Trendsport Slacklining: Vorrichtungen zum Schutz der Bäume
09.07.10 : 11:34 : 747 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Stadt Köln
Die Trendsportart Slacklining findet auch in Köln zunehmend mehr Freundinnen undFreunde. Die neue Form des Seiltanzes, bei der die Sportlerinnen und Sportler einenGurt zum Balancieren meist zwischen zwei Bäumen spannen, wird sich nach Auffassungder Sporthochschule Köln weiter etablieren. Wegen der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten(Therapie, Freizeit, Wettkampf usw.) sei die Sportart nicht nur für Kinder und Jugendliche interessant.
In ganz Deutschland haben sich schon erste Slackline-Vereinigungen gebildet.Slacklining kann die Bäume allerdings stark schädigen, weil auch gesunde und starke Exemplare der punktuellen Belastung durch den gespannten Gurt nicht gewachsen sind.Die Sporthochschule Köln hat deshalb in einem Pilotprojekt mit der Stadt Köln einen effektiven Stammschutz entwickelt, der zumindest in den Sommermonaten an häufig genutzten Bäumen angebracht werden kann.
Das Institut für Natursport und Ökologie der Sporthochschule untersucht zurzeit, wo dieSlackliner im Kölner Stadtgebiet ihrer Sportart nachgehen. Die Wissenschaftler wollenwissen, welche Orte besonders beliebt sind, warum das so ist und welche Konsequenzensich daraus auch für den Baumschutz ergeben.Ein hochschulinternes Forschungsvorhaben soll die auf den Baum treffenden Kräfte ermitteln.Dabei misst eine zwischen der Befestigung handelsüblicher Slackline-Systemeund der Borke installierte Druckplatte die auftretenden Belastungen. Von diesen Wertenausgehend können Baumsachverständige Empfehlungen geben, unter welchen Voraussetzungendie Sportlerinnen und Sportler Slacklines an Bäumen anbringen können. DasForschungsvorhaben soll dabei helfen, das Slacklining ökologisch verträglich zu machen.In diesem Rahmen testen die Forscher der Sporthochschule auch verschiedene inSlackline-Sets integrierte Baumschutzsysteme auf Ihren Nutzen.Seinen Anfang nahm das Slacklining zu Beginn der 1980er Jahre im legendären KlettertreffpunktCamp 4 des Yosemite Nationalpark in Kalifornien. Die internationale Szenebalancierte hier zum Zeitvertreib auf Bandmaterial aus dem Bergsportbereich. Nach undnach verbreiteten die reisenden Kletterer die Sportart in der ganzen Welt, 2006 schafftesie schließlich auch im deutschsprachigen Raum den Durchbruch. Mittlerweile gibt eseine Vielzahl an Herstellern, die sehr unterschiedliche Produkte und Systeme anbieten.Unter anderem deshalb befasst sich auch das
Deutsche Institut für Normung (DIN) mit dem Thema. Es beabsichtigt, hier allgemein gültige Standards zu formulieren. Inwieweitdiese den ökologischen Bereich, das heißt den Baumschutz, betreffen, ist zum jetzigenZeitpunkt noch nicht abzusehen.
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