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Nahverkehrsplan: Bürgereingaben aus Ruppichteroth und Königswinter

08.09.10 : 12:17 : 203 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Rhein-Sieg-Kreis

Kreisverwaltung sichert Gespräch mit Initiativen zu

hei) – In der aktuellen Sitzung des Kreisausschuss des Rhein-Sieg-Kreises beschlossen die Ausschussmitglieder einstimmig, Bürgereingaben aus Ruppichteroth und Königswinter zum Nahverkehrsplan zur weiteren Beratung in den Planungs- und Verkehrsausschuss des Rhein-Sieg-Kreises zu verweisen.

Die Beratung hat freilich keine aufschiebende Wirkung; der am 1. Juli 2010 im Kreistag, nach eingehender Beratung, beschlossene Nahverkehrsplan tritt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 wie verabschiedet in Kraft.

Im Einzelnen handelt es sich bei den Bürgereingaben um sechs Anregungen beziehungsweise Beschwerden nach Paragraf 21 Kreisordnung NRW gegen den Wegfall der Haltestelle Winterscheider Mühle auf der bisherigen Buslinie 531. Des Weiteren wurde eine Bürgereingabe für den Erhalt der Buslinie 537 für Rauschendorf, Bockeroth, Uthweiler zur Beratung an den Planungs- und Verkehrsausschuss des Rhein-Sieg-Kreises verwiesen.

Erst vor kurzem, am 01.07.2010, hatte der Kreistag die Fortschreibung des Nahverkehrsplanes mit großer Mehrheit beschlossen. Nicht alle Wünsche aus den Kommunen konnten erfüllt werden. In einzelnen Ortsteilen von Ruppichteroth wurden Bürgerproteste laut, die sich für den Erhalt der Haltestelle „Winterscheider Mühle“ (Buslinie 531) einsetzten. In Königswinter setzt sich der Bürgerverein Rauschendorf dafür ein, dass die Buslinie 537 auf ihrem Weg von Oberpleis nach Bonn weiterhin die Ortschaften Rauschendorf, Bockeroth, Uthweiler anfährt. Beide Initiativen wandten sich mit Bürgerbeschwerden nach Paragraf 21 Kreisordnung (KrO) an den Kreis. Der Kreisausschuss hat in seiner Sitzung am 06.09.2010 die Bürgereingaben zur weiteren Beratung in den Planungs- und Verkehrsausschuss verwiesen. Zugleich sicherte Landrat Frithjof Kühn den Bürgerinnen und Bürgern zu, dass das Kreisplanungsamt Kontakt mit den Initiativen aufnehmen werde, um das persönliche Gespräch mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zu suchen.

Wie in der Aussprache während des Kreisausschusses deutlich wurde, wird sich an den neuen Fahrplangestaltungen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 bereits aus „technischen“ Gründen nichts mehr ändern können: Durch die Einbindung und Vertaktung der Linienverläufe im Verkehrsverbund besteht eine so lange Vorlaufzeit für die Umstellung und den Druck der Fahrpläne, dass sie bereits Anfang September dieses Jahres „festliegen“.

Die Kreisverwaltung versprach jedoch, dass die Auswirkungen der im neuen Nahverkehrsplan enthaltenen Umstellungen sehr aufmerksam beobachtet werden, um bei nicht erwarteten Fehlentwicklungen gegenzusteuern. Darauf hatten auch die Kreistagsabgeordneten der Fraktionen bei der Verabschiedung des Nahverkehrsplanes großen Wert gelegt. Im Rahmen des Begleitbeschlusses zum Nahverkehrsplan hatte der Kreistag ohnehin eine Evaluation der beschlossenen Maßnahmen gefordert.


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