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Internationaler Schülerempfang

10.11.10 : 14:22 : 196 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Unserort Redaktion für
Stadt Hennef

In der Realschule ging es international zu. Bügermeister Klaus Pipke (links) begrüßte die englischen, norwegischen und spanischen Schüler.

(ms) Elf englische, zehn norwegische und elf spanische Schülerinnen und Schüler besuchen Hennef und die Kopernikus-Realschule. Die Schüler sowie sieben Lehrer beziehungsweise pädagogische Mitarbeiter sind vom 8. bis zum 11. November zu Gast in Hennef. Der Bürgermeister der Stadt Hennef, Klaus Pipke, begrüßte die Schülerinnen und Schüler in der Kopernikus-Realschule. Dieser Schüleraustausch findet statt im Rahmen des Comenius-Programms der Europäischen Union.

Das Comenius-Programm

Seit August 2009 nimmt die Kopernikus-Realschule (Schülerinnen und Schüler der Klassen acht bis zehn)  als Partner am Comenius-Programm der Europäischen Union teil. Gemeinsam mit drei anderen Schulen in Banbury, Großbritannien, in Madrid, Spanien, und in Rjukan, Norwegen, sollen in den nächsten zwei Jahren mit finanzieller Unterstützung der EU verschiedenen Projekte und gegenseitige Besuche durchgeführt werden.

Das gemeinsame Thema „Eco-schools towards a Greener Europe – Europäische Bürger entwickeln Verantwortung und Bewusstsein für ihre Umwelt mit Hilfe nationaler Fallstudien“ ist das Ergebnis vieler Gespräche. Lehrerinnen und Lehrer aus verschiedenen europäischen Ländern haben sich bei diesen Treffen darüber ausgetauscht, welche Einflüsse und Ansprüche von außen heutzutage an Schule herangetragen werden und wie Schule darauf reagieren sollte. Eines wurde dabei deutlich: Gebraucht wird eine ökologischere Schule, damit nachhaltige Entwicklung den Menschen wichtig wird und ein „grünes“ Europa möglich ist.

Das Thema „Nachhaltige Entwicklung“ ist intensiv in den schulinternen Lehrplänen der Kopernikus-Realschule verankert. Zahllose Unterrichtsreihen und Projekte führen Schülerinnen und Schüler aus der Schule heraus, zum Beispiel in den heimischen Wald, zu Gewässern und in Industrieunternehmen.

Im Zuge des Comenius-Projektes sollen die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit erhalten, dieses Thema nicht nur auf regionaler, sondern auf nationaler und internationaler Ebene in verschiedenen Facetten kennenzulernen. Neben der Ausbildung des ökologischen Bewusstseins soll es von den Lernenden als ein europäisches Projekt verstanden werden, indem Umweltschutz nicht als nationales, sondern als internationales, hier europäisches Aufgabenfeld erkannt wird. Diese Ausrichtung soll ein gemeinschaftliches europäisches Denken und Handeln hervorrufen, aber auch unmittelbar auf das Verhalten in der Schule zurückwirken.

Konkret betrachtet dieses Projekt den Klimawandel, das Recycling und die Situation der weltweiten Energieressourcen. Die Schülerinnen und Schüler lernen mithilfe von Fallstudien die problematische Klimasituation kennen und sollen dadurch in ihrem Alltag zu einer Verhaltensänderung im Bezug auf Recycling und Ressourcenschonung angeregt werden. Deshalb setzt jede Partnerschule Schwerpunkte, die sie den anderen Partnern nahe bringen kann. Dies verlangt und übt kommunikative Fähigkeiten in der Muttersprache und in der Fremdsprache Englisch.

Das Projekt zielt darauf ab, Schülerinnen und Schülern, aber auch Lehrerinnen und Lehrern ihre persönliche Verantwortung für die Umwelt zu zeigen, ohne dabei unrealistische und unpraktikable Verhaltensänderungen zu verlangen. Im Zuge der Durchführung werden verschiedene Einzelprojekte in unterschiedlichen Fächern durchgeführt, Fallstudien bearbeitet und Emailkontakte mit den teilnehmenden Partnerschulen aufgebaut.

Insgesamt erhalten die Lernenden einen umfassenden informativen Einblick in nachhaltige Entwicklung. Gleichzeitig erfahren sie durch den persönlichen Kontakt zu ihren europäischen Partnern, dass ihr Handeln Auswirkungen auf andere haben kann.

Das Besuchs-Programm

Neben Unterrichtsbesuchen, zwei Workshops in der Schule und dem Empfang im Rathaus werden die internationalen Gäste einen Ausflug mit exklusiven Besichtigungen nach Köln und in den Braunkohletagebau nach Garzweiler unternehmen und das Werk der Firma Eckes in Hennef-Bröl besuchen. Zum Abschluss findet eine Comenius-Party mit Auftritten der Schulband, der Happerschosser Tanzflöhe und der Westerwaldsterne statt.


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