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Regionale 2010: Zeitreise durch die Geschichte des Klosters Heisterbach

16.03.10 : 17:09 : 429 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Rhein-Sieg-Kreis

Hauptszene

3D Computervisualisierung als Film und im Internet macht es möglich (kl) – Zu Beginn im Jahr 1250 war es ein bescheidener Konvent, dann eine ausgedehnte Klosteranlage mit Klosterkirche, Mönchstrakt, Teichanlagen und Wirtschaftsgebäuden, nach der Aufgabe des Klosters ein Steinbruch und noch später bildete die Chorruine die Kulisse für eine romantische Parkanlage. Das Kloster Heisterbach hat im laufe der Jahrhunderte viele Entwicklungsstadien durchlebt, doch vollständig zu sehen ist keine mehr davon. Die unterschiedlichen Stadien, wie sie aussahen, wie sie auf einander folgten und wie das Kloster in die umgebende Landschaft eingebettet war, all das ist nun dank einer dreidimensionalen Computervisualisierung wieder erlebbar.

Im Rahmen des Regionale 2010 Projektes „Klosterlandschaft Heisterbach“ ist zunächst eine dreidimensionale Filmsequenz entstanden, die in einem etwa halbstündigen Film über die Entstehung und Entwicklung des Klosters mit eingeflossen ist. Anschaulich wird hier unter anderem deutlich, auf welcher Grundlage das virtuelle Modell entstanden ist und wie die Erkenntnisse aus den Ausgrabungen im vergangenen Jahr mit eingeflossen sind.

Neben dem Film wird die virtuelle Rekonstruktion des Klosters ab Herbst 2010 auch über ein interaktives Internetportal zugängig sein. Der Nutzer kann sich hier in dem Echtzeitmodell in den vier Zeitebenen 1250, 1750, 1890 und 2008 sowohl innerhalb der Klosterkirche als auch außerhalb, in der Landschaft, bewegen. Dabei nimmt die Klosterkirche eine besonders eindrucksvolle Rolle ein. Das Informationssystem bietet zudem weitere Texte und Bilder über die Zusammenhänge zwischen dem Klosterleben und der Umgebung. Das virtuelle 3D Modell ist so angelegt, das es jederzeit modular eine Ergänzung vorgenommen werden kann.

Der Film ist vom 19. März bis 14. November dieses Jahres im Rahme der archäologischen Landesausstellung "Fundgeschichten: archäologie im rheinland“ im Römisch-Germanischen Museum in Köln zu sehen. Der Öffentlichkeit vor Ort wird er am Projekttag auf dem Klostergelände Heisterbach, am Sonntag den 9. Mai, vorgestellt. Danach soll der Film dauerhaft auf dem Klostergelände und möglicherweise auch im Siebengebirgsmuseum in Königswinter zu sehen sein.

Realisiert wurde das Projekt im Auftrag des Rhein-Sieg-Kreises in Kooperation mit der Stadt Königswinter sowie der Stiftung Heisterbach durch die Informationsmedien Dießenbacher Tewissen, unter Leitung der Hochschule Anhalt. Studenten des Fachbereichs Architektur am Standort Dessau haben unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Claus Dießenbacher in Zusammenarbeit mit Dr. Frank Dießenbacher und Mark Tewissen das Computermodell geschaffen. Die Kosten für die Erstellung der 3D Visualisierung belaufen sich auf 60.000 Euro und werden mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

„Die Zusammenarbeit mit der Uni Dessau ist ein voller Erfolg. Da die Produktion hinsichtlich der Zeitzonen einen tollen Überblick über die Historie vermittelt, freuen wir uns, dass das Werk im Präsentationsjahr der Regionale 2010 für ein halbes Jahr im Römisch Germanischen Museum in die archäologische Landesausstellung Einzug gehalten hat“, sagte der Regionale Beauftragte des Kreises Walter Wiehlpütz.


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