2010-07-13 Schreiben Nr. 01 an OB Nimptsch, BB Thorand
21.07.10 : 10:55 : 585 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Uwe Peter für
Bürgerinitiative Kannheideweg
Guten Tag Frau ThorandGuten Tag Herr NimptschHier läuft gerade etwas völlig falsch!Ich bin Bürger unseres Stadtbezirks Hardtberg. Mein Name ist Uwe Peter. Ich bin 45 Jahre alt. Und seit 15 Jahren verheiratet mit meiner Frau Ingrid, die ich seit 30 Jahren kenne. Meine Frau arbeitet als beamtete Referentin an der Landwirtschaftskammer Nordrhein Westfalen in Bonn im Referat Ausbildungsberatung für die Betriebe und Auszubildenden der Region. Ich bin Manager in einem grossen Dienstleistungskonzern für Multichannel-Einzelhandel in Hamburg.
Wir haben zwei Kinder, Henri 10 Jahre und Jenny 8 Jahre. Beide Kinder sind Schüler an der Gemeinschaftsgrundschule Medinghoven. Äusserst engagierte Lehrer, Kinder aus 24 Nationen, Schwierigste persönliche Lebensverhältnisse der Eltern. Einführung der Ganztagsbetreuung des Diakonischen Werkes. Wir im Elternrat... Polizei im täglichen Einsatz gegen Gewalt und Kriminalität vor Ort... Henri wechselt zum Schuljahresbeginn in das Helmholtzgymnasium. Jenny absolviert noch die vierte Klasse. Wir versuchen also, wie Sie bestmöglich, das heutige Berufs- und Familienleben in Zeiten der Globalisierung, des Strukturwandels, Reformstaus und -chaos sowie der Poltikverdrossenheit zu bewältigen...
Wir leben seit 1973 in Bonn. Von 1973 bis 1984 in der Stresemannstrasse in Medinghoven. Und seit 2000 am Kannheideweg. Als Kind bin ich durch den Rohbau des Malteserkrankenhauses gelaufen, Habe Medinghoven als Kind aus eigenem Erleben als wunderbaren Ort entstehen, als Jugendlicher aufblühen und als Erwachsener, als Ehemann und als Vater als Parkplatz für Sozial Schwache und Migranten niedergehen sehen...
Im Jahr 2000 haben wir nach sorgfältiger Recherche am Kannheideweg 26A ein Grundstück mit einem freistehenden Haus darauf erworben. Um uns und unseren Kindern ein unseren Lebenserfahrungen und Vorstellungen entsprechendes Familienleben zu ermöglichen. In einem baurechtlich reinen Wohngebiet mit rein privater Nutzungserlaubnis. Am Kannheide- und am Wesselheideweg stehen circa 200 Häuser. Nach dem Capital-Immobilienkompass eine bevorzugte Halbhöhenwohnlage mit entsprechender Wohnqualität und Preisen. Und Grundsteuerhebesätzen. In unmittelbarer Nähe zum von der Politik geschaffenen sozialen Brennpunkt Medinghoven, das für sich genommenen hervorragende Standortfaktoren und Entwicklungspotenziale (siehe unten) aufweist.
Gestern abend habe ich erfahren, das die Stadt Bonn, also Ihr Ihnen auf Zeit von uns anvertrauter Zuständigkeits-, Gestaltungs- und Verantwortungsbereich anlässlich des Verkaufs des gegenüberliegenden Grundstücks und Gebäudes Kannheideweg Nr. 39 an das evangelische Jugendheim Godesheim gGmbH) den Antrag auf eine Nutzungsänderung des Gebäudes von einem Wohnheim in ein Kinderheim verfügt hat. Für anfangs 9, später bis zu 25 schwererziehbare Kinder, die dort zeitweise oder dauerhaft wohnhaft sein werden. Und für das Leben in unserer Gesellschaft nachsozialisiert werden sollen.
Diese Verfügung wurde ohne vorherige Anhörung, Moderation einer Willensbildung, geschweige denn Zustimmung der auschliesslich privaten Nachbarn aus der gehobenen Mittelschicht erlassen. Die sich hier aus vielen individuellen, aber mit Sicherheit nicht aus den gleichen Motiven der Jugendhilfe zur Gestaltung der Nachbarschaft angesiedelt bzw. hier Eigentum erworben haben. Und dafür Steuern zahlen. Der Verkäufer, der Erwerber, eine angeblich christliche Einrichtung, sowie die Stadt Bonn habe es gemeinsam geschafft, bereits vor Beginn einer potenziellen neuen Nachbarschaft die Grundlagen für ein dauerhaft friedliches Zusammenleben mit den zum Teil seit 30 Jahren dort angesiedelten Menschen zu zerstören. Und Bürgerwiderstand gegen das Gemeinwesen am gesamten Derletalhang zu wecken.
Sehr geehrte Frau Thorand,Sehr geehrter Herr Nimptsch,
nach geltendem Bau-, Nachbar- und sonstigem Verwaltungsrecht NRW dürfen Eigentümer und Anwohner in reinen Wohngebieten nicht einmal einen, sozial in jedem Fall unauffälligen Carport, ohne die Zustimmung des Nachbarn errichten. Geschweige denn, und davon ist hier auszugehen, ein Fremder versucht, ein mit dem gewachsenen Sozialmikroklima der Nachbarn dauerhaft unvereinbares "Zusammenleben" zu organisieren. Jenseits des von den Verwaltungsgerichten noch zu überprüfenden Verwaltungsakts, glauben Sie bzw. irgendjemand in der Stadtverwaltung oder der für die Bürger einzustehenden Lokalpolitiker, hiermit unserem Nachbarschafts- und Bürgerwillen politisch und menschlich gerecht zu werden? Wohl kaum!
Daher ersuche ich Sie höflichst, jetzt unverzüglich ihrem politischen und städtischem Auftrag nachzukommen, und diese Entscheidung politisch zu korrigieren, für die bei den Anwohnern und Eigentümern des Kannheidewegs niemals Akzeptanz zu erreichen ist. Und in eine allen Interessen dauerhafte Lösung, falls es die in unserer Gesellschaft überhaupt gibt, zu überführen.
Und zwar schnell und konsequent: Vor dem Hinzufügen weiteren Unglücks. Schlimmer noch: Vor dem Entstehen wirklichen Schadens an Leib und Leben von beteiligten und unbeteiligten Menschen (alle Fakten zu den Begleitumständen und dem anschliessenden Bedauern der Täter und Opfer individueller Kurzschlussreaktionen können Sie den zahllosen Studien und der ewigen Presseberichterstattung entnehmen).
Schon gar nicht mehr ist eine Lösung denkbar, nachdem die 3 Verantwortlichen, vor deren Haustüre ihre Entscheidung natürlich keine Auswirkung hat, den Weg gewählt haben, den Bürgerwillen gar nicht mehr erst einzuholen, sondern zu versuchen, die dort seit 30 Jahren siedelnden Menschen mit angeblichen Fakten zu konfrontieren und auf politisch völlig inakzeptable Art und Weise überrumpeln zu wollen.
So geht das nicht!
Heute morgen habe ich das diakonische Werk in Bonn, bei dem meine Mutter 25 Jahre gearbeitet hat (Sie hat den Kirchenkreis Medinghoven aufgebaut, soviel zu unserem christlichen Verständnis und unser sozialen Verantwortung) informiert.
Ebenso das (noch von Frau Dieckmann geschaffene) Bürgerbüro "direkt im Innenohr" von Herrn Nimptsch. Eine Rückmeldung bei mir und ein persönlicher Termin ist beaufttragt. Hierfür unterbreche ich meinen Urlaub in der kommenden Woche. Und warte jetzt auf Ihre Reaktion...
Gleichzeitig informiere ich den Bonner General-Anzeiger und fordere unter dem Titel "Heim für schwererziehbare Kinder am Kannheideweg? -> Politik wider den Bürgerwillen!" offen zur Berichterstattung auf.
Sie verstehen jetzt bitte freundlichst, dass hier eine Toleranzgrenze in der Bevölkerung für das Umgehen mit den Folgen familiärer Defizite und individueller Persönlichkeitsstörungen unzumutbar überschritten wird. Ich spreche hier auch stellvertretend für alle Menschen, z.b. meine minderjährigen Kinder, die sich selbst in dieser Weise nicht klar verständlich machen können, um deren legitimen interessen zu wahren. Für eine seit Jahrzehnten politisch verfehlte Kinder-, Familien- und Bildungspolitik übernimmt meine Familie über die Lasten hinaus, die wir bereits tragen, keine weitere Aktivitäten oder Toleranzbeiträge oder irgendein weiteres Engagement. Politik und Verwaltung haben hier den gesetzlich formulierten innenpolitischen Auftrag zum Schutzes der Bevölkerung vor einem "Zusammenleben" mit Menschen aus kriminellem, alltagsgewaltbereitem und unberechenbarem Milieu. Irgendeine blauäugige idealisitsche religiöse oder gar christliche Grundhaltung des fortgesetzten Verständnisses ist hier nicht gefragt.
Sehr geehrte Frau Thorand,Sehr geehrter Herr Nimptsch,
ich erwarte Ihre umgehende abgestimmte Antwort. Keine Entschuldigungen. Keine Hinhaltungen. Keine Ausreden. Keine weiteren mit den Anwohnern unabgestimmten Handlungen. Sondern konkrete Lösungsvorschläge. Und Ihren Besuch vor Ort. Kurzfristig!
Mit freundlichen GrüssenUwe Peter
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An der Geschäftspraktik hat sich bis heute nichts verändert.
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Gute Nacht Deutschland