Glasrecycling? Bitte mit Köpfchen!
04.08.11 : 15:06 : 99 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Stadt Siegburg
Auf die Trennung kommt es an
Altglas ist der wichtigste Rohstoff für die Glasindustrie. Glas lässt sich zu 100 Prozent recyceln, immer wieder, wenn es richtig sortiert im Altglascontainer landet. Das schont die Umwelt, denn die Rohstoffe Sand, Soda, Kalk und Quarz werden eingespart - von der Energie ganz zu schweigen. Rund ein Drittel weniger Wärmezufuhr ist nötig, wenn Altglas zu neuem Glas eingeschmolzen wird.
Beim Recycling ist es wichtig, dass nur Glas der gleichen Zusammensetzung eingeschmolzen wird, deshalb darf nicht all das, was der Laie als Glas bezeichnet, in den Container: Trinkgläser, Fensterglas, Glühbirnen, Spiegel und Bleiglas (etwa Vasen oder Aschenbecher) und auch hitzebeständiges Glaskochgeschirr haben im Glascontainer nichts verloren! Glas ist nicht gleich Glas. Immer wieder werden auch Porzellan, Steingutflaschen (Schnaps) und Keramik im Glascontainer versenkt. Mit schlimmen Folgen: Die Scherben können kaum entfernt werden und stören das Recycling oder machen gar einen Container völlig unbrauchbar! Die sorgfältige Trennung nach Farben spielt beim Glasrecycling eine wichtige Rolle. Trennen nach Farben macht Sinn. Weiß- und Braunglas vertragen zum Beispiel so gut wie keine anderen Glasfarben. Blaues oder andersfarbiges Behälterglas gehört in den Container für Grünglas! Nur völlig leere Gläser und Flaschen in den Container werfen.
Ein paar Zahlen und Fakten: 2006 wurden 83,6 Prozent der in Deutschland verkauften Glasverpackungen wiederverwertet, jeder Bundesbürger brachte rund 24 Kilogramm Recyclingglas zu den Sammelstellen. 300 000 Glascontainer stehen in unserem Land. Die Broschüre "Nicht alles passt ins Altglas" kann in der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale im Siegburger Rathaus kostenlos abgeholt werden. Telefonische Informationen zum Thema erhält man unter 02241/592880.
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