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25 Jahre Behindertenbeirat in Overath

10.10.11 : 10:45 : 113 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Stadt Overath

Bereits seit 25 Jahren befasst sich der Behindertenbeirat in Overath mit den Belangen und Anliegen behinderter Menschen. Die Mitglieder des Behindertenbeirates werden vom Stadtrat bestellt und unterstützen die Arbeit der politischen Gremien mit beratender Funktion.

Immer wiederkehrende Themen in der langjährigen Arbeit dieses Beirates sind unter anderem die Errichtung von Behindertenparkplätzen, der Kampf gegen zu hohe Bordsteine, integrative Beschulung und die barrierefreie und behindertengerechte Ausführung von neuen Bauprojekten.

Es ist nicht immer einfach, den Belangen der Menschen mit Behinderungen gerecht zu werden, da unterschiedliche Beeinträchtigungen auch unterschiedliche Unterstützungen benötigen. So ist zum Beispiel für den Rollstuhlfahrer ein abgeflachter Bordstein ohne jegliche Kante wünschenswert, ein Blinder hingegen benötigt zur Orientierung eine klare Markierung, wo die Straße beginnt und der Fußgängerweg endet. „Hier müssen Kompromisse gefunden werden“, sagt Herbert Zielonka, Vorsitzender des Behindertenbeirates und einigte sich mit den Beteiligten auf eine Bordsteinhöhe von 2,5 cm.

Allein dieses kleine Beispiel zeigt, dass viel Fachkompetenz von Nöten ist, um die Bedürfnisse der behinderten Menschen zu kennen und zu erkennen. Viele Planungen und Entscheidungen in der Stadt Overath wirken sich auf deren Belange aus. Um den Behindertenbeirat mit seiner Fachkompetenz hier bei den Planungen zu beteiligen, erhält dieser frühzeitig alle Informationen zu den Sitzungen der politischen Gremien und hat das Recht, an diesen Sitzungen beratend teilzunehmen.

So ist der Behindertenbeirat in die Planungen der Mensa am Schulzentrum und auch bei Gut Eichthal einbezogen, er begleitete ebenso den Umbau des Kulturbahnhofs und den Neubau des Kreisverkehrs am Hallenbad. Bei straßenbaulichen Maßnahmen achtet er auf die behindertengerechte Planung und Ausführung.

Auch der Kampf gegen die sich ausbreitende Pflanze Ambrosia ist derzeit immer wieder Thema im Overather Behindertenbeirat. Die Pollen dieser Pflanze gehören mit zu den stärksten Allergieauslösern und können somit insbesondere für Asthmatiker gefährlich werden.

Der Behindertenbeirat setzte sich unter anderem für die Auslagerung des Schwerverkehrs aus Overath ein. Auch im kulturellen Bereich engagiert sich der Behindertenbeirat, so holte er seinerzeit die Wanderausstellung des Landschaftsverbandes Rheinland „Momente der Begegnung“ mit künstlerischen Arbeiten von Menschen mit geistigen Behinderungen nach Overath.

Ich möchte das 25jährige Bestehen des Behindertenbeirates zum Anlass nehmen, mich ganz herzlich für die immer konstruktive und kooperative Arbeit dieses Gremiums zu bedanken. Die Kompetenz der Mitglieder kommt allen behinderten Menschen in der Stadt Overath zu Gute, der Behindertenbeirat leistet mit seiner Arbeit einen ganz wichtigen Beitrag zur Lebensqualität dieser Menschen in der Stadt Overath.

Andreas Heider
Bürgermeister


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