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Nümbrecht will Klimaweltmeister werden

09.06.11 : 15:46 : 142 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Gemeinde Nümbrecht

Bürger, Gemeinde und GWN ziehen an einem Strang Foto: GWN

Bürger, Gemeinde und GWN ziehen an einem Strang

Der Bürgermeister der Gemeinde Nümbrecht Hilko Redenius hat zusammen mit den Geschäftsführern der Gemeindewerke (GWN) Marion Wallérus und Gerd Radermacher ein ehrgeiziges Projekt ins Auge gefasst:

Die größtmögliche Unabhängigkeit Nümbrechts in allen Fragen rund um die Energieversorgung und eine zu 100% klimaneutrale Gemeinde.

Mit dem Erreichen dieser Ziele wäre für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde und für alle nachkommenden Generationen ein großartiger Schritt gelungen, der sowohl die eigene Selbständigkeit als auch eine wirklich nachhaltige Umweltschonung ermöglichen würde.

Um auf dieses langfristig durchaus realisierbare Ziel zu erreichen, erstellt die Gemeinde zusammen mit den Gemeindewerken GWN ein Klimaschutzkonzept für die Gemeinde Nümbrecht. Unterstützung erhalten Gemeinde und GWN durch ein renommiertes Forschungsinstitut.

Das integrierte Klimaschutzkonzept für die Gemeinde Nümbrecht wird insbesondere die Themenfelder

•Erschließung der verfügbaren erneuerbaren Energiepotentiale
•Integrierte Wärmenutzung
•Klimaschutz in eigenen Liegenschaften

enthalten.

Zur Erstellung des Gutachtens hat die Gemeinde einen 95 %igen Zuschuss (165.000 €) aus dem Bundeshaushalt erhalten. Die Mittel wurden über den Projektträger Jülich / Forschungszentrum Jülich GmbH für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit bewilligt.

Als Ergebnis der umfangreichen Analyse werden der Gemeinde dann zum ersten Mal eindeutige und belastbare Daten und Fakten zur Verfügung stehen, die Grundlage aller zukünftigen Planungen sein werden. Die Gemeinde Nümbrecht wird damit unter den ersten Gemeinden im Oberbergischen sein, die dieses mächtige Planungsinstrument nutzen kann.

Die Analysen in diesem Konzept umfassen alle klimarelevanten Bereiche und Sektoren der Gemeinde, so beispielsweise

•die Liegenschaften,
•die Beleuchtung,
•die privaten Haushalte,
•alle Gewerbebetriebe,
•Industrie,
•Verkehr,
•Abwasser und Abfallströme.

Alle Daten werden gemeinsam betrachtet, um Synergien und Einsparpotentiale zu erkennen und um strategische Maßnahmen zu erarbeiten, die von der Gemeinde, aber auch von den interessierten Bürgern und den ansässigen Gewerbebetrieben in Angriff genommen werden können.

Neben der Erstellung von Planungsgrundlagen wird in dem Konzept besonderer Wert auf die Information, Beteiligung und Einbindung aller Beteiligten Wert gelegt, denn derartige Pläne lassen sich nur verwirklichen, wenn Gemeinde, Gemeindewerke, Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger dahinter stehen. Die Umsetzung aller für sinnvoll erachteten Maßnahmen wird darum dann zu einer gemeinsamen Aufgabe in Nümbrecht – wenn alle an einem Strang ziehen, dann sind auch anspruchsvolle Ziele erreichbar. In vergleichbaren Konzepten wurden in anderen Gemeinden Einsparungen in zweistelligen Prozentwerten erzielt, darüber hinaus wurden eindeutige Wege aufgezeigt, wie das Ziel von NULL Emissionen tatsächlich erreicht werden kann.

»Die Energieversorgung muss für alle Nümbrechter Bürgerinnen und Bürger sicher und bezahlbar sein«, so Bürgermeister Hilko Redenius. »Das wir darüber hinaus aber auch alles daran setzen müssen, unseren Kindern eine saubere Umwelt zu hinterlassen, ist selbstverständlich. Wir können und wollen nicht mehr wie früher unsere Probleme an spätere Generationen weiterreichen.«

Die Gemeinde Nümbrecht und die GWN sind bereits auf einem guten Weg. Der Einsatz von dezentralen Blockheizkraftwerken, die Installation der Nahwärmeinsel Büschhof, bei der hocheffizient Wärme aus der Luft gewonnen wird, knapp 300 kW Photovoltaik auf den Dächern der öffentlichen Gebäude – dies alles trägt zur Unabhängigkeit von den großen Stromversorgern und zur nachhaltigen Schonung der Umwelt bei. Mit dem Klimaschutzkonzept ist zu erwarten, dass sehr bald weitere entscheidende Schritte zu einer sauberen und sicheren Energieversorgung und damit zu einer nachhaltig lebenswerten Region erfolgen können.


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