gamescom congress 2010: Zukunftschancen schaffen und wahrnehmen
20.08.10 : 13:11 : 125 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Stadt Köln
NRW-Medienpolitik setzt sich für Branchen- und Medienkompetenzförderung ein
Der diesjährige gamescom congress übertraf mit über 400 Besuchern den des Vorjahres. Die eintägige Konferenz, die von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, der Stadt Köln und dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) ausgerichtet wird, widmete sich den aktuellen Trends der Gamesnutzung und deren gesellschaftlichen Auswirkungen und richtete sich dabei an Akteure aus der Games-Branche, an Vertreter aus Politik, Kultur und Presse sowie an Multiplikatoren aus den Bereichen Bildung und Erziehung.
„Es ist mir sehr wichtig, dass gerade auch im Rahmen der gamescom eine intensive gesellschaftspolitische Diskussion stattfindet. In dem eintägigen gamescom-congress sehe ich hier die ideale Plattform. Ich möchte mich beim BIU und dem Land Nordrhein-Westfalen bedanken, diediesen Kongress gemeinsam mit der Stadt Köln finanzieren und ausrichten,“ so Jürgen Roters,Oberbürgermeister der Stadt Köln. Staatssekretär Marc Jan Eumann betonte noch einmal, welch außerordentliche Relevanz das Thema Medienkompetenz, insbesondere im Bereich Gaming, für die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat: „Computerspiele sind zu einem unverzichtbarenBestandteil unseres alltäglichen Lebens geworden. Es ist dabei unumstritten, dass Pädagogen undEltern eine wichtige Schlüsselrolle für die Medienbildung von Kindern und Jugendlichen haben. Das möchten wir mit diesem Kongress unterstreichen. Der nächste Schritt wird sein, über erfolgreichePilotprojekte hinaus, flächendeckende Maßnahmen umzusetzen.“
Einen besonderen Fokus legte der diesjährige Kongress auf die aktuellen Trends und Strömungen inder Gamesbranche. Neben Online- und Browserspielen waren vor allen Dingen Social- undEmotional-Gaming sowie E-Sports und die zunehmende Konvergenz zwischen Games undFernsehen ein Thema. So ließen die Case-Studies des Nachmittags das Publikum in die verschiedenen Gameswelten eintauchen, bevor die Anschlussrunde die Inhalte des Tages reflektierte und erörterte, wie die Zukunftschancen der Branche effizient mitgestaltet und genutzt werden sollten.
Die begleitende Ausstellung ‚Artworks Contest’ bot den Kongressteilnehmern einen Einblick in die Lebenswelt von jugendlichen Gamern. Die Besucher konnten sich zudem an Infoständen zum Thema Jugendmedienschutz beraten lassen und an Führungen über das Messegelände teilnehmen,im Rahmen derer jugendliche Gamer ihre ganz persönliche Sichtweise auf das Geschehen vermittelten.
Die Kongressveranstalter zogen auch in diesem Jahr eine positive Bilanz. "Computer- und Videospiele sind in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen und mit weit mehr als 20 Millionen Gamern ein fester Bestandteil der Alltagskultur in Deutschland. Anders als andere Medien, die sich über viele Jahre hinweg etablieren konnten, handelt es sich bei Games um ein junges und sehr dynamisches Medium, das ständig im Wandel ist. Ein Wandel, der vor allem Eltern und Lehrer oft vor ungeahnte Herausforderungen stellt. Hier hat auch der diesjährige gamescom congress einewichtige Brücke geschlagen, indem nicht nur neue Trends vorgestellt und kritisch beleuchtet,sondern als Teil der gesellschaftlichen Strömungen der Gegenwart diskutiert wurden,“ so BIUGeschäftsführerOlaf Wolters. Die zweite Auflage des gamescom congress hat erfolgreich die aktuellen Gaming-Trends und deren gesellschaftliche Auswirkungen abgebildet und dabei gezeigt, dass Branchenförderung und gesellschaftspolitischer Diskurs sich durchaus gewinnbringend vereinbaren lassen.
Beitrag teilen:
Facebook
Twitter




Facebook
Twitter