Bilanz des Ordnungsamtes zum Verlauf des Straßenkarnevals
08.03.11 : 17:24 : 118 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Stadt Köln
Stadtdirektor Guido Kahlen: „Erneut hohe Akzeptanz des Glasverbots!“
Im Straßenkarneval 2011 hat die Stadt Köln zum dritten Mal mit ihrem Konzept „Mehr Spaß ohne Glas“ in Altstadt und Zülpicher Viertel für ein weitgehend scherbenfreies Feiern der Jecken gesorgt. Erstmals gab es dabei im Vorfeld eine große Planungssicherheit, weil im Gegensatz zum Vorjahr keine Gerichtsverfahren anhängig waren. Für die diesjährige Aktion zieht der Ordnungs- und Verkehrsdienst insgesamt auch für den Straßenkarneval 2011 eine sehr positive Bilanz.
Bilanz des Ordnungsdienstes
Im Rahmen der Kampagne „Straßenkarneval in Köln – Mehr Spaß ohne Glas“ wurde das Verbot im Vorfeld wieder über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht, was auch
diesmal zu einer sehr großen Akzeptanz führte. Breite Unterstützung der Kampagne erfuhr die Stadt Köln durch Polizei Köln, Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V., Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB), Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), Bundespolizei und Deutsche Bahn.
Bei der Kontrolle der glasfreien Zonen „Altstadt“ und „Zülpicher Viertel“ wurde der städtische Ordnungsdienst an Weiberfastnacht, Karnevalssamstag und Rosenmontag durch über 250 freiwillige Helferinnen und Helfer unterstützt. Sie wiesen an den Zugängen die Feiernden auf das Glasverbot und die für die Entsorgung von mitgeführtem Glas zur Verfügung stehenden Glascontainer hin.
Der Großteil der Jecken war mit dem Konzept „Mehr Spaß ohne Glas“ völlig einverstanden; die meisten hatten von sich aus bereits wieder auf Alternativen wie Plastikflaschen
und Getränkedosen umgestellt. Großes Lob fanden außerdem die von der Stadt Köln bereitgestellten Plastikbecher, in die Getränke aus Glasflaschen umgefüllt werden konnten.
An den drei Karnevalstagen, an denen das Glasverbot galt, wurden insgesamt über 50.000 Becher verteilt.
Von etwa 1.950 Jecken, denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsdienstes
die Regeln im Bereich Altstadt und Zülpicher Viertel dann aber nochmals erklären mussten, weil sie mit Glas angetroffen wurden, waren alle mit dem Glasverbot einverstanden,
so dass keine (Vorjahr:1) Zwangsgeldandrohung ausgehändigt werden musste.
Auch der überwiegende Teil der Kiosk-, Imbiss- und Einzelhandelsbetriebe hielt sich an die Spielregeln. Gegen drei (Vorjahr:3) Kioske musste jedoch ein Verfahren wegen
der Abgabe von Glas eingeleitet werden.
Stadtdirektor Guido Kahlen freute sich über die erneut hohe Akzeptanz des Glasverbots.
Ihn begeisterten aber auch die vielen Flaschensammler an den Zugängen der Glasverbotszonen, die dafür sorgten, dass die abgegebenen Pfandflaschen nicht im Müll landeten:
„Einmal mehr haben die Kölnerinnen und Kölner ihr hohes Maß an Kreativität und Eigeninitiative unter Beweis gestellt. Sehr viele Menschen haben durch das Sammeln
von Flaschen und Dosen die Aktion ‚Mehr Spaß ohne Glas’ tatkräftig unterstützt. Die sichtlich zufriedenen Flaschensammler halfen, Gefahren zu reduzieren und den Wirtschaftskreislauf
einzuhalten.“
Auch die Anwohnerinnen und Anwohner äußerten sich wieder sehr zufrieden mit der Umsetzung der Glasverbots-Kampagne.
Ein weiterer Schwerpunkt des Ordnungsdienstes war der Jugendschutz. Dazu wurden sowohl im Vorfeld der Karnevalstage als auch an den tollen Tagen selbst Kontrollen im
Gaststätten- und Gewerbebereich durchgeführt. Insgesamt wurden 311 (Vorjahr: 309) Jugendschutzkontrollen durchgeführt. In 84 Fällen (113) musste eingeschritten werden,
weil Minderjährige Wein, Bier und Spirituosen tranken. An Weiberfastnacht wurden 69 (56) Jugendliche mit für sie nicht erlaubten alkoholischen Getränken angetroffen. Die sichergestellten
Getränke mussten die jungen Leute vor Ort ausschütten. 49 (101) Jugendliche (davon 42 an Weiberfastnacht; Vorjahr: 92) wurden beim Rauchen ertappt und mussten ihre Zigaretten abgeben.
Gegen 27 (20) Gaststätten-, Kiosk- und Trinkhallenbesitzer wurden Verfahren wegen Ordnungswidrigkeit und Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz oder gewerberechtliche Vorschriften eingeleitet. 15 (im Vorjahr 11) der geahndeten Verstöße betrafen Kontrollen an Weiberfastnacht. Es wurden dabei auch alkoholische Getränke an Kinder oder Jugendliche ausgeschenkt, was für die betreffenden Wirte empfindliche Strafen zur Folge haben kann.
Wie in den Vorjahren musste der Ordnungsdienst auch gegen sogenannte „Wildpinkler“ vorgehen. Insgesamt 317 (Vorjahr: 139) Jecke wurden dabei angetroffen, wie sie ihre Notdurft außerhalb einer Toilette verrichteten.
Bilanz des Verkehrsdienstes In den Nächten vor Karnevalssonntag und Rosenmontag war der Verkehrsdienst jeweils
mit etwa 50 Mitarbeitern entlang der Zugstrecken im Einsatz. Durch das Abschleppen widerrechtlich parkender Fahrzeuge wurde hier ermöglicht, dass die beiden großen Karnevalsumzüge
in Köln problemlos und ohne zeitliche Verzögerung stattfinden konnten.
Im Vorfeld des Karnevalssonntags wurden 196 Fahrzeuge abgeschleppt (Vorjahr: 360) und 340 (400) Verwarnungen ausgesprochen. 31 (40) Halter, die in unmittelbarer Nähe
ihrer Wohnung geparkt hatten, konnten durch städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei ihnen klingelten, erreicht werden und ihr Fahrzeug selbst wegsetzen. Für sie entfielen damit die Kosten für das drohende Abschleppen. In der Nacht vor dem Rosenmontagszug wurden nochmals 49 (53) Fahrzeuge abgeschleppt und 84 (68) Verwarnungen ausgesprochen. Hier konnten noch 26 (15) in unmittelbarer Nähe ihrer Wohnung
parkende Halter durch Klingeln erreicht werden und ihr Fahrzeug rechtzeitig woanders abstellen.
An Weiberfastnacht wurden insgesamt 42 (50) Verwarnungen für Parkvergehen ausgestellt.
In 28 (33) Fällen gelang es auch hier den städtischen Mitarbeitern, die Halter der Fahrzeuge ausfindig zu machen. Diese konnten ihre Autos dann entfernen. 11 (17) Fahrzeuge mussten jedoch abgeschleppt werden.
- jö -
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