Das Ende der Abtei - Huhn: "Historische Tragweite"
09.11.10 : 14:37 : 137 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Stadt Siegburg
Zu der verkündeten Entscheidung der Siegburger Benediktiner, ihr Kloster auf dem Michaelsberg zu verlassen und für immer aufzugeben, erklärt Bürgermeister Franz Huhn: "Der Weggang der Mönche ist von historischer Tragweite, der Weggang wiegt schwer, sehr schwer. Denn die Abtei auf dem Michaelsberg ist nicht nur das baulich weithin sichtbare Symbol Siegburgs; die Mönchsgemeinschaft und Annos 'viel liebe Stadt', sie waren und sie sind - bei allen Verwerfnissen einer fast tausend Jahre langen Geschichte - stets eine starke und lebendige Verbindung gewesen. Geprägt von einem tiefen Gefühl der Zusammengehörigkeit. Gelebt durch ein aufrichtiges Bewusstsein um gemeinsame Identität. Ein Siegburg ohne eine Mönchsgemeinschaft auf dem Michaelsberg ist nicht mehr die Stadt, die sie vorher gewesen ist. Der Weggang der Mönche macht uns in unserer Zeit, die so sehr auf weltlich-vergängliche Dinge fokussiert ist, ärmer. Auf die Zukunft bezogen werden wir alles Erdenkliche und in unseren Kräften Mögliche tun. Schon heute habe ich Herrn Dechant Peter Weiffen gebeten, einen Termin bei Herrn Kardinal Meisner zu verabreden. Zur Zeit ist jedoch noch vieles unklar. Was uns an gewaltigen Herausforderungen, an Risiken, vielleicht aber auch an Chancen erwartet, darüber haben wir noch keinen Überblick. Klar ist: Die Ressourcen der Stadt sind begrenzt. Wichtig ist: Alle Entscheidungen bedürfen eines breiten Konsenses. Nach eigenem Bekunden fehlt dem Konvent die innere Kraft, die eigenen Ansprüche an seine geistliche Identität zu erfüllen und zudem eine stabile finanzielle Zukunft zu sichern. Das ist sicherlich eine belastende und traurig stimmende Erkenntnis - auch für mich. Jedem einzelnen der Mönche danke ich für alles, was er in Siegburg und für uns Menschen getan hat. Jedem Einzelnen wünsche ich einen guten Weg. Jedem Einzelnen wünsche ich Gottes Segen."
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Über neue Nutzungen sollte jetzt 1/2 Jahr nach Bekanntwerden langsam nachgedacht werden dürfen!
1. Eine Jugendherberge wäre z.Bsp. der ideale Ort als Ausgangspunkt für Besucher nach Köln, Bonn, den Rhein-Sieg- und Oberbergischen Kreis, das Rheintal etc.
2. Dringend erforderlich für Siegburg wäre ein Studentenwohnheim für die nahe FH Sankt Augustin (3,5 km).
Dies würde endlich mehr Leben und u.a. auch mehr Umsatz in den Abendstunden für die dürftige heimische Gastronomie bedeuten!
Und für Studenten muss St. Augustin als Wohnort doch sicher abschreckend wirken, gegenüber einem gewachsenen Städtchen wie Siegburg. - Dann doch lieber gleich bei Pension Mama und Papa wohnen!