Entwicklung der offenen Ganztagsschulen in Overath
27.09.11 : 10:25 : 117 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Stadt Overath
483 Grundschulkinder besuchen heute offene Ganztagsschulen im Stadtgebiet – Tendenz trotz leicht sinkender Schülerzahlen steigend. Somit nehmen ca. 40 % der Grundschüler das Angebot in Anspruch.
Im Februar 2005 setzte der Rat der Stadt Overath die wesentlichen Bedingungen für die Angebote der offenen Ganztagsschulen im Grundschulbereich fest. Er folgte damit den Erlassen der Landesregierung, die Horte zu Offenen Ganztagsschulen umwandeln wollte. Entsprechend dem Grundsatzbeschluss des Rates waren zunächst sukzessive an allen sechs Grundschulstandorten die räumlichen Voraussetzungen für die Nachmittagsbetreuung der Schüler zu schaffen. Das Land hat dieses Projekt in Overath mit ca. 2 Millionen € unterstützt.
An einigen Schulstandorten war die Einrichtung der Offenen Ganztagsschule durch Umbauten und Nutzung vorhandener angrenzender Gebäude möglich, an anderen Schulen musste die Stadt für dieses Betreuungsangebot Neubauten errichten.
Bereits zum Schuljahresbeginn 2005/2006 startete der Betrieb der Offenen Ganztagsschule in Heiligenhaus, Overath und Marialinden, im kommenden Jahr in Vilkerath und Steinenbrück und zuletzt in Immekeppel. Mit dem Deutschen Roten Kreuz, der Arbeiterwohlfahrt, der Kindergemeinschaft Sülztal e. V. und den katholischen Jugendwerken RheinBerg e. V. konnten anerkannte Träger der Jugendhilfe mit ihrem pädagogischen Fachpersonal als Partner zur Betreuung der Grundschulkinder in den Ogatas gewonnen werden.
Nach nunmehr fünf Jahren nach Aufnahme des Betriebs haben sich die offenen Ganztagsschulen in Overath etabliert. Die Stadt Overath hält ein bedarfsgerechtes und qualitativ hochwertiges Betreuungsangebot an allen Standorten vor. Stand zunächst die reine Betreuung der Schulkinder im Vordergrund, hat sich dieses Angebot mittlerweile deutlich erweitert. Nicht nur Hausaufgabenhilfe und ein warmes Mittagessen für die Kinder, sondern zusätzliche und vielfältige Angebote in allen Bildungsbereichen ergänzen den klassischen Schulunterricht, so dass für jedes Kind etwas dabei ist.
Sportvereine, kulturelle Institutionen und Einrichtungen der Jugendhilfe bieten Aktivitäten wie Werken, Zirkusprojekte, Sport und Abenteuer an, ebenso finden Arbeitsgemeinschaften zu Themen wie Experimentieren und Forschen und im kreativen, künstlerischen und musikalischen Bereich statt.
Der heutige Erfolg der Overather Ganztagsschulen beruht nicht zuletzt auf der Tatsache, dass von Beginn an eine kontinuierliche Abstimmung und Rückkopplung zwischen allen Beteiligten stattgefunden hat. Eltern, Schulleitungen, Träger, politische Gremien und Verwaltung waren bei allen Prozessen und Entscheidungen einbezogen. Auch heute noch arbeiten die Kooperationspartner - Schule, Träger der Einrichtungen und Stadtverwaltung – partnerschaftlich und lösungsorientiert zusammen. Im Vordergrund aller Entscheidungen steht immer die pädagogische Qualität der Nachmittagsbetreuung.
Ein 2008 unter der Federführung des Amtes für Jugend, Schule und Sport gegründeter „Qualitätszirkel Offene Ganztagsschule“ hat das Ziel, einheitliche Qualitätsmerkmale in den Offenen Ganztagsschulen festzulegen. Hier findet auch ein regelmäßiger Austausch über die Entwicklung der Angebote statt, Probleme werden diskutiert und Lösungen gesucht.
Die Nachfrage nach den Plätzen in der Offenen Ganztagsschule wird nach derzeitigen Prognosen in den kommenden Jahren weiterhin steigen, künftig werden voraussichtlich bis zu 50 % der Grundschulkinder einen Platz in der Ogata belegen. Rat und Verwaltung passen
im Rahmen der Etatberatungen das Platzkontingent jährlich an die Nachfrage an.
So wird in den nächsten Jahren mit Sicherheit nochmals das Raumprogramm zu überprüfen sein. Die steigende Nachfrage sowie die vielfältigen Angebote erfordern zusätzlichen Platz – der nicht an allen Standorten zur Verfügung steht.
Zur Zeit beträgt der finanzielle Aufwand für die Stadt Overath – nach Abzug der Zuschüsse des Landes und der Elternbeiträge - für diese Offenen Ganztagsschulen ca. 310.000 Jahr, dies entspricht einem – im Vergleich zu anderen gleichwertigen Betreuungsangeboten niedrigen - Betrag von ca. 680 € pro Platz.
Herbert Rijntjes, Leiter des Amtes für Jugend, Schule, Sport, stellt fest. „Wir freuen uns über die überaus positive Entwicklung und dass unsere hervorragenden Grundschulen sich durch die erfolgreichen Angebote in den Offenen Ganztagsschulen zu ganztätigen Bildungsangeboten weiter entwickelt haben.“
Andreas Heider
Bürgermeister
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