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Bald Ende im Heliosgelände?

20.04.10 : 15:25 : 813 mal gelesen : Verstoß melden
geschrieben von Christoph H.

Helios-House (Office-Building, end of 19th century) in Ehrenfeld, Cologne

Photography by --Superbass

CC-BY-SA-Lizenz

Das traditionsreiche Helioshaus an der Venloer Straße – hier steht es seit 1870. Doch nun pfeifen es in Ehrenfeld die Spatzen von den Dächern: Ein frischer Wind solle in Zukunft das Gelände umkrempeln. Ein Investor sei auf den Plan getreten. Gut für die Stadtkasse. Eventuell nachteilig für das Viertel. Doch in was genau könnte man dort investieren?

Die Diskussion ist entbrannt, und der Investor heizt die Gerüchteküche weiter an, indem er sich in lautes Schweigen hüllt. Längst machen derweil Politiker klar: Das Helioshaus muss unbedingt erhalten werden. Dazu wollen sie dem aus Rheinlandhalle, Helios-Gebäude und Heliosturm bestehenden Gebäudekomplex Denkmalschutz verschaffen.

Für die auf dem Gelände angesiedelten Betriebe (Gastronomie, Möbel, Feinkost) könnte es schon in zwei Jahren eng werden: Aus den Reihen der CDU war zu vernehmen, dass man keinesfalls ein „reines Einkaufscenter“ unterstützen wolle, und ließ dabei durchblicken, dass man im Grunde nur noch über Größe und Sortiment verhandele. Viele Ehrenfelder blicken dem drohenden Abriss des Heliosgebäudes nun sorgenvoll entgegen. Sie fühlen sich um ein Stück Stadtkultur verkauft.

Die für die Bebauungspläne verantwortliche Unternehmensgruppe Bauwens signalisierte indes nur, nun zügig in Gesprächen in Stadtentwicklungsausschuss und Bezirk abwickeln zu wollen. Erst im Zuge eines Bebauungsplanverfahrens wären dann auch die Öffentlichkeit beteiligt und Bürger zu Stellungnahmen eingeladen.


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