50 Jahre Jugendaustausch zwischen Köln und Tel Aviv-Yafo
27.07.10 : 11:29 : 175 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Stadt Köln
OB Roters und Städtepartnerschaftsverein laden zu Festakt im Rathaus einSeit 50 Jahren bildet ein Jugend- und Schüleraustausch zwischen Köln und Tel Aviv-Yafo die große Konstante in den engen freundschaftlichen Beziehungen zwischen beidenStädten. Auch in Zeiten politischer Krisen wurde diese Tradition nicht unterbrochen.Die offizielle Städtepartnerschaft 1979 stellte diese Verbindung auf eine noch breitereGrundlage.Zum Jubiläum laden Oberbürgermeister Jürgen Roters und der Verein zur Förderungder Städtepartnerschaft Köln – Tel Aviv-Yafo für den 29. Juli 2010 zu einem Festakt imRathaus ein. Der Verein feiert in diesem Jahr außerdem seinen 15. Geburtstag.Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Jürgen Roters wird Asaf Zamir, Bürgermeistervon Tel Aviv-Yafo, eine Ansprache halten. Anja Spiller, Referentin für Öffentlichkeitsarbeitder Botschaft des Staates Israel, sowie Ratsmitglied Monika Möller, Vorsitzendedes Partnerschaftsvereins Köln – Tel Aviv-Yafo sind die weiteren Redner.In einer anschließenden Gesprächsrunde tauschen ehemalige und heutige Teilnehmerdes Jugendaustauschs ihre Erfahrungen aus. Außerdem tragen sich die Gäste in dasGoldene Buch der Stadt Köln ein. Den künstlerischen Rahmen gestaltet die Tel AviverFolkloregruppe „Aviv Mecholot“.Nach dem Festakt wird im Rathaus Spanischer Bau die Ausstellung „Die Sabres –stachlig und süß?“ mit Werken von 23 Tel Aviver Künstlerinnen und Künstlern eröffnet.Sie wurde vom Städtepartnerschaftsverein organisiert und von Rachel Ziv kuratiert.
Die Anfänge des Jugendaustauschs zwischen Köln und Tel Aviv gehen auf den Jahreswechsel1959/1960 zurück. Damals nahm der frühere städtische Schuldezernent, JohannesGiesberts, an einer Reise der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeitnach Israel teil. Wenige Tage zuvor, am 25. Dezember 1959, war die neueingeweihte Kölner Synagoge mit Hakenkreuzen beschmiert worden. In den Folgemonatenkam es quer durch Deutschland zu Hunderten weiterer antisemitischer Vorfälle.In Tel Aviv suchte Giesberts den Kontakt zu seinem dortigen Amtskollegen, Dr. ShaulLevin. Gemeinsam kamen sie zu dem Ergebnis, dass die Begegnung junger Deutschermit jungen Israelis die wirkungsvollste Methode sei, Antisemitismus vorzubeugen. Beidewurden so zu den Wegbereitern des deutsch-israelischen Jugendaustauschs
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