Dringender Appell an die Landesregierung für die Ortsumgehung Much
10.11.11 : 18:15 : 80 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Gemeinde Much
Landesverkehrsminister Voigtsberger und Staatssekretär Becker zum Ortstermin nach Much eingeladen
Alle Mucher Ratsfraktionen, Bürgermeister und Verwaltungs-vorstand haben sich damals nach einem gemeinsamen parteiübergreifenden Votum auf allen Ebenen und mit allen Mitteln für die dringend erforderliche Ortsumgehung Much eingesetzt. Mit Erfolg, wie man weiß: Die Ortsumgehung Much wurde in den vordringlichen Bedarf zum Ausbau festgeschrieben.
Der damalige Verkehrsminister Schwanhold (SPD) war vorher einer Einladung der Gemeinde gefolgt und hatte sich vor Ort von der vordringlichen Priorität überzeugt. Anschließend wurde Much auch deshalb in den vordringlichen Bedarf aufgenommen, weil es sich bei der abschüssigen B 56 in dem extrem eingeengten Ortskern um eine mit „Herborn“ vergleichbar gefährliche und äußerst prekäre Situation handelt.
Daneben ist durch das hohe Verkehrsaufkommen in dem engen Ortskern keinerlei Aufenthaltsqualität mehr gegeben, wodurch die weitere positive Entwicklung des Zentralortes Much nicht mehr möglich ist.
Erschwerend kommt hinzu, dass auf Grund der geringen Straßenbreite Begegnungsverkehr nur durch Überfahren der Bürgersteige möglich ist und dabei erhöhte Risiken für Pas-santen und insbesondere auch für Rollstuhlfahrer entstehen, die keine Chance haben, im Bedarfsfall auszuweichen.
Dass jetzt die Ortsumgehung Much trotz der aufgezeigten und damals in allen Instanzen anerkannten Gründe plötzlich und ohne konkrete Hinweise praktisch gestrichen wurde, verwundert umso mehr, weil diverse Gesprächsnachfragen der Gemeinde dazu vom Landesverkehrsministerium abgelehnt wurden, ohne auch nur im Geringsten auf die vorgetragenen Argumente einzugehen.
Die Gemeinde, Verwaltungsvorstand und im Mucher Rat ver-tretene Fraktionen haben über die Streichung aus dem vor-dringlichen Bedarf und die Vorgehensweise der Landesregie-rung ihr absolutes Unverständnis geäußert.
Die Gemeinde wird deshalb die Herren Verkehrsminister Voigtsberger -SPD- und Staatssekretär Becker – Bündnis 90/Die Grünen - (Herr Becker ist ja zusätzlich unser Wahlkreisvertreter, von dem wir natürlich eine tatkräftige Unterstützung erhoffen.) in den nächsten Tagen zur Unterstützung unserer Argumentation zum öffentlichen Gespräch einladen.
Wir hoffen, dass beide - wie damals Herr Schwanhold – auch nach Much kommen und sind zuversichtlich, dass dadurch auch wieder ein Umdenken beim Land erfolgen wird.
Alfred Haas
Bürgermeister
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