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Stadtarchiv-Einsturz: Verdacht auf Baumängel erhärtet

29.06.10 : 09:51 : 318 mal gelesen : Verstoß melden
geschrieben von Christoph H.

"Eingestürztes Gebäudes des Stadthistorischen Archivs Köln in der Severinstraße" by "Raymond Spekking", Wikipedia-Download, CC-BY-SA 3.0 Lizenz

KVB findet Mängel an Schlitzwand

Das eingestürzte Stadtarchiv von Köln - nicht nur hunderte Jahre kölnische Geschichte sondern auch zwei Menschenleben wurden hier unter Tonnen von Schutt und Trümmern begraben. Im Zusammenhang mit der Katastrophe hat sich für die Kölner Verkehrst-Betriebe (KVB) nach eigener Stellungnahmen nun der Verdacht auf Baufehler als Ursache erhärtet.

In der Sitzung des Hauptausschusses des Kölner Rates am Montag gab ein Sprecher zu Protokoll, dass tatsächlich vieles dafür spreche, dass es bauliche Mängel an einer Schlitzwand gegeben habe. Konkret nannte er einen Mangel an stabilisierendem Beton in der Konstruktion.

Im Vorfeld waren bereits Ermittlungen gegen die die Baufirma ins Rollen gekommen, da diese offenbar systematisch Stützträger abgerechnet aber nicht verbaut hatte. Sogar eine ICE-Trasse in Süddeutschland wurde nach den Enthüllungen auf ähnlichen Abrechnungsbetrug bzw. Baufusch überprüft.

Trotz starker Indizien sei ein abschließender Bericht erst möglich, wenn Gutachter Ende des Jahres in die Grube steigen könnten. Bis dahin müsse noch ein Besichtigungsbauwerk errichtet werden. Ob bis dahin alle Beweise überdauern, ist fraglich. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen am Unglücksort immer noch 15% aller Kölner Archivdokumente im Grundwasser.


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