Beta
Beiträge suchen
« zur Übersicht «

DSL-Machbarkeitsstudie liegt vor

20.01.11 : 13:21 : 288 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Gemeinde Much

Kurz vor dem Jahreswechsel hat die Firma IK-T aus Regensburg die Untersuchungsergebnisse über die Situation der Breitbandversorgung in der Gemeinde Much präsentiert.
Aufgrund der Siedlungsstruktur unserer Gemeinde (114 Ortschaften auf 78 qkm Fläche) besteht teilweise eine erhebliche Unterversorgung mit Breitbandanschlüssen. Zur Beseitigung der Unterversorgung schlägt die Machbarkeitsstudie folgende Alternativen vor:

DSL-Ausbau mit Glasfaserzuführungen zu den Kabel-verzweigern der Telekom

DSL-Ausbau mit Glasfaserzuführungen zu zentralen Schaltverteilern

Breitbandausbau über Richtfunkzuführungen zu den Kabelverzweigern der Telekom.

Die Optimallösung besteht im Glasfaserausbau zwischen dem Netzknoten in Much und den Kabelverzweigern der Telekom im Gemeindegebiet. Diese Lösung hat allerdings einen hohen Preis. Die Ausbaukosten sind von der Firma IK-T mit 2,2 Mio. € ermittelt worden. Zur Vorbereitung und Unterstützung dieser Maßnahme hat die Gemeinde bereits rd. 200.000 € aus Mitteln der Konjunkturhilfe abgezweigt und baut dafür zurzeit Leerrohrzuführungen zu den Kabelverzweigern in Marienfeld, Weeg und Kranüchel aus. Mögliche Kostenreduzierungen für den Ausbau von Glasfaserzuführungen bestehen in der Nutzung bestehender Infrastrukturen der Energieversorgungsunternehmen. Diesbezüglich werden Gespräche mit dem RWE und der rhenag geführt. Der Glasfaserausbau ist insbesondere in den dünn besiedelten Gemeindeteilen nur mit einem hohen Einsatz von öffentlichen Mitteln möglich. Hier müssen kostengünstigere Alternativen (z. B. Richtfunklösungen) eingesetzt werden.
Eine neue Mobilfunktechnik (LTE) wird für den ländlichen Raum eine erhebliche Verbesserung der Breitbandversorgung bieten. Die Fa. Vodafone hat die ersten Sendestationen für den Einsatz dieser Technik in der Gemeinde Much in Betrieb genommen. Nach den uns vorliegenden Unterlagen des Mobilfunkbetreibers können große Teile der östlichen Gemeindehälfte mit der LTE-Technik bereits heute eine gute Breitbandversorgung erhalten. Auch andere Mobilfunkbetreiber werden die LTE-Technik ausbauen und die Breitbandversorgung in unserer Gemeinde damit verbessern.
Entsprechend der Breitbandstrategie des Landes NRW sind wir bemüht, die Breitbandversorgung soweit wie möglich und wirtschaftlich vertretbar über den Glasfaserausbau zu realisieren. Die Firma IK-T soll uns bei diesen Bemühungen, insbesondere bei der Erschließung öffentlicher Fördermittel und bei den Verhandlungen mit Netzbetreibern unterstützen. Zurzeit wird zu diesem Zweck eine so genannte Markterkundung durchgeführt.
Wir hoffen, dass wir die Breitbandversorgung als wichtigen Standortfaktor in unserer Gemeinde erheblich verbessern können. Die Erfahrungen der Vergangenheit haben allerdings gezeigt, dass hierfür dicke Bretter gebohrt werden müssen.


Beitrag teilen:

Facebook
Twitter




Mehr zum Thema:

Much (294) - Ausbau (43) - Internet (30) - DSL (18) - Marienfeld (11) - Telekom (8) - Machbarkeitsstudie (6) - Alternativen (3) - LTE (2) - Glasfaser (2) - Richtfunk (2) - Mobilfunktechnik (1)

Kommentare
Bis jetzt wurde noch kein Kommentar zu dem Beitrag geschrieben. Schreib jetzt den ersten Kommentar.
Kommentar schreiben
Infos zum Autor
Gemeinde Much