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Flassbeck II

17.01.12 : 15:47 : 92 mal gelesen : Verstoß melden
geschrieben von H. Arno D.

Den folgenden Beitrag habe ich für einen Blog Anfang 2011 geschrieben.

Er ist aktuell, wie ich feststelle, nur Details müssen geändert werden.

„Linke (Nahles) gegen Schuldenbremse“. Es wundert mich nicht, was ich heute (2011) lese.

Die untote Wiedergängerin der Rückwärtsgewandten meldet sich mal wieder an unpassender Stelle, wenn ich an Folgendes denke:

„Sparen versenkt Rettungsboot“ darf zudem Heiner Flassbeck (F.) im Rheinischen Merkur unter „Meinungen“ zum Besten geben.
Man bedenke, dass der RM gelegentlich allen möglichen, auch abwegigen, Äußerungen Platz einräumt und diese nicht unbedingt teilt.
F. ist, so steht es unter seinem Beitrag, Chefvolkswirt (!) der Uno-Entwicklungsorganisation Unctad (!)
Der Mann war in der als unselig gebrandmarkten Ägide des Finanzminister Lafontaine 98 / 99 dessen Staatssekretär und richtete in wenigen Monaten gemeinsam mit ihm ein Desaster an, das seine Spuren in der Staatsfinanzen sowie der Steuerpolitik bis heute hinterlassen hat.
F. galt als betonköpfiger Ideologe, wurde von Lafos Nachfolger gefeuert und – auf diesen Unctad – Posten befördert.
Wie geht so etwas an?
Nun, Deutschland stand offensichtlich ein gut dotierter Posten irgendwo bei der UN an, die SPD war an der Reihe, F. musste versorgt werden. So und nicht anders geht das. F. gilt als „führender Vertreter der nachfrageorientierten Wirtschaftspolitik in Deutschland“ (Wikipedia; möglicherweise ein Selbstlob).

Ich zitiere aus dem RM:
„Wir verstehen nicht, was Sparen bedeutet, und wir verstehen schon gar nicht, was schief geht, wenn man mit falschen Vorstellungen vom Sparen Wirtschaftspolitik macht. .. Sie wollen sparen … Für Sie sieht es so aus, als könnten Sie auf diesem Wege für ihre Zukunft vorsorgen.

Das ist ein Irrtum .. (Hervorh. v. V.)

Die Güter nämlich, die Sie spiegelbildlich zu ihrem erarbeiteten Geldeinkommen produziert, aber - spiegelbildlich zu ihrer Geldersparnis - nicht verbraucht haben, sind nämlich von ih-rem Schuldner verwendet worden .. Die Idee, man könnte mit Sparen einen Teil des Einkommens in Geldform einfrieren, um damit in Zukunft quasi eingefrorene Güter zu kaufen, ist vollkommen falsch. Ersparnisse sind lediglich verbriefte Anrechte auf zukünftige, noch gar nicht existierende Güter. .. Die Summe des Geldvermögens in der Welt ist immer null. Denn jeder Ersparnis in Geldform steht eine Schuld in Geldform, gegenüber.“

Das muss reichen.

Sie und ich wissen es besser, Sie und ich haben es am eigenen Portemonnaie gespürt.

Mir fällt ein, was ich im 2. Semester an der Uni lernte. Dozent war einer der Großen der deutschen Volkswirtschaftslehre an der damals (leider heute nicht mehr) führenden WiSo-Fakultät Köln (F. hingegen studierte in Saarbrücken und an der FU Berlin. Das sagt Kennern einiges):

„DIE SUMME DER ERSPARNISSE INNERHALB EINER VOLKSWIRTSCHAFT UND DARÜBER HINAUS IN ALLEN VOLKWIRTSCHAFTEN IST STETS GLEICH DER SUMME DER INVESTITIONEN“.

Eine ganz simple Gleichung belegte das, man musste nur das mathematische Kürzen beherrschen.

F. PLÄDIERT DAFÜR, DAS SPAREN GANZ EINZUSTELLEN. DAS GILT FÜR DIE GEMEINSCHAFT (STAAT) WIE FÜR DEN EINZELNEN GLEICHERMAßEN.

Wir leiten aus der obigen Gleichung ab, dass auf DER EBENE EINER GESAMTEN VOLKSWIRTSCHAFT NICHTS MEHR INVESTIERT WIRD, WENN NICHT MEHR GESPART WIRD.

Der einzige Ausweg: SCHULDEN MACHEN. Jetzt wird es SPANNEND.

Der Staat muss, folgt man F., nie ans Sparen denken, sondern Schulden machen ohne Ende.

F. ÜBERSIEHT EINIGES, U. A. DASS SCHULDEN MACHEN NUR GEHT BIS ZUM STAATSBANKROTT BZW. DER WÄHRUNGSREFORM.
DER WIEDERUM VERNICHTET ALLE ERSPARTEN WERTE (VON DER RENTE ÜBER DIE PRIVATE VORSORGE BIS HIN ZUM SPARSTRUMPF).

Simbabwe unter dem irren Mugabe erlebt das gerade. Iran ebenfalls. Noch einige Irre am Ruder.

In solchen Fällen, da hat F. mal Recht, lohnt Sparen nicht, wenn Figuren wie F. oder solches Denken an der Macht sind.

F. hat wohl im Fach VWL entweder etliche Vorlesungen, Seminare usw. geschwänzt oder er hatte bereits Lehrer, die genau das vortrugen, was er heute vertritt. Es gibt tatsächlich eine „Linke Schule" unter den Volkwirten.

In Bremen befindet sich eines der Zentren.

F. hat vermutlich nie davon gehört, dass Sparen Konsumverzicht bedeutet, den Banken und Unternehmer (= Kreditnehmer) mit Zinsen honorieren. Das haben Adam Smith und Kollegen bereits vor rd. 200 Jahren entdeckt. Zudem geben (verantwortungsbewusste) Banken unter normalen Umständen (derzeit allerdings fragwürdig) ein Mehrfaches des bei ihnen angelegten Geldes (Leverage-Effekt) als Kredite weiter.

Gehen wir auf eine nachvollziehbare Ebene zurück.

IHRE. MEINE.

Ab sofort verkonsumieren wir / Sie alles, was wir / Sie einnehmen, egal, ob Arbeitseinkommen, Rente oder Zinseinnahmen.

Als erstes verramschen wir unsere Zinspapiere, lösen Bausparverträge und Lebensversicherungen auf. In die Rentenversicherung zahlen wir nichts mehr ein (was angesichts der negativen Rendite noch am ehesten empfehlenswert wäre). Das bisher Eingezahlte schenken wir den bürokratischen und politischen Umverteilern, die werden schon wissen, wie sie es verbrennen (als erstes füllen die die eigenen Taschen).

Am besten verkaufen wir auch noch unser oder Omas klein’ Häuschen. Oder versaufen es.
Irgendwie beißt sich das zwar mit der Politik von zumindest (vernunftgeerdeten) Teilen der SPD, die dies und das auf ihre Fahnen geschrieben haben, was auch dem „Kleinen Mann“ zu etwas Wohlstand, einem bescheidenen Eigenheim verhilft, aber das wiederum könnte man als „Konsum“ ansehen (was es nicht ist).

Unseren Kindern hinterlassen wir Schulden, denn – wir mussten schließlich konsumieren. Nichts als Schulden. SOLLEN DIE DOCH SEHEN, WIE SIE DAMIT KLAR KOMMEN.

Der Staat wird’s richten müssen. Nur – woher soll der das Geld nehmen, wenn keiner mehr schafft, keiner mehr investiert?

Alle Hartz IV?
Das kennen wir vom REAL KREPIERTEN SOZIALISMUS.
IRRE, DASS BIS ZU 10 % (OSSIS BIS 30 %) DIE KOMMUNISTISCHE LINKE, WEITE-RE 10 – 25 % GRÜNE WÄHLEN.

MERKE: Im linken Wirtschaftswunderland regnet’ s bekanntlich Geld vom Himmel; notfalls scheißt ein Esel Dukaten.

Ich verstehe jetzt, warum die Soziokommunisten so fanatisch an der Todessteuer (beschönigend Erbschaftssteuer genannt) klammern:
Wer alles verkonsumiert hat und Schulden anhäuft, kann sowieso nichts vererben.
Wenn sie das nicht freiwillig machen, enterben wir sie halt mit unseren Mitteln.

Übrigens – die herrschende Finanzkrise ist das Ergebnis der größten Umverteilung, des größten Sozialklimbimprogramms, das je in den USA und in der Welt statt gefunden hat. Ausgerechnet das kapitalistische Amerika unter Clinton, Bush, jetzt unter Obama, hat in einem Anfall von Sozialtümelei allen Amerikanern, die nicht rechtzeitig davon liefen (das taten nur die Dummen!) ein Häuschen untergeschoben. Gegen SUBPRIMES. Natürlich konnten die das auf Dauer nicht finanzieren. Subprimes sind nichts mehr wert. Das refinanzieren Sie und ich, also auch wir Europäer.

SO GEHT SOZIALISMUS EBEN JEDES MAL SCHIEF. Das hatten wir schon beim Kom-munismus. Die großen Volkswirte haben das schon vor 200 Jahren erkannt. Aber – Sozis sagen eben:

Zwei und zwei ist nicht vier. Das wüll’n wir nich’.“
Ich sehe sie vor mir, die scharfnasigen Weiber in den grob gestrickten Pullovern und die bartbebrillten Besserwisser mit den Birkenstock an den naturbelassenen Füßen…..

Das Schlimme ist, dass einer wie F. in einer bedeutenden Institution Einfluss hat. Der Mann vertritt seine Thesen v. a. gegenüber Entwicklungsländern. Dass die zu nichts kommen, mal abgesehen von der dort üblichen Korruption der gerade herrschenden Potentaten, sondern zum großen Teil seit Jahrzehnten an unserem Tropf hängen, wundert einen nicht.

Der real krepierte Sozialismus DDR-scher oder russischer Prägung hat jahrzehntelang Schulden gemacht. Trotz oder wegen aller Gleichmacherei. Die Schulden wurden in der Planwirtschaft geleugnet, VIRTUELL AUSGEBLENDET, WEGGELOGEN, KASCHIERT DURCH UNTERBLIEBENE INVESTITIONEN IN SCHULEN, BILDUNG, AUSBILDUNG, INFRASTRUKTUR, INDUSTRIE, UMWELT, SOZIALSYSTEME USW. USW. SIE TRATEN GNADENLOS ZU TAGE, ALS DER KOMMUNISMUS PLEITE GING, UM DENNOCH IST ES GENAU DAS, WAS NAHLES, LAFO UND KONSORTEN ERTRÄUMEN.

Sie lebten AUF KOSTEN DER KÜNFTIGEN GENERATIONEN UND - AUF UNSERE KOSTEN, auf Kosten von ihnen und mir, zu Lasten derjenigen, die brav mit ihrer Hände und Hirne Kraft schaff-ten, Mehrwert schufen, und – sparten: Rentenbeiträge, Krankenversicherung, Privatvorsorge.

Noch Fragen, Herr F?

Ich hätte eine: WER FINANZIERT LEUTE WIE SIE?


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