Sicher Silvester feiern: Feuerwehr rät zur Vorsicht mit Feuerwerk
28.12.09 : 11:39 : 92 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Kreis Soest
(gö) „Krieg' bloß keinen Knall an Silvester!“, raten die Feuerwehren des Kreises Soest mit Kreisbrandmeister Thomas Wienecke an der Spitze. Denn sie wissen, dass es alljährlich, wenn um Mitternacht Raketen und Knaller gezündet werden, nicht nur jede Menge Spaß gibt, sondern auch immer wieder Menschen, die ihr Augenlicht oder das Gehör verlieren bzw. gefährliche Verletzungen davon tragen. Das berichtet Oberbrandmeister Michael Görge vom neu formierten Presseteam der Soester Kreisfeuerwehr. „Wenn es um Pyrotechnik, den Anblick der bunten strahlenden, leuchtenden Feuerwerkskörper und die lauten Knalleffekte geht, ist Sicherheit das oberste Gebot", betont Kreisbrandmeister Thomas Wienecke. Denn alle Jahre wieder müssten die Feuerwehren, die Rettungsdienste ausrücken, um Menschen zu helfen bzw. sie zur notärztlichen Behandlung in die Krankenhäuser zu bringen, weiß Oberbrandmeister Dirk Behrens, ebenfalls Feuerwehr-Pressesprecher und selbst im Rettungsdienst tätig.
Damit das Silvester-Feuerwerk, das ab Dienstag, 29. Dezember 2009, in vielen Geschäften zu kaufen ist, ein Vergnügen bleibt und in bester Laune zu genießen ist, hat das Feuerwehr-Presseteam wichtige Sicherheitstipps und -hinweise für die Mitbürgerinnen und -bürger im Kreis zusammengestellt.
Es sollten nur Feuerwerkskörper gekauft werden, die von der Bundesanstalt für Materialforschung in Berlin zugelassen sind. Diese sind an einer Kennung, die mit „BAM" beginnt (zum Beispiel: BAM-PII-0537), zu identifizieren. Außerdem sollte man zunächst in aller Ausführlichkeit und Gewissenhaft, die Gebrauchsanweisungen sowie die Herstellerhinweise lesen, die auf den Packungen verzeichnet sind.
Grundsätzlich dürfen Feuerwerkskörper der Klasse II nur an Erwachsene ab 18 Jahren verkauft werden. Sie sind in jedem Falle von Kindern fern zu halten. Auch wer zuviel Alkohol genossen hat, sollte nicht zu Feuerwerkskörpern greifen. Zuschauen ist dann gesünder. Pyrotechnische Artikel nie in geschlossenen Räumen zünden; selbst Wunderkerzen nicht. Auch sie können Brände rasch auslösen. Ebenfalls unerlässlich ist es, Sicherheitsabstände einzuhalten. Raketen stets senkrecht starten. Dazu bieten sich leere Flaschen an, die auf einem festen Grundgrund stehen. Um die Standfestigkeit zu erhöhen, können die Flaschen auch in leere Bierkästen gestellt werden. Sollten in der Silvesternacht Schnee und Eis vorherrschen, ist es ratsam, den Untergrund, von dem die Raketen in den Nachthimmel geschossen werden, geräumt wird, damit die „Startrampen“ nicht wegrutschen und die „Flugkörper“ den falschen Weg einschlagen. Zu beherzigen ist besonders: Niemals auf Menschen und Tiere zielen.
Weitere Tipps der beiden Feuerwehr-Pressesprecher Görge und Behrens: „Feuerwerkskörper nicht in oder auf Häuser werden, insbesondere nicht durch Fenster und andere Öffnungen in geschlossene Räume. Insbesondere zu Schuppen, Scheunen, Ställen und Strohmieten sowie Lagertanks mit brennbaren Flüssigkeiten oder Gasen sollte ein großer Sicherheitsabstand gehalten werden. Fenster während der Knallerei geschlossen halten. Blindgänger und Versager sollten unschädlich gemacht werden, zum Beispiel durch Eintauchen ins Wasser. Niemals versuchen, sie erneut zu zünden.“ Eindringlich warnen sie auch davor, Feuerwerksartikel selbst „zu basteln“. Sie empfehlen außerdem dringend, von Billigprodukten, wie sie schon mal auf Flohmärkten angeboten werden, die Finger zu lassen. Auch von Produkten, denen die Sicherheitshinweise fehlen. Außerdem sollte die Herkunft klar erkennbar sein.
„Wenn's um die Silvesterdekoration geht“, so ein weiterer Ratschlag des Feuerwehr-Presseteams, „nur nicht brennbare oder wenigstens schwer entflammbare Dekorationen verwenden. Auf ausreichende Abstände zwischen diesen Deko-Artikeln und offenem Feuer wie Kerzen ist zu achten. Bei elektrischen Leuchten einen Wärmestau durch Dekomaterial verhindern.“ Eine weitere gute Maßnahme zur eigenen Sicherheit sei es, für den privaten Feuerwerksspaß Löschmittel, zum Beispiel einen Eimer Wasser oder einen Feuerlöscher parat zu halten. „Passiert dennoch etwas, dann sollten sofort und ohne Umschweife Feuerwehr und Rettungsdienst über die Notrufnummer 112 alarmiert werden“, betont Kreisbrandmeister Thomas Wienecke.
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