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Schule: Gemeinsam das Beste für unsere Kinder

18.10.10 : 12:59 : 230 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Gemeinde Much

Zurückgehende Schülerzahlen und andere Rahmenbedingungen für die Schulentwicklung in Much

Zurückgehende Schülerzahlen und andere Rahmenbedingungen für die Schulentwicklung in Much

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

keine Frage, die Schuldiskussion geht in eine neue Runde. Die Veröffentlichungen der Ratsfraktionen in den letzten Wochen deuten darauf hin.

Um was geht es dabei eigentlich und ist die Diskussion darüber in Much zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt erforderlich, werde ich häufig gefragt, denn die Realschule unterrichtet 4-zügig, die Hauptschule stabil 2-zügig. Kann man da nicht alles beim Alten lassen und Maßnahmen erst ergreifen, “wenn einem quasi das Wasser bis zum Halse steht“, wie z.B. in Ruppichteroth, wo im nächsten Jahr die Hauptschule geschlossen werden muss.

Deshalb kann und darf die Politik in Much nicht nur warten, es wäre auch für uns alle ein Irrweg, denn die Gemeinde und Städte um uns herum „rüsten“ in Sachen Schule erheblich auf, um für ihre Kinder  das Beste zu erreichen und mit einem kompletten Schulangebot die Standortqualität deutlich zu steigern.

Deshalb müssen es unsere Ziele sein:

1.        das sehr gute und mehrfach ausgezeichnete Schulangebot (Realschule/Hauptschule) hier in Much langfristig und nachhaltig zu sichern

       und

2.        ein komplettes Angebot für alle unserer Schüler am Ort - mit Abitur in Much zu erreichen (Anmerkung: Über 50 % unsere Mucher Schüler müssen zurzeit zu einem Gymnasium nach außerhalb fahren und hierbei lange Wartezeiten in Kauf nehmen).

Deshalb ist es auch für Much wichtig, sich jetzt schon zu positionieren, um für unsere Kinder langfristig das Beste zu erreichen. Was die Schulen angeht, stehen wir schon jetzt in einem harten Konkurrenzkampf mit unseren Nachbarkommunen und wie heißt es so schön: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!"

Bereits im Jahre 2006 hat der Verwaltungsvorstand auf einen in der Zukunft liegenden Handlungsbedarf hingewiesen, denn:

Fakt ist:

Immer weniger Kinder werden geboren, immer weniger Kinder werden eingeschult, immer weniger Kinder wechseln von den Grundschulen in die Hauptschule, immer weniger Mucher Kinder besuchen die Realschule (über 50 % der Realschüler kommen aus den umliegenden Gemeinden) und im Gegensatz dazu wechseln immer mehr Mucher Kinder auf ein Gymnasium in den umliegenden Städten und Gemeinden.

Fakt ist:

Durch die kontinuierlich zurückgehenden Kinder- und Schülerzahlen sind in Kürze im Grundschulbereich nur noch 5-6 Klassen insgesamt jährlich in Much einzuschulen. Die Gemeinde Much ist deshalb bereits von der Aufsichtsbehörde und dem Regierungspräsidenten aufgefordert worden, eine der drei Grundschulen in unserer Gemeinde zu schließen.

Gespräche mit den Schulleitungen sind bereits erfolgt und so könnte es sein, dass ab dem Jahr 2012 zum Beispiel in die Grundschule Schulstraße ("Schülchen") keine neuen Einschulungen mehr vorgenommen werden, weil dort die deutlich wenigsten Neuanmeldungen vorlegen. Diese Schule würde dann bis 2014 auslaufen. Darüber ist in der nächsten Sitzung des Schulausschusses zu beraten und zu entscheiden.

Fakt ist:

Die Schulsituation in Much muss – wie andernorts auch – aber insgesamt auf den Prüfstand (wenn nicht jetzt, wann dann?). Das belegen die Zahlen in dem neu erstellten Schulentwicklungsplan:

Schon heute ist es danach so, dass die Hauptschule bei uns in Much alleine mit Mucher Kindern kaum noch existieren könnte. Genau deshalb fragen besorgte Eltern: "Wie geht es in Much mit den Schulen weiter? Wie lange geht das noch gut?

Bezüglich des Standortfaktors schließt sich für zuzugswillige Eltern unmittelbar und immer die Frage an: "Kann mein Kind in Much das Abitur machen?“

Fragen und Informationen zu vielen Punkten, von den Eltern vielfach klar formuliert und eingefordert.

Gemeinsame Informationsveranstaltung

Nur gemeinsam können wir das Beste für unsere Kinder erreichen. Deshalb haben erste Gespräche mit den Schulleitungen stattgefunden. Dabei ist neben anderem ein so genanntes "Mucher Modell" in die Diskussion eingebracht worden, welches ein längeres gemeinsames Lernen durch Kooperationen von Haupt- und Realschule ermöglichen würde (zum Beispiel gemeinsame fünften und sechsten Schuljahre)

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Bei diesem Modell würden Haupt- und Realschule als Alleinstellungs- und Qualitätsmerkmale bestehen bleiben und zusätzlich würde eine Oberstufe mit Abitur "angedockt". Zurzeit wäre das denkbar, weil aufgrund der guten Anmeldezahlen bei Real- und Hauptschule sechs Züge tatsächlich vorhanden sind und wegen der späteren Differenzierungen fünf Züge als Voraussetzung angesehen werden.

Dem Wunsch der Eltern nach Informationen und Transparenz kommen wir gerne nach, indem wir in Kürze eine öffentliche Informationsveranstaltung unter Beteiligung unserer Schulen und weitere Fachleuten gemeinsam planen und anbieten werden.

„Mit Herz und Verstand unser schönes Much gestalten!“

Alfred Haas Bürgermeister


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