadurch einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Die Angst vor verletzten Spielern während der Saison ist groß. Sollte dies der Fall sein, dann lösen sich die gesteckten Ziele in Luft auf. Ein Härtefall deutete sich bereits beim ersten Testspiel der Vorbereitung an. Als Gegner hätten sie dem Bezirksligisten BV Gräfrath gegenübergestanden. Doch der VfR musste absagen, denn vier Spieler waren im Urlaub und vier weiter verletzt.
Die Wipperfürther Mannschaft hatte acht Abgänge in der letzten Zeit. Einige davon waren lange vorher angekündigt, andere wiederum haben die Trainer enttäuscht. Becker beklagte die kurzfristigen Abmeldungen, denn dies mache es immer schwieriger mit verbindlichen Zusagen zu arbeiten.
Auf Grund der kleinen Größe des Kaders muss sich Scheider auch Gedanken über die taktische Ausrichtung machen. Wenn einige Spieler gleichzeitig ausfallen, dann müssen andere auf unbekannten Positionen aushelfen. Dadurch entstehen Schwächen. Auch eine gute Verbindung zur zweiten Mannschaft wird immer unabkömmlicher für den VfR.
Umso mehr freuen sich die Wipperfürther, dass der Stürmer Methan Dalboy nach einem Jahr beim SSV Süng zu seinem Heimatverein zurückkehrt. Im letzten Sommer hatte er nach einem unbefriedigenden Jahr in der Landesliga dem VfR Wipperfürth den Rücken gekehrt und den Weg nach Süng gesucht. Mit vielen Toren in der Vergangenheit kehrt er nach Wipperfürth zurück und darf sich nun erstmals in der Bezirksliga präsentieren. Ein weiterer Zugang kommt aus den Reihen des Heiligenhauser SV. Er heißt Roberto Coccimiglio und wird die Mannschaft in der Defensive unterstützen. Mit seinen 18-Jahren gilt er als Youngstar und erhofft sich so manche Chancen in der Startelf. Denn das größte Loch der Mannschaft sitzt in der Abwehr. Nach dem Fortgang von Dennis Berker, Jimmy Speicher und Marcel Thierenbach, sowie der Fußballpause von Murat Yorganci fällt es schwer zu stopfen. Ein Mann mit Erfahrungen täte dem VfR Wipperfürth in dieser Situation gut. Aus diesem Grund bemüht sich der Verein intensiv um den Zugang eines tunesischen Spielers, der bereits für die Sportfreunde Siegen hochkarätige Leistungen gezeigt hat.
Das Umfeld des Vereins trägt durch sein Fortschreiten desweitern zur Attraktivität bei. Der Kunstrasenplatz Ohler Wiesen ist längst fertig gestellt. Die Planung für eines Gastronomiebetriebs direkt am Sportplatz schreitet fort. Diese guten Rahmenbedingungen wirken für manche Spieler als Magnet, ehe Ende August die Sommertransferperiode endet.
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