Gekentertes Boot, verletzte Schüler - Jugendfeuerwehr probte 24 Stunden lang
10.10.11 : 10:27 : 70 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Stadt Siegburg
Absolut authentisch
Einmal wie die "Großen" löschen, retten, bergen und schützen. Die Jungs und Mädels von der Jugendfeuerwehr haben das getan. Und das gleich 24 Stunden lang bei einer Übung, die so schnell wohl keiner vergessen wird. Viele Hände halfen mit, um das notwendige Training zu stemmen: Gruppenleiter Martin Euler, die Jugendfeuerwehr Troisdorf, die Malteser und das Jugend-DRK aus Siegburg standen parat. Der Einblick in den Berufsfeuerwehralltag - absolut authentisch!
Was war zu tun? Neben Küchendienst, Fahrzeugpflegen oder Ausbildung waren - na klar - viele Einsätze abzuarbeiten. Der Tag begann um acht Uhr, nach Überprüfung der Einsatzkleidung und des Jugendfeuerwehrlöschfahrzeuges klingelten erstmals die Funkmeldeempfänger. Ölspur im Stadtteil Deichhaus! Dies sollte nicht der letzte Alarm für die Jugendlichen bleiben. Neben zahlreichen kleineren Einsätzen wie zum Beispiel das Auslösen einer Brandmeldeanlage, unklaren Rauchentwicklungen oder kleinerer Brände, mussten die Jugendlichen in Zusammenarbeit mit der JF Troisdorf ein gekentertes Boot mit Personen am Aggerwehr retten bzw. das Boot bergen.
Brenzliger der Nachmittag. Mit dem Einsatzstichwort "B1 - Kleinbrand - vermutlich brennt Hecke" fuhren die Jugendlichen in die Friedensstraße zur Grundschule Kaldauen. Nach den ersten Erkundungen änderte sich die Situation für die Jugendlichen schlagartig: Ein Klassenraum brannte, fünf Kinder galten als vermisst. Das hieß Alarmstufenerhöhung, die Jugendfeuerwehr Troisdorf raste mit drei Fahrzeugen heran, die Malteser mit deren zwei. Die Siegburger Wehr rückte mit Teleskopmast und einem Mannschaftstransportwagen nach. Erst nachdem man die ersten Schüler gerettet hatte, stellte sich für den Nachwuchs heraus, dass dies nur eine perfekte Übungschoreographie war mit tatkräftiger Unterstützung des Jugend-DRK, deren Mitglieder die Verletzten mit kleinen Brand- und Schnittwunden geschminkt hatten.
Nach der Nachtruhe auf der Wache klingelte das Meldegerät am nächsten Morgen ein letztes Mal. Eine Person wurde im Wald zwischen Wolsdorf und Kaldauen vermisst. Auch diese Aufgabe meisterten die Floriansjünger mit Bravour. Person gerettet, Übung erfolgreich abgeschlossen. Stadtjugendwart Emanuel Bollinger war von der Vorbereitung und Durchführung beeindruckt und konnte an diesem Wochenende in glückliche und müde Augen schauen. Er zitierte einen begeisterten Jugendlichen: "Die 24 -Stunden-Übung war der absolute Wahnsinn."
Ihr möchtet ähnlich Spannendes erleben? Dann macht schnell einen Termin bei der Jugendfeuerwehr: Tel. 02241/966814 oder 0151/41827495.
http://stadtarchiv-sie…index.html
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