Grundschüler lesen für die Overather Tafel und die Tierhilfe Lohmar
30.01.10 : 20:51 : 367 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Dr. Dieter Matthias für
Overather Tafel
Fünf Wochen haben sie durchgehalten, die Schülerinnen und Schüler der zwei vierten Schuljahre an der Heiligenhauser Grundschule. Sie haben mit ihren Lehrerinnen Christina Glassmann und Katrin Schleiner eine höchst interessante Sponsoren-Leseaktion gestaltet. Jedes Kind suchte sich in seiner Verwandtschaft oder im Bekanntenkreis möglichst viele Sponsoren aus und vereinbarte mit diesen einen festen Geldbetrag für jedes gelesene Buch, Kapitel oder jede Seite. Das Geld wurde gesammelt und auf Beschluss der Klasse für die Tara Tierhilfe Lohmar und die Overather Tafel gespendet.
Aber wie prüft man nach, ob die Kinder wirklich alle ihre Texte gelesen und verstanden hatten? Die Leseratten durften ihre Lektüre mit einer von drei Möglichkeiten unter Beweis stellen: Sie konnten Einzelheiten des Textes in ein Lesetagebuch eintragen, Quiz-Fragen zum Buch beantworten, die man bei der attraktiven Leseförderungs-Website im Internet () findet, oder die Fragen der Lehrerin oder der Eltern beantworten.
Offensichtlich hat das Lesen nicht nur 400 Euro, sondern allen Kindern sehr viel Freude an Büchern gebracht. Als Ursula Fiebig von der Tierhilfe ihren Scheck und Tafel-Vorsitzende Barbara Matthias die Lebensmittel, die für 200 Euro eingekauft wurden, abholten, trafen sie auf eine zufriedene Kinderschar. „Ich lese jetzt noch mehr als vorher,“ gestand z.B. Emily Schuhmacher, „und habe drei Sachen erledigt, das Lesetagebuch geschrieben, die Fragen der Lehrerin beantwortet und noch ein Bild zum Buch gemalt.“ Alle, die sich äußerten, waren sich einig: „Lesen macht Spaß“, aber auch „der Einsatz für einen guten Zweck.“
Viele wissbegierige Kinder brachten mit ihren Fragen die beiden Spenden-Abholerinnen dazu, alle mit konkreten Informationen über ihre Hilfs-Organisationen zu versorgen. Sie ließen sich viele Einzelheiten der Tier-Fürsorge erklären und hatten auch zur Tafel detaillierte Fragen. „Wie kamt ihr auf die Idee?“ wollte ein Schüler zum Tafel-Gedanken wissen und erfuhr, dass es inzwischen 800 Tafeln in Deutschland gibt und dass es der Begründer unerträglich fand, noch brauchbare Lebensmittel fortzuwerfen. Sie sollten an Familien in Notlagen verteilt werden. Auch bei uns in Overath gibt es ca. 2000 Bedürftige. Viele Kinder konnten sich sehr gut in Menschen hineinversetzen, deren Finanzen knapp sind, kannten „Hartz 4“ oder fragten: „Was macht ihr, wenn Kunden keinen Euro haben, der beim Abholen verlangt wird? Kommen auch Kinder oder Jugendliche?“ usw.. Ihnen war klar, dass auch Overath kein Sozial-Paradies ist. Ursula Fiebig und Barbara Matthias luden alle Kinder ein, sich einmal ihre Arbeitsstätten und den Betrieb dort anzusehen.
Bewegt verließen die Gäste die Schule und dankten den Kindern und Lehrerinnen von Herzen für die kreativ ermöglichte Unterstützung ihrer Arbeit.
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