Schlaglöcherparade
06.08.11 : 18:42 : 162 mal gelesen : Verstoß melden
geschrieben von H. Arno D.
Der Winter 2010 / 11 – ein zugegeben harter, sibirischer – hat seine Spuren auf unseren Straßen hinterlassen.
Er scheint anzudauern.
Seit Ende März holpern motorisierte Verkehrsteilnehmer über die Hauptstraße in Rösrath bzw. Hoffnungsthal.
An zahlreichen Stellen finden sich immer noch Schlaglöcher von geschätzt 5 cm Tiefe, dazu oft scharfkantige Kanaldeckel, Regeneinläufe, Hydrantendeckel, die zentimeterhoch überstehen. Auf den Fotos wäre das deutlicher zu sehen,. wenn sie dreidimensional wären, aber - fahren Sie mal dort.
Es scheint ein bis heute ungeachtet Raumfahrt, Überschallflugzeugen, Computern usw. technisch unlösbares Problem darzustellen, nach Reparaturen die erwähnten Metallteile korrekt einzubauen und folgende Erosionen des Straßenbelags wenigstens zu mindern.
Das Fahrvergnügen beginnt in Höhe Runkel, erreicht einen ersten Höhepunkt bei der Zufahrt Venauen, setzt sich in Höhe der Stadtwerke fort. Übrigens ist der Gerottener Weg nicht besser dran. Ganz den Mantel der Scham decken wir über die Rotdornallee. Die ist seit 20 Jahren als Fahrzeugaufhängungversuchsstrecke der BAST. Vermutlich geht es vielen Straßen nicht besser, aber ich sehe mich nicht als Schlaglochfahnder.
Besonders anfällig erweisen sich auch die Übergang zwischen Fahrbahn und Brücke, so z. B. an der Volberger Sülzbrücke
Wer ist verantwortlich?
Der Straßenzug ist als Landstrasse ausgewiesen. Dei Hauptdurchgangsstraße West - Ost. Mithin dürfte Straßenbaulastträger das Land bzw. dessen nachgeordnete Behörde sein (früher hieß sie wohl: Landesstraßenbau).
Die Hydrantendeckel usw. jedoch stammen von den Stadtwerken Rösrath. Für das Wasser- und Abwassergeschäft bis hin zum Regenwasser zahlen die Bürger Gebühren. Daraus ist auch der Bau bzw. Unterhalt der Oberflächenabschlüsse zu finanzieren. Daher ist mir schnuppe, ob auch in Overath, Bergisch Gladbach oder Köln die Straßen ein bejammernswertes Niveau aufweisen können, worauf man flugs verweisen wird, wette ich.
Möglicherweise hat auch ein Privater bei Baumaßnahmen (Hausanschluss u. ä.) wenig Wert auf die korrekte Wiederherstellung der Oberfläche geachtet. Aber wenigstens das hätte die zuständige Behörde das bei der (erfolgten?) Abnahme beanstanden müssen.
Die Stadtwerke tragen sich mit dem Gedanken, künftig auch die Strom-, evtl. auch die Gasversorgung (?) zu übernehmen.
Angesichts der Straßenmisere ein kühnes Unterfangen, wenn Sie mich fragen.
Wer nicht einmal damit klar kommt ...
(Nebenbemerkung: Siehe hier auf unserort den Beitrag "Stromnetz übernehmen?" Da droht ein Schlagloch, in dem Millionen Platz finden, wenn alles schief läuft, v. a. sofern nicht bald unter professioneller Leitung mit wirtschaftswissenschaftlichem oder technischem Hintergrund gearbeitet wird).
Welche Ortspolitiker kümmern sich um das Thema?
Wer weitere Stellen kennt, kann sich hier melden (siehe Kommentare).
Gleich ein Foto mitsenden.
Tipp: Die Zufahrt zum neuen "Werkstattgebäude" Eulenbroich. Die versprüht teilweise den Charme der Ex-Täterä des alleinseligmachenden Sozialismus gleich nach der Wende (nicht nur Straßenbelag, auch Brücke, oberer Teil in Höhe von St. Nikolaus, Unkrautfelder usw).
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