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Grüne fordern die Erstellung eines Gemeindeentwicklungskonzeptes GEK

15.01.11 : 13:35 : 160 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Helmut Schäfer für
Grüne Engelskirchen

GEK soll den Herausforderungen des demografischen Wandels und des Klimawandels Rechnung tragen und der Verwirklichung von Qualitätszielen den Vorrang einräumen gegenüber Bestrebungen, die lediglich auf quantitatives Wachstum setzen

Zur Ratssitzung am 8.12.2010 hat die Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt:

„Für die Gemeinde Engelskirchen wird ein langfristig angelegtes, integriertes Gemeindentwicklungskonzept GEK erstellt.
Das GEK sollte sich an der demografischen Entwicklung des Landes NRW und den Zielen des Klimaschutzes orientieren. Die Verwirklichung von Qualitätszielen sollte beim GEK absolute Priorität besitzen gegenüber Bestrebungen, die lediglich auf quantitatives Wachstum setzen.
Alle vorhandenen Konzepte (z.B. Einzelhandelskonzept, Schulentwicklungsplan, Klimaschutzkonzept,…) sollten ins GEK einbezogen bzw. weiterentwickelt werden.
Die Verwaltung wird beauftragt, alle notwendigen Daten zur Erstellung des GEK zusammenzustellen.
Die Beratung von Teilaspekten des GEK sollte in den betroffenen Ausschüssen (Planung und Umwelt, Bau und Infrastruktur, Jugend und Schule, Soziales, Kultur, Wirtschaftsförderung) erfolgen; federführend für die Koordination sollte der Planungs- und Umweltausschuss sein. …..
Die Erstellung des Konzeptes soll mit einer umfassenden Bürgerbeteiligung bei allen Planungsphasen verbunden sein.“

Der Rat hat einstimmig beschlossen, dass eine Sondersitzung des Planungs- und Umweltausschusses zu dieser Thematik stattfinden soll, auf der auch externe Fachleute gehört werden.

Die grüne Fraktion moniert seit zwei Jahrzehnten, dass die Gemeinde Engelskirchen über kein Gemeindentwicklungskonzept verfügt, dass die demografische Entwicklung und die Herausforderungen des Klimaschutzes berücksichtigt und langfristig angelegt ist.

In früheren Jahren konzentrierte sich die Diskussion über Gemeindentwicklung hauptsächlich auf die von den Fraktionen für die Zukunft anvisierte Einwohnerentwicklung. Aus heutiger Sicht (die Einwohnerzahl betrug in 2001 in Engelskirchen 20.829 EW; heute sind es 20.070 EW) erscheinen damalige Debatten völlig wirklichkeitsfremd und ignorant gegenüber der damals schon bekannten demografischen Entwicklung in NRW.

In der Zwischenzeit liegen (u.a. durch die Bertelsmannstudie) detaillierte Entwicklungsprognosen auch für kleinere Kommunen vor. Unstrittig ist: Die Gesellschaft wird bunter, älter und sie wird schrumpfen.
Auch im Entwurf des neuen Schulentwicklungsplans werden die aktuellen Erkenntnisse berücksichtigt. Dort steht auf S.17: „In der längerfristigen Entwicklung der Gemeinde Engelskirchen berechnen sich die zukünftigen Bevölkerungszahlen in der Prognose, die geplante Wohnraumerschließungen und zukünftige Wanderungsbewegungen einbezieht, im Jahr 2019 auf 18.990, im Jahr 2029 auf 18.061 und im Jahr 2039 auf 16.221 Einwohner“. Es wird dann zum Vergleich auf die Prognose des Statistischen Landesamtes für die Gemeinde Engelskirchen hingewiesen, die zwar auch von Schrumpfung ausgeht, aus Sicht des Gutachters jedoch „ersichtlich als eine zu optimistische Variante darstellen würde“.


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