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Erddeponie Lüderich

10.10.11 : 10:41 : 151 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Stadt Overath

In den vergangenen Tagen stand die Erddeponie Lüderich wieder vielfach in der lokalen Tagespresse. Anlass waren gesundheitliche Beschwerden, die bei Besuchern des Lüderichs auftraten. Ich möchte Ihnen daher die Fakten zu diesem Thema klarstellen.

Ein Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahre 1996 war Grundlage für die Genehmigung zum Betreib der Erddeponie in Steinenbrück. Dieser Beschluss und die Genehmigung erhielten zahlreiche Auflagen und Bedingungen, von denen die AVEA als Betreiberin der Deponie heute immer noch einige Festsetzungen umsetzen muss, weil diese nicht ausreichend beachtet wurden. Hierzu zählen die Oberflächenentwässerung der Deponie und die Regenrückhaltung.

Außerdem möchte die Betreiberin in Änderung der ursprünglichen Pläne die über die Deponie verlaufende Hochspannungsleitung nicht erhöhen. Dadurch ändert sich die Oberflächengestaltung des Deponiekörpers, was zur Folge hat, dass eine Änderung der Schüttphase erforderlich wird .

Die AVEA hat zu diesen Punkten einen Antrag auf Planänderung gestellt. Im Rahmen des vorgeschriebenen Genehmigungsverfahrens muss die Stadt Overath zu diesen beabsichtigten Änderungen angehört werden. Ich werde die Stellungnahme der Stadt Overath zum Planänderungsverfahren mit der Steinenbrücker Bürgerinitiative „Das Sülztal stellt sich quer“ abstimmen. In der Ratssitzung am 05. Oktober 2011 wird der Rat die Stellungnahme abschließend beraten und beschließen.

Es kommt mir darauf an, dass wesentliche Regelungen und Festlegungen aus dem Planfeststellungsbeschluss von 1996 eingehalten und die Deponie im Jahre 2019 - wie in der Genehmigung vorgesehen - ausläuft. Ferner ist es wichtig, dass ein standsicherer Deponiekörper entsteht, welcher nach den in der Genehmigung erteilten Auflagen zeitnah rekultiviert wird.

Von diesen Forderungen und noch nicht erfüllten Auflagen der Genehmigung zum Betreib der Deponie ist das in den vergangenen Tagen in de Tagespresse thematisierte Problem unabhängig. Die Betreiberin hatte im Rahmen der Rekultivierung des Geländes jetzt große Mengen an Kompost anfahren lassen. Weil viele Steinenbrücker Bürger und Besucher des Lüderichs nach der Ausbringung des Komposts über gesundheitliche Beschwerden geklagt haben und die zuständige Kreisverwaltung nicht zeitnah reagiert hat, habe ich im Interesse der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger seitens der Stadtverwaltung vorsorglich eine Analyse veranlasst.

Das Ergebnis der Untersuchung durch das renommierte Freseniusinstitut ergab eine ungewöhnlich hohe Konzentration von Schimmelpilzen im Kompost. Für die Bewertung und die Einschätzung des Befundes ist die Kreisgesundheitsbehörde zuständig. Ich habe daher das Gutachten sofort nach Erhalt dorthin weitergeleitet. Aufgrund dieses Gutachtens hat die Kreisverwaltung sich entschlossen, den gelagerten Kompost untersuchen zu lassen.

Die Stadt Overath erwartet, dass die Rekultivierung der verfüllten Deponieareale ordnungsgemäß und ohne Gesundheitsgefährdung für die Anwohner und Besucher der Deponie durchgeführt wird.

Ich bedanke mich sowohl bei den Mitgliedern der Bürgerinitiative für ihre Wachsamkeit, aber auch bei den Mitarbeitern der Kreisverwaltung, die um eine Entschärfung entstandener Konflikte bemüht sind.

Andreas Heider
Bürgermeister


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