Bei der Feuerwehr-AG ging's tierisch zu
06.07.11 : 13:56 : 103 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Stadt Siegburg
Nachmittags zu den Lebensrettern
Feuerwehrnachwuchs wird gebraucht. Die letzten beiden Großeinsätze an der Wierig-Lagerhalle und am Seniorenzentrum zeigen, wie wichtig funktionierender Brandschutz ist.
Nur: Die Schüler sind in heutiger Zeit den ganzen Tag in der Schule, für Hobbys wie die Jugendfeuerwehr bleibt immer weniger Zeit. Der Weg aus dem Dilemma: Wenn's nach der Schule schwierig ist, die Kids zu begeistern, dann eben während einer Schul-AG. Jeden Dienstag hat Siegburgs Feuerwehrchef Thomas Glatz eine Schülergruppe von der Hauptschule am Neuenhof zu Besuch auf der Wache. Die Fünft- und Sechstklässler erfahren alles rund um den heißen Job und lernen das Einmaleins des Rettungsdiensts kennen. Welche Schläuche gibt es? Wie sieht ein Löschangriff aus? Glatz erklärt mit westfälischer Ruhe, die Kids hören andächtig zu. Natürlich vermittelt er nicht nur Theorie. So war man zum Beispiel bei der Fliegerstaffel der Bundespolizei, weil dort einerseits Piloten ausgebildet werden, die später auch in der Rettungsfliegerei tätig sind, andererseits reparieren Techniker die Helikopter, was die Jungs faszinierte. Zuletzt ging es tierisch zu. Denn, so liest man hin und wieder auch in siegburgaktuell, auch die Rettung von nicht-menschlichen Lebewesen gehört zu den Aufgaben der Männer und Frauen, die man nach dem Schutzpatron Floriansjünger nennt.
Glatz und die Schüler schauten in der letzten AG-Stunde bei Imker Dirk Franciszak in der Bertramstraße vorbei. Für Spannung war gesorgt. Ab und zu müssen die Wehrleute auch "flüchtige" Bienenvölker einfangen, so hatte Glatz im Vorfeld berichtet.
Der Imker stellte den stichfesten Anzug vor und präsentierte einen 'Smoker', ein Räuchergerät, mit dem man den Bienen suggeriert, sie seien durch Rauch in Gefahr, was zur Folge hat, dass sie sich nicht auf den Imker, sondern auf ihre Überlebensinstinkte konzentrieren. Das Highlight war das in einem gläsernen Schaukasten lebende Bienenvolk inklusive Drohnen, Arbeitsbienen und - natürlich - der Königin, die mit einem weißen Punkt auf dem Rücken deutlich gekennzeichnet war. Mit reicher Beute (Honigprobe, Wachs und Waben) marschierten die Jugendlichen stolz nach Hause. Glatz: "Diese Kinder werden die schwarz-gelb gestreiften Tierchen nun aus einer anderen Perspektive sehen und umsichtiger mit ihnen umgehen."
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