Beim Bürgerentscheid am 19. September gilt es Blockade oder Zukunft?
25.06.10 : 14:03 : 151 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Stadt Siegburg
Am Sonntag, 19. September, kommt es zum ersten Bürgerentscheid in Siegburg. Dabei geht es um nichts weniger als die Zukunft der Stadt. Gestern Abend gab die Mehrheit des Siegburger Stadtrates den Weg frei für die Abstimmung. Es läuft wie bei einer Kommunalwahl: Alle Siegburgerinnen und Siegburger ab 16 Jahren dürfen in den bekannten Wahllokalen ihre Stimme abgeben, es gibt auch die Möglichkeit der Briefwahl. Die Blockade-Initiative zur Erhaltung des Rathauses, die allein die Verhinderung einer modernen und attraktiven Einkaufsgalerie für Siegburg zum Ziel hat, findet die Unterstützung von Teilen der Opposition im Stadtrat. Kurios: Gemeinsam hatten alle verkündet, über die Frage Neue Galerie oder altes Rathaus müssten alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt, nicht der Stadtrat, entscheiden dürfen. Gestern Abend aber wollten SPD, Grüne und Fraktionslose dem erst von rund 4.900 Unterschriften getragenen Blockadebegehren direkt stattgeben, ohne Bürgerentscheid. Die ECE-Pläne wären damit gescheitert, bevor sie der Öffentlichkeit hätten präsentiert werden können. Die übrigen 26.695 Siegburgerinnen und Siegburger wären gar nicht mehr gefragt worden. Es waren CDU und FDP, die nach zweistündiger Debatte den Weg für eine allgemeine Abstimmung aller Siegburgerinnen und Siegburger freigaben. Erfolg hat das Blockadebegehren, wenn die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger (mindestens aber 20 Prozent der 31.595 Stimmberechtigten) mit Ja stimmen würde und damit zum Ausdruck brächte, das angeblich für das Stadtbild architektonisch wichtige Rathaus müsse erhalten bleiben. Wer der Ansicht ist, Siegburgs Zukunft sei nichts für bloße Ja-Sager und man müsse im Interesse der Zukunft der Stadt auch mal verantwortungsbewusst und überzeugt "Nein" sagen können, der bringt zum Ausdruck: Das Rathaus entsteht an anderer zentraler Stelle der Innenstadt neu, ECE kann die unbedingt notwendige Fläche benutzen, um eine große Einkaufsgalerie zu errichten und Siegburg auch im Kampf gegen die Mega-Pläne in Sankt Augustin fit für die kommenden Jahrzehnte zu machen. Nein zur Blockadeinitiative heißt auch: Ja für die Ansiedlung großformatiger Geschäftsflächen in der City, die fehlen: Junge Mode etwa, ein großer Elektronikfachmarkt und - ganz wichtig - ein Lebensmittelmarkt, den es bald, nach der anstehenden Schließung von Kaisers, nicht mehr geben wird. Foto: Siegburgs Rathaus
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Ich komme zwar nicht aus Siegburg, aber ich finde die Shopping-Mall eine tolle Idee. Ich denke vorallem für die jungen Menschen macht es die Innenstadt einfach attraktiver und so profetieren alle davon.
Bearbeitet von Lea Offermann : 06.07.2010 : 16:32





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Zunächst bin ich eindeutig für die geplante Shopping-Mall, das neue Markt-Viertel, das ECE-Center, man möge es nennen, wie man beliebt. Ich bin mir sicher, dass durch eine interessante und integrative Architektur allen Unkenrufen einer Verschlechterung des Stadtbildes begegnet werden kann- ebenfalls einer Verschlechterung der Marktsituation der "Alt-"Anbieter. Die nachlassende Attraktivität sieht man nur zu deutlich an den anwachsenden Leerständen.
Wichtig erscheint mir, dass nun mindestens 40 Prozent der wahlberechtigten Bürger (mithin ca. 12640) aktiviert werden, zur Wahl zu gehen und davon mehr als die Hälfte das Bürgerbegehren ablehnt. Insbesondere unsere jugendlichen und jüngeren Bürger (ca. 32% Siegburgs von 16J-40J) sollten sich also angesprochen fühlen und ihren "Hintern" hochbekommen.
Um so mehr freut mich, dass sich die Initiative zukunft-siegburg gebildet hat, die insbesondere auch der derzeit bestehenden Presse-Einseitigkeit entgegentreten kann und vielleicht die Gruppe weitestgehend zu aktivieren vermag.
Viel Erfolg!