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Benni Münnich deutscher Judo-Vizemeister

24.01.12 : 10:37 : 366 mal gelesen : Verstoß melden
geschrieben von H. Arno D.

ganz links: Der deutsche Vizemeister 2012 in der Klasse < 81 kg

Es ist weder eine Überraschung noch gar eine Sensation. Vielmehr hatte es sich schon lange angedeutet:

Benjamin (Benni) Münnich, 22, auf dem Foto ganz links, bis vor wenigen Jahren Meisterschüler von Willi Steinke, schaffte es nach etlichen Podestplätzen in der Jugend und der Aufnahme in den Nationalkader bis ins Finale in Potsdam.

Hier unterlag er Hannes Conrad, 2.v.l., JC Leipzig mit Ippon. Trotzdem darf dies, ungeachtet etlicher Erfolge von Aktiven des TVH oder solcher, die aus seiner Schule hervorgingen, als bisher größter Erfolg eines hiesigen Judokas bezeichnet werden.

Im Halbfinale traf er auf Norbert Fleischer, Leipzig, der später Fünfter wurde, was der komplizierten Regelung mit Haupt- und Trostrunde zu verdanken ist. „Wir haben uns während des gesamten Kampfes belauert. Kaum ein Wurfversuch. In der Verlängerung wurde mein Gegner zwei Mal wegen Passivität verwarnt, was zu einem Yuko (kleine Wertung) führte."
Die Halbfinalverlierer treten gegen die beiden Finalisten der Trostrunde an. Fleischer verlor auch dort, so wurde er lediglich Fünfter. Die Trostrunde bewirkt, dass jeder mindestens zwei Kämpfe hat. Im Finale siegte Hannes Conrad, ebenfalls JC Leipzig, 2. v. l., mit Ippon. „Ich hatte ein gutes Gefühl, setzte einen Seoi Nage (Schulterwurf) an, der nur knapp am kompletten Wurf vorbei ging. Gleich darauf versuchte ich den nochmals, aber mein Gegner hatte jetzt damit gerechnet und konterte mit einer Aushebetechnik. Wieder dazu gelernt“, sagt der zurückhaltende Judoka. Der spektakuläre Wurf, den man meist in Krimis sieht, ausgeführt von taffen "Polizisten" bzw. deren Doubles, ist halt anfällig für Konter.

Benni studiert Jura an der Kölner Uni und trainiert derzeit unweit davon bei Bushido Köln. Er trainiert ebenfalls im Leistungszentrum des Dt. Judoverbandes an der SHS Köln unter Olympiasieger Ole Bischof. „Ein sehr talentierter, guter Junge“, äußerte dieser gegenüber dem Berichterstatter und dem ersten Lehrer Willi Steinke vor einigen Monaten.

In der 1. Bundesliga startet er ab März für den JC Mönchengladbach.

Bereits im Vorjahr qualifizierte er sich für die Europameisterschaften U 23, schied jedoch bereits im Pool aus.

„Die Deutschen Meisterschaften sind für das internationale Geschäft nicht wichtig. International zählen nur internationale Turniere und die dort errungenen Punkte für die europäischen Ranglisten. Letztes Jahr habe ich zwei dritte Plätze in Slowenien und London belegt. Das reichte für Platz 13 in der U23“, berichtet er im Gespräch.

Weiter erfahre ich, dass Benni ab und zu Jugedliche und Erwachsene bei TVH trainiert - ein wahres Hilghlight und Ansporn für alle, ihm nachzueifern.
"Benni macht das aus alter Verbundenheit mit dem Verein und Steinke, der ihm die Grundlagen vermittelt hat", sagt Thomas Münnich, der Vater des Erfolgsschülers.


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