W-LAN - S I E WERDEN AUSSPIONIERT
17.05.10 : 16:40 : 387 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von H. Arno D. für
Bürgerbewegung Street View
Nicht mein erster Beitrag zu GOOGLE. Und bestimmt nicht mein Letzter.
Machen wir uns nichts vor. George Orwells Vorhersagen ("1984") sind längst Realität. Staatlich wie privat.
Durch eine dumme Panne wird bekannt, dass der (private) Internet-Golem nicht nur Ihre Wohnung, Ihr Häuschen usw. abfotografiert und für alle Welt sichtbar ins Internet stellen will. Freiwillig hätte er das wohl nicht kommuniziert.
Wenn die Galgenautos durch die Straßen patrouillieren, schlägt man gleich noch einige Fliegen mit einer Klappe.
Verfügen Sie über ein WLAN – ein funkbasiertes Netz zum Internet–Empfang - in Ihrem angeblich unverletzlichen (! Grundgesetz Art. 13.1) Domizil?
Dann hat Google das erstens registriert.
Zweitens liest man seither Ihre private elektronische Post mit, sofern Sie nicht ausgefuchste Passwörter verwenden.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann man auch horchen, wenn Sie skypen. Dass GOOGLE jeden über seine Seiten aufgerufenen Internetkontakt speichert, ist nicht neu.
Daher auch der dringende Rat, YAHOO als Suchmaschine zu benutzen.
Dämmert da irgendetwas? Gibt es nicht im Grundgesetz einen Artikel, der auch das Brief- und Telefongeheimnis garantiert? Art. 10 (1)? Mit Ausnahmen, gewiss, für staatliche Aktionen, Abs. 2. Falls von einem Richter angeordnet.
Aber sicherlich niemals für Internetspione.
Die aber – stehen halt über dem GG.
Natürlich hat GOOGLE auch Zugang zu Ihren privaten Bankdaten. Und Handy-Daten. Obwohl man das nach wie vor gewunden irgendwie .. leugnet.
Hoch und heilig verspricht der Herr Kay Overbeck von GOOGLE Transparenz (auf einmal?) und die Daten „zu löschen“. Unter Aufsicht.
Von wem denn?
Jeder DV-Fachmann weiß, dass es kaum Leichteres gibt, als 600 GB Daten zu kopieren und zu verstecken.
Huch! Wie sich Datenschützer, Verbraucherministerium usw. auf einmal aufregen! Als wäre das alles völlig unerwartet, unvorhersehbar, überraschend.
Nein, ist es nicht.
Wer auch nur ansatzweise in der Datenverarbeitung Bescheid weiß, kannte a) die Möglichkeiten, b) die grenzenlose Dreistigkeit des Internetkraken.
Wer auch nur laienhaft programmieren kann, weiß, dass es in keinem denkbaren Fall möglich ist, "ungewollt, rein zufällig, unbeabsichtigt" Programme oder Programmteile zu speichern, in Software zu integrieren, anzuwenden. Die Behauptung des Hauptverantwortlichen für Softwareentwicklung bei GOOGLE, Alan Eustace, grenzt an Schwachsinn. Aber GOOGLE beschäftigt keine Grenzdebilen, erst recht nicht auf derartigen Positionen.
Die für ihre meist ausgewogene und fundierte Berichterstattung bekannte FAZ weist am 18.5. (S. 4 und 15) darauf hin, dass die aufgedeckten Praktiken höchstwahrscheinlich strafbare Tatbestände erfüllen (§ 202b StGB, Haft bis zu 2 Jahren) und ohnehin gegen das Bundesdatenschutzgesetz BDSG verstoßen. Selbst der selten auf Bürgerhöhe argumentierende KStA wirft diese Frage in seinem Kommentar "Großer Bruder außer Kontrolle" auf S. 4 auf.
Es wird höchste Zeit, GOOGLE und jedem anderen jedwede Ausspähung privater Daten bei empfindlichsten Strafen zu untersagen. Geldstrafen nicht unter 100.000 €. in jedem Einzelfall (für GOOGLE immer noch Portokasse) und .. nur das zieht: Haft nicht unter 6 Monaten für die Verantwortlichen.
P. S. Wir haben übrigens Post bekommen.
Zunächst die empörte Mail eines GOOGLE-Mitarbeiters. Der beschwerte sich bitterlich, weil wir es wagen, auf die Praktiken von GOOGLE hinzuweisen. Wenn wir ihm glauben dürfen, dann handelt es sich bei GOOGLE um den größten Wohltäter der Menschheit seit .. na, sagen wir mal: Dem Erfinder des Rades.
Dann, nach der dritten schriftlichen Untersagung, unsere Immobilien im Netz feil zu bieten, vom Datenkraken selbst. Vage kündigt man an, sich evtl. mit unseren (nicht nachvollziehbaren, dümmlichen) Bedenken zu befassen, wenn ..
Keineswegs respektiert man unser Veto ohne wenn und aber.
Wenn 10 – 20 % der Bürger GOOGLE auf die Pelle rücken, können sie Street View eintüten.
Also: Worauf warten Sie?
Oder sind wir schon so abgestumpft?
Schließlich, nachdem das Bundesverbraucherministerium drei Mal eine Kopie eben jener Untersagungsverfügung erhalten hat, die Ankündigung, sich um die gefährdeten Bürgerrechte zu kümmern.
Ich denke, wir sollten die Möglichkeit nutzen, hier, über unserort, eine Petition, eine Resolution, Sammlung von Untersagungen zu initiieren.
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Wow Sauerei das mit mit Streetview. Hoffentlich gibts bald ne Petition dazu. Ist schon eine offen?
Das Thema wird immer brisanter. Sucht man auf unserort nach "Street View" kommen Berichte einiger Kommunen aus der Umgebung zusammen, die ihre Bürger aufklären wollen. Eine Petition findet sicherlich breiten Anklang.






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Wirklich gruselig was da passiert. Mit einer Petition könnte man sicherlich Aufmerksamkeit erzielen und Google unter Druck setzten. Ich würde jedenfalls unterschreiben.