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Rettungshubschrauberstation für Köln

17.11.11 : 11:58 : 72 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Stadt Köln

Eine neue Rettungshubschrauberstation für Köln auf dem Kalkberg? 
Foto: Stadt köln

Stadtdirektor und Feuerwehr erläutern die aktuelle Ratsvorlage
Für die weitere Planung und den Bau der neuen Rettungshubschrauberstation auf dem Kalkberg hat die Verwaltung eine Vorlage erarbeitet, die nun den politischen Gremien zur Entscheidung vorliegt: zunächst im Gesundheitsausschuss am 15. November, später in weiteren Gremien sowie abschließend im Rat voraussichtlich am 20. Dezember.

Gemäß der aktuellen Planung soll die Station für den Rettungshubschrauber „Christoph 3“ und den Intensivtransporthubschrauber „Christoph Rheinland“ ab kommendem Jahr direkt neben der Stadtautobahn auf dem erhöhten Geländeteil der ehemaligen Chemischen Fabrik Kalk, dem so genannten „Kalkberg“ gebaut werden. Im Dezember jährt sich die Indienststellung des Rettungshubschraubers zum vierzigsten Mal.

Die Ratsvorlage sichert die Zukunft der Luftrettung in Köln und berücksichtigt dabei die Interessen der Anwohner nach Lärmschutz. Sie behandelt außerdem die Problematik der Altlasten im Bereich des Kalkbergs im öffentlichen Teil.

Seit 2004 wird ein neuer Standort für beide Hubschrauber gesucht. Bereits am 5. Juli 2005 hatte sich der Rat mit großer Mehrheit nach einer umfangreichen Vorauswahl aus 23 Grundstücken für den Kalkberg entschieden. Die Bezirksregierung Düsseldorf hatte hierfür im Oktober 2008 die luftrechtliche Genehmigung erteilt. Die Klage einer Anwohnerin verzögerte bislang jedoch die Verwirklichung.

Vor einem Jahr, im Oktober 2010, ordnete die Bezirksregierung Düsseldorf wegen des überwiegenden öffentlichen Interesses an einer funktionsfähigen Luftrettung die sofortige Vollziehung an, die ein Beginn der Bauarbeiten ungeachtet der anhängigen Klage ermöglicht. Zwischenzeitlich ist die letzte denkbare Alternative für den Standort, der Flughafen Köln-Bonn, entfallen.

Der Ratsbeschluss von 2005 sah für den Bau und Betrieb der Rettungshubschrauberstation ein Investorenmodell vor. Dem Rat wird nun zur Entscheidung vorgelegt, Bau und Betrieb in Eigenregie der Stadt durchzuführen. Das Grundstück befindet sich derzeit nicht im Eigentum der Stadt. Dieses Grundstück soll nach dem Abwägungsprozess aus wirtschaftlichen Gründen angekauft werden. In einer gesonderten Vorlage für den nicht öffentlichen Teil werden die unterschiedlichen Möglichkeiten, den Kalkberg zu nutzen, Ankauf oder Miete, dargestellt und bewertet.

Der Bau der Rettungshubschrauberstation wird von einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit begleitet, unter anderem ist geplant, am 28. November 2011 eine Bürgerinformationsveranstaltung durchzuführen.

- jm -


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