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Verwaltung macht sich "Zukunfts-Fit" (3)

22.12.10 : 10:15 : 141 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Gemeinde Much

In einem Wochenend-Seminar am 3. und 4. Dezember beschäftigte sich die "Leiterrunde " der Mucher Verwaltung unter Anleitung und Moderationen der KGST (Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung) und eines selbstständigen Unternehmensberaters mit den  Stärken und Schwächen unserer Gemeinde. Zunächst stand eine Bestandsaufnahme an "Was wurde bisher erreicht und umgesetzt und was wurde aus welchen Gründen nicht erreicht?".

Wie ich in der letzten Woche berichtete, konnten wir im Rahmen der Bestandsaufnahme gemeinsam feststellen, dass viele Ziele erreicht wurden und sich in Much in diesem Zeitrahmen vieles positiv entwickelt hat und dafür eine Reihe von Beispielen genannt.

Heute geht es um die Frage, was konnte bisher nicht erreicht werden und warum nicht?

- Abitur in Much

Die Gemeinde Much allein kann für eine Langzeitprognose keinen Bedarf für ein eigenes Gymnasium geltend machen, insbesondere unter Berücksichtigung des demographischen Faktors (immer weniger Schüler). Kooperationen mit den Nachbarkommunen scheiterten, weil diese ihre eigenen Interessen so in den Vordergrund stellten, dass eine sinnvolle Zusammenarbeit nicht möglich war.

Durch eine Kooperation mit Ruppichteroth und im Rahmen einer Modellschule könnte dieses Ziel "Abitur in Much" und damit die Beschulung aller Mucher Schüler in Much erreicht werden. Die Gemeinde würde damit zusätzlich deutlich an Attraktivität gewinnen.

- Neuorganisation des Bereichs Kleverhof

Investoreninteresse hat es in der Vergangenheit immer wieder gegeben und gibt es noch. Leider konnten bisher nicht alle Grundstückseigentümer "unter einen Hut" gebracht werden. Solange dort nicht alle Eigentümer an einem Strick ziehen, wird doch wohl auch noch längere Zeit nichts passieren. Schade für Much.

- Ortsumgehung Much

Bedingt durch Umorganisationen im Landesbetrieb für Straßenbau sind wir auch dort nicht so vorangekommen, wie wir uns das vorgestellt haben; eine Linienbestimmung ist immer noch nicht erfolgt. Dies soll jetzt in der ersten Jahreshälfte 2011 passieren. Ob sich der vorgesehene Baubeginn in 2014 durch die genannten Verzögerungen vorschiebt, hängt vom Fortgang des Verfahrens ab.

- Flächendeckende DSL-Versorgung

Ein nicht zu unterschätzendes Thema ist die Anbindung möglichst vieler Ortschaften an schnelle DSL-Leitungen. Die Gemeinde legt zurzeit Leerrohre in Richtung Marienfeld und Kranüchel (zweit- und drittgrößter Ort in der Gemeinde), um dort in Kürze eine Versorgung mit Glasfaser zu ermöglichen. Wünschenswert sind natürlich weitere Verbindungen. Im Verbund mit den Nachbarkommunen hat die Gemeinde Much eine so genannte "Machbarkeitsstudie" anfertigen lassen. Die Ergebnisse wurden vergangene Woche vorgestellt. Danach musste man ganz klar feststellen, dass es entgegen anders lautender Vereinbarungen eine flächendeckende Versorgung mit Glasfaser aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich ist. Deshalb sind andere Lösungen, zum Beispiel durch Funkübertragung in entlegenen Ortschaften eine Lösung, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Andere Ziele, die nicht erreicht wurden, sind zum Beispiel: Biogasanlage, schnellere Verkabelung des Rathauses, weitere Ansiedlung von Fachärzten, Ansiedlung eines dm-Marktes (siehe Kleverhof), Mehr-Generationen-Wohnen, Senioren-gerechte, barrierefreie und Singlewohnungen im Ortskern, Baumarkt, Schnellbus nach Overath, Minigolfanlage und einiges mehr.

Für all das, was jetzt noch nicht erreicht werden konnte, sind neue realistische Zeitfenster und Zielsetzungen erarbeitet worden. Zusätzlich wurden gemeinsam weitere Themen und Ziele erarbeitet, die unsere Gemeinde Much in Zukunft weiterbringen und die Attraktivität steigern können. Eine Reihe von dem, was auf der Agenda steht, hängt allerdings nicht alleine davon ab, was Politik und Verwaltung in Much umsetzen wollen, sondern in erster Linie davon, dass man alle Beteiligten nicht nur in ein Boot bekommt, sondern dass dann auch noch alle in eine Richtung rudern.

Dazu im Neuen Jahr mehr.

Alfred Haas Bürgermeister


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