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Regionale 2010 – Klosterlandschaft Heisterbach

31.03.10 : 10:19 : 260 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Rhein-Sieg-Kreis

Bürgermeister Peter Wirtz begrüßte die Gäste unter dem Baustellenschild mit dem neuen Logo des Projektes Klosterlandschaft Heisterbach

Die Bauarbeiten beginnen mit neuem Projektdesign und Logo (kl) – Auf dem Gelände des Klosters Heisterbach tut sich was, das ist schon seit längerem zu sehen. Bisher waren es jedoch „lediglich“ vorbereitende Arbeiten, wie die archäologischen Grabungen im Sommer des vergangenen Jahres oder die Baumfällungen im Februar. Doch nun geht es mit den eigentlichen Bauarbeiten los. Im Rahmen des Regionale 2010 Projektes Klosterlandschaft Heisterbach werden zunächst die Eingangsallee vom Torhaus bis zum Brauhaus sowie der neben der Zehntscheune gelegenen Wirtschaftshof in Angriff genommen. Rechtzeitig zum Start dieser Arbeiten ist auch das neue Erscheinungsbild, das so genannte Corporate Design, mit einem eigens für das Projekt entwickelten Logo und Wortmarke fertig geworden. Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Königswinter, Peter Wirtz, und dem Geschäftsführer der Regionale 2010 Agentur, Dr. Reimar Molitor, stellten gestern (30.03.2010) Kreisplanungsdezernent Michael Jaeger und der Regionale 2010-Beauftragte des Kreises, Walter Wiehlpütz, die beiden Projektbausteine vor. Hierzu waren zahlreiche weitere Projektbeteiligte, Förderer und Kooperationspartner des Projektes Klosterlandschaft Heisterbach in die Klosteranlage gekommen

„Ich freue mich, dass nach all den Jahren der Vorarbeit das Ergebnis jetzt endlich beginnt, sichtbar zu werden. Hier - wie an anderen Stellen im Stadtgebiet - zeigt sich nun, was REGIONALE 2010 für Königswinter bedeutet." sagte Bürgermeister Peter Wirtz bei seiner Begrüßung am Torhaus.

„Manchmal - so wie hier bei diesem Regionale 2010-Projekt Kloster Heisterbach - beginnt die gemeinsame Zukunft mit der ästethischen Ertüchtigung der Vergangenheit!“, ergänzte Kreisplanungsdezernent Michael Jaeger bei seiner Einführung in die Vorstellung.

Innerhalb der Klostermauern verband, historisch belegt, eine Allee aus Obstbäumen das barocke Torhaus mit dem Landschaftspark. Sowohl die Zisterzienser als auch der Gartenkünstler Maximilia Friedrich Weyhe, der um 1890 den romantischen Park anlegte, verbanden bei der Wahl der Bäume das Nützliche mit dem Schönen. Der von der Allee begleitete Hauptweg und die Wege in dem zentralen Bereich zwischen dem Zugang zum Wirtschaftshof, Parkanlage und der Vorbereich des Brauhauses werden mit Basaltpflaster neu gestaltet und die Rasenflächen neu angelegt. Die Treppe zum Brauhaus wird dabei vollständig erneuert. Der Wirtschaftshof neben der Zehntscheune war früher der lebendige Kern der Klosteranlage. Zurzeit führt das Amt für Bodendenkmalpflege hier noch Grabungen durch. Sobald diese beendet sind, wird der Hof mit Sitzstufen und einer Pflasterung neu gestaltet. Hierdurch, und durch eine großzügige Außenterrasse für die Gastronomie, wird der Hof attraktiver und im Zusammenhang mit der Zehntscheune besser als öffentlicher Raum nutzbar.

Das Projekt wird jedoch nicht nur vor Ort durch die Baumaßnahmen umgesetzt, ebenso wichtig sind die Kommunikation der einzelnen Projektschritte und -ziele sowie das geplante touristische Angebot. Hierfür wurde die Entwicklung eines einheitlichen Erscheinungsbildes (Corporate Design) beschlossen. Die Agentur FKK-design GmbH ging als Sieger aus dem Wettbewerb hervor. Ihr Logo ist eine Grafik, die die kultivierte Klosterlandschaft symbolisiert. Ihre Regelmäßigkeit hebt sich von der untergeordneten Natur ab. Zudem entfällt bei dem Projektnamen der sperrige Begriff „Gesamtperspektive“. Das Projekt heißt künftig nur noch „Klosterlandschaft Heisterbach“.

Zum Schluss gab Walter Wiehlpütz, der Regionale 2010-Beauftrage des Rhein-Sieg- Kreises, einen Ausblick auf die weiteren geplanten Schritte. Im Haus Elisabeth auf dem Klostergelände soll ein Infopunkt eingerichtet werden, in dem alle Informationen rund um das Kloster, zur Regionale 2010, zu Veranstaltungen, Ausstellungen und sonstigen Aktivitäten zusammengeführt werden. Es soll eine Ausstellung zur Entwicklung und Umsetzung des Regionale 2010 Projektes sowie eine eigene Homepage geben.

Der 1. Bauabschnitt wird voraussichtlich im Sommer beendet sein. Im 2. Bauabschnitt werden ab Spätsommer „intra muros“ die Teichanlagen sowie die historische Wasserführung saniert und der Landschaftspark wiederhergestellt, in dem auch der Grundriss des ehemaligen Klosters dargestellt werden soll. Im Landschaftspark sollen an zwei Stellen die archäologischen Grabungen sichtbar gemacht werden.

Parallel zu den Baumaßnahmen innerhalb der Klostermauern beginnen auch die Maßnahmen ‚extra muros’. Im Spätsommer wird die Renaturierung der überwiegend verrohrten Bachläufe ‚Heisterbach und Kelterssiefen’ erfolgen. Gleichzeitig wird eine Teichfläche angelegt, die ebenfalls auf die historischen Spuren des Zisterzienserlebens verweist. Abschließend werden im Rahmen der landschaftlichen Neuordnung der Klosterlandschaft ‚extra muros’ die Aufwertung des Eingangsbereiches sowie die Verlegung der Parkplatzfläche auf die andere Straßenseite erfolgen. In diesem Zuge wird auch die Querungshilfe an der Landstraße den heutigen Erfordernissen angepasst.

Am Sonntag, den 9. Mai 2010, wird das Projekt im Rahmen eines Frühlingsfestes der Öffentlichkeit präsentiert. Bei einer Wanderung am Samstag, dem 10. Juli 2010 wird daran erinnert, dass sich die Spuren der Zisterziensermönche noch heute durchs Heisterbacher Tal ziehen und wie sich das Kloster entwickelt hat.


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Die Bauarbeiten im Wirtschaftshof neben der Zehntscheune sind im vollem Gange
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