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Ganoveneinladung Street View - Fortsetzung!

27.02.10 : 11:43 : 563 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von H. Arno D. für
Bürgerbewegung Street View

Hinweis:

Ab sofort können Sie hier auf unserort dem Bürgerbegehren (Petition) beitreten!

Die dunkle Macht des Internet bedroht Sie, Dich, mich, uns - abgesehen von der Datensammelwut, wann immer Sie Google benutzen, die allgegenwärtige Suchmaschine - in einer weiteren, nie gekannten Dimension.

Ich 'google' nicht. Ich meide Google strikt und nutze die Suchmaschine von YAHOO. Vielleicht yahooe ich. Auch das negativ belastetes Denglisch.

Ob die Bürgerrechte stärker achten, entzieht sich meiner Kenntnis, Street View jedenfalls machen sie nicht. Ich meide auch Produkte, die bei Google werben, so weit es möglich ist.

Haben Sie es schon bemerkt?

Seit etwa 2 Jahren fahren Autos mit 360-Grad-Rundumsichtkameras auf dem Dach unser Land ab und filmen alle Straßen, Häuser, Gebäude, Autos, Menschen, die dort zufällig unterwegs sind.Datenschutz? Privatsphäre?Ignoriert.Existiert nicht für Big Brother. Lt. Focus Nr. 4/10: Die Datenkrake.

Immerhin: Man wolle Gesichter und Autokennzeichen wenn möglich unkenntlich machen.

Glauben Sie, dass das zu 100 % funktioniert? Ich nicht. Ich bin seit 1963 EDV-Pro und glaube zu wissen, wovon ich rede.Was wollen Sie, ich gegen diesen Riesen tun?Tun? Lachhaft. Sie, Du, ich - Ameisen. Bestenfalls.Wenn schon die ansonsten mit Regeln, Verordnungen, Regularien, Gesetzen zur Einschränkung der Bürgerlichen Rechte, unserer seit Aufklärung und französischer Revolution hart erkämpften Freiheit, allgegenwärtige EU-Kommission auf Tauchstation bleibt?

Die basteln lieber an Verordnungen – Verzeihung, aber ich schätze nun mal Bürokraten nicht – über den Abfackelwinkel griechischer Bürokratenpupse.

Wo bleibt die Bundesregierung? Wo bleiben Justiz- und Verbraucherminister?Haben die nichts anderes im Sinn als geklaute Daten anzukaufen?Es kann doch nur so sein, dass die Beweislast umgekehrt wird: Google oder wer auch immer darf solche Bilder nur veröffentlichen, wenn zuvor zugestimmt würde.Bitte machen Sie von der Möglichkeit Gebrauch, zu Hunderttausenden, wenn es geht Millionen, Google zu verbieten, Ihr Eigentum als Einladungsportal für Diebe und andere Verbrecher weltweit zu zeigen.Das und nichts anderes wird dabei heraus kommen.Hier der entsprechende Link: ()Unten angehängt das von mir überarbeitete Formular. Die Formulierungen des Ministeriums scheinen mir nicht umfassend genug.

Widersprechen Sie jetzt. Wenn Sie Mieter sind – können Sie das auch tun oder fordern Sie das von Ihrem Vermieter.

Nur am Rande:

Was halten Sie von dem weiteren GOOGLE-Dienst, Millionen von Büchern einfach so online zu veröffentlichen?

Ohne Autoren und Verlage auch nur zu fragen. Ohne deren Zustimmung.Und natürlich ohne ihnen Lizenzgebühren zu zahlen.Urheberrecht? Zum Totlachen.Autoren, die vom Schreiben leben?Arbeitsplätze in Verlagen, im Buchhandel?

Pfffft.

Wo bleiben die EU-Bürokraten? Wo bleiben die zuständigen Ministerien? 

Wie vermeidet man GOOGLE? bin ich gleich gefragt worden.

Wenn Sie als Browser FIREFOX benutzen, dann klicken Sie entweder auf den Pfeil rechts oben neben dem Fensterchen. Dann sollte eine Auswahlliste erscheinen, in der YAHOO (auch Wikipedia) aufgeführt sind.

Sie wählen

- YAHOO oder
- tippen es dort in dem Fensterchen ein oder
- Sie können – ganz entspannend – als Startseite ihres Internetbrowsers auch gleich ein für alle Mal YAHOO fest legen.

Natürlich bedienen wir uns des Internets. Natürlich hat es gute Seiten. Auch Google.

Aber wie alle nützlichen Dinge lädt es zum Missbrauch ein. Das schlagendste Beispiel ist für mich immer Otto Hahns – Lise Meitners Entdeckung der Atomkernspaltung.

Zurück zu Google:

Wer steckt hinter diesen neuen „Diensten“?

Wir sprechen von Marissa Ann Mayer, 34. Mitarbeiterin Nr. 19. bei Google. Von Anfang an also dabei. Siehe

()

Die Dame macht uns öffentlich. Also hat sie sicher nichts gegen eigene Öffentlichkeit:

Bei Wiki noch etwas pausbäckig. Inzwischen das Covergirl von Google, der gesamten Branche. Vizepräsidentin. Eine hippe Blonde aus San Francisco. Die hoch begabte Multimillionärin bewohnt ein Penthaus oben auf dem Wolkenkratzer, in dem sich auch das Four Seasons der einstigen Hippiemetropole befindet. Seit neuestem mit einem Anwalt und Investmentbanker verheiratet.

Aber – wer die Ideen hat, ist letztlich gleichgültig.

GOOGLE ist das Problem.

Es gibt sicher auch andere, weit perfidere dunkle Seiten des world wide web:

Kinderpornographie. Extremisten, egal ob von links oder rechts oder von beidem gleichzeitig, Faschisten, Anleitungen zum Bombenbau, Morddrohungen, Hacker, Aufrufe zum Satanskrieg und was weiß ich.

Das ist der Preis, den wir alle zahlen für Informations- und Meinungsfreiheit.

Der Preis ist mir zu hoch.

Gegen Kinderschänder und –pornographen will man in Deutschland immerhin jetzt schon etwas tun. Widerstand gibt es selbst dagegen. Von Helfern, Mittätern, bekennenden Unterstützern wie Daniel Cohn-Bendit. Der hockt übrigens warm im Europa-Parlament. Ein wahrer Qualitätsbeweis.

Niemand wird mir weismachen können, dass man in dem streng hierarchischen WWW – der zentralste Server steht im Washingtoner Pentagon – nicht Schurkenstaaten, Mordnetzwerke, Verbrecherorganisationen bis hin zur Mafia, faschistische Extremisten usw. zwar mit einiger Mühe, gleichwohl wirksam behindern, ja blockieren könnte.

Wenn „man“ denn wollte.

Bleibt die Frage: Wer ist „man“?

Das Pentagon sicher nicht.

Denic und ähnliche Internetagenturen?

­­­­­­­­­­­­­­­­­­(Name)                                                                                                                     (Datum)

(Anschrift)

 Google Germany GmbH

betr.: Street View

ABC-Straße 19

20354 Hamburg

 per Fax: +49 40-4921-9194

per E-Mail: ()

Widerspruch gegen Veröffentlichungen durch den Internetdienst Google Street View

 Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit widerspreche ich der Speicherung und Veröffentlichung von Abbildungen meines/des von mir bewohnten Hauses durch den Internetdienst Google Street View oder ähnliche Dienste der Fa. Google oder ihrer Tochterunternehmen.

Es handelt sich um die Liegenschaft:

Straße, Hausnummer in PLZ Ortsname

Nähere Beschreibung des Objektes:



Um die Bestätigung des Eingangs und Berücksichtigung meines Widerspruchs wird gebeten.

Mit freundlichen Grüßen

(Unterschrift)

Seltsam, seltsam:

Nach dreimaliger Zusendung des Verbots (parallel haben wir das Verbraucherschutzministerium informiert) bekommen wir nach Monaten schon von Google eine Antwort: Man klopft sich selbst auf die Schulter und lobpreist die "fantastischen Möglichkeiten von Streetview".

Wie verstehe ich dann die Nörgelei, man könne noch nicht abschließend garantieren, unsere Liegenschaften zu schwärzen, weil die Lokalisation nicht eindeutig möglich sei?

Und das trotz eindeutiger, selbst für Hilfsschüler klaren Bezeichnung der exakten Anschrift?

Wie soll dann das System zuverlässig funktionieren, wenn die Adresse angeblich nicht reicht?

Katasterbezeichnung vielleicht nötig? Auf welchem Straßenschild steht denn die?

Nein, liebe Firma GOOGLE. Ich traue Ihnen nicht, und jeden Tag weniger, siehe die jüngst aufgedeckte Ausspionierung von WLAN-Netzen.


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Kommentare
Hildegard Kruse
Hildegard Kruse : 01.03.2010 : 15:21 : Verstoß melden
Google ist groß und hat sicherlich viel Macht, das ist bedenklich vor allem wegen der Monopolstellung.
Aber jetzt kann auch jeder meine Straße einsehen, vorbeifahren und gucken welches Auto vor dem Haus parkt. Kann man diesen Prozess wirklich bremsen, braucht man das denn? Wir können uns vor der Zukunft nicht verstecken. Jede Behörde hat längst Zugang über Netzwerke zu vielen Daten über jeden Bürger, da ist das, was man bei Street-View zu sehen bekommt nur die Spitze. Ob ich das Haus nun von Oben oder von der Seite sehe, wo liegt da der Unterschied? Dann richtet sich der Widerspruch im Prinzip auch gegen die Karte oben Rechts.
H. Arno D.
H. Arno D. : 01.03.2010 : 15:39 : Verstoß melden
Sie erwähnen es - vorbei fahren.
Internetbasierte Ganoven arbeiten längst vom Ausland aus.
Die gucken sich Street View in aller Seelenruhe an und - schicken ihre "Arbeiter" gezielt los.
Von Klaukindern der berühmten ethnischen Minderheit angefangen bis zu Bruch-Profis.
Ich kann Ihnen einige Mails aus Nigeria zeigen. Da ist dann angeblich eine Millionensumme verfügbar, weil gerade eine komplette amerikanische Millionärsfamilie mit dem Flugzeug abgestürzt ist (Link incl.).
Der Mann (Dr. irgendwas, in holprigem Deutsch) ist Bank-Controller und verfügt über Kontovollmacht bzw. Zugang. Erben gebe es nicht, und wenn ich ihm behilflich sei, mein Konto z. V. stelle - halbe - halbe.
In Wirklichkeit erwartet der Tropf, dass ich ihm einige Hunderttausend überlasse, damit er „Hindernisse“ aus dem Weg räumt (Klartext: Zur Bestechung). Zu kaufen ist allerdings niemand. Die ganze Geschichte ist was für Blöde, und die Nigeria – Connection findet immer wieder solche, die gierig genug sind.
Die Kripo sagt, die Täter säßen im Ausland, da sei nix zu machen.
Woher haben die wohl meinen Namen, meine Emailadresse, v. a. meinen Beruf?
Sie scannen nach passenden Profilen im - Internet.
Anderes Beispiel jüngst bei Aktenzeichen XY ungelöst: Die Gauner saßen ausschließlich in Rumänien und zockten einen Arbeitslosen unter Nutzung seiner Adresse und seiner Bankverbindung ab.
Die Sache mit den Raubkopien unserer Bücher finde ich mindestens genau so schlimm.
H. Arno D.
H. Arno D. : 08.03.2010 : 09:25 : Verstoß melden
Achtung, Nachtrag:
Google wird in dem Schreiben zwar aufgefordert, Zugang und Berücksichtigung zu bestätigen.
Das tut die Firma aber nicht, jedenfalls nicht innerhalb von drei Wochen.
Setzen Sie dem Unternehmen eine Frist von wenigen Tagen.

Informieren Sie parallel das Ministerium über Ihren Widerspruch,
senden Sie ihm eine Kopie an:

Ministerium für Ernähr., Landw. u. Verbraucherschutz
Wilhelmstr. 54 10117 Berlin

Telefax: 03018 529-3179
H. Arno D.
H. Arno D. : 24.03.2010 : 15:26 : Verstoß melden
So. Nun ist seit unseren Widersprüchen mehr als ein Monat ins Land gegangen.

Hatte ich erwartet, dass GOOGLE seinen heiligen Schwur einhalten würde, Widersprüche zu respektieren?

Offen gesagt: Ich hatte keine Sekunde wirklich daran geglaubt.
Was bleibt zu tun?
Erstens: Das Verbraucherministerium wird aufgefordert, ein Bußgeld gegen den Internetherrscher zu verhängen.
Mehr als 1000,- € sind nicht drin.
Die lachen allerdings selbst über einen siebenstelligen Betrag.

Zweitens: Wenn das nicht fruchtet, wird das Ministerium über eine Internet-Initiative aufgefordert, per Gesetz aktiv zu werden - das naive Geschwätz der Frau Merkel ist mir wurscht.
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