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Fünf-Zentner-Bombe an der Frankfurter Straße

01.12.10 : 10:43 : 176 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Stadt Siegburg

Foto Hübner-Stauf: Die Bombe als brauner Punkt in der Bildmitte.

Bombenfund auf einer Baustelle der Arbeiterwohlfahrt heute morgen zwischen Frankfurter Straße und Bahnlinie. Der Kampfmittelräumdienst ist angefordert und unterwegs. Noch ist unklar, ob die Bombe scharf ist und welche Evakuierungsmaßnahmen erforderlich sind. Möglicherweise muss im Umkreis von 200 oder 300 Meter geräumt werden. Aber das ist keinesfalls gewiss. Klar ist: Es handelt sich um eine 5-Kilo-Fliegersprengbombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Update:

Erste Ermittlungen des Kampfmittelräumdienstes haben ergeben, dass es sich bei der Fünf-Zentner-Bombe um eine mit Phosphorgemisch gefüllte Brandbombe handelt, deren Zünder noch gut erhalten ist. Vorteil Winter: Angesichts der niedrigen Temperaturen besteht keine Gefahr, dass sich möglicherweise noch vorhandene Phosphorteile entzünden. So wollen die Experten in etwa einer Stunde versuchen, den Zünder herauszudrehen. Diese Operation dauert rund zehn Minuten. Während dieser Zeit müssen die Bewohner von acht anliegenden Häusern an der Frankfurter Straße evakuiert werden. Mitarbeiter des Ordnungsamtes betreuen sie, sie finden vorübergehend Unterkunft in einem Saal der naheliegenden Polizeiwache. Bei der Arbeiterwohlfahrt reicht es aus, dass die Menschen einen der hinteren Räume aufsuchen. Szenarien, dass möglicherweise Polizei und Kreishaus hätten geräumt werden müssen, haben sich somit glücklicherweise nicht ergeben.

Update: Bombe entschärft 

Die Bombe ist entschärft, die etwa 30 aus Häusern an der Frankfurter Straße evakuierten Personen konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Türen der Agentur für Arbeit blieben allerdings vorerst geschlossen. Für zehn Minuten war die angrenzende Bahnstrecke Siegburg-Frankfurt während der Entschärfung komplett gesperrt. Der Sprengmeister des Kampfmittelräumdienstes (r.), 40 Jahre Berufserfahrung, erläuterte, mit welcher Hinterlassenschaft man es zu tun hatte: Es handelte sich um eine am Fuß aufgeplatzte 500-Pfund-Phosphorbombe. 10 Kilo Sprengstoff waren dazu da, die Bombe platzen zu lassen, um das hochentzündliche Phosphorgemisch freizusetzen. Diese Flieger-Brandbomben sorgten in den Kriegsjahren für beispiellose Zerstörung in den Großstädten, Zehntausende kamen durch sie ums Leben. Die beschädigte Bombe wurde mit Gips ummantelt und vom Kampfmittelräumdienst zur weiteren Bearbeitung auf ein Kölner Militärgelände gebracht. Wegen der Kälte war die Explosionsgefahr zum Glück gering. Foto: Ordnungsamt


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Bombe entschärft  Foto: Ordnungsamt
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